Karrierefaktor 27. August 2015

Auf alles vorbereitet – Haftpflichtversicherung im Studium

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Auch wenn sich während des Studiums viele Versicherungen noch nicht lohnen – eine Versicherung sollte man jedoch bereits als Student abschließen: die private Haftpflicht. Eine private Haftpflichtversicherung ist zwar keine Pflichtversicherung, doch wenn es zu einem Schadenfall kommt, kann dieser ein großes Loch in den Geldbeutel reißen. Nach dem deutschem Haftpflichtgesetz ist jeder dazu verpflichtet, bei Sach- oder Personenschäden mit dem eigenen Vermögen in vollem Umfang Schadenersatz zu leisten, selbst wenn das Geld hierfür nicht vorhanden ist. Gerade für Studenten, die für gewöhnlich über kein regelmäßiges Einkommen verfügen, können Haftpflichtschäden ruinöse Folgen haben.

Die meisten Studenten sind über die Haftpflichtversicherung der Eltern versichert und benötigen bis zum Berufseinstieg keine eigene Haftpflichtversicherung. Der Versicherungsschutz über die Haftpflichtpolice der Eltern erlischt allerdings:

  • bei Abschluss des Erststudiums
  • bei Überschreiten des 27. oder des 30. Lebensjahres
  • bei Abmeldung vom Wohnsitz der Eltern
  • bei Heirat oder Eintragung einer Lebenspartnerschaft

Wer mit Beginn des Studiums den Studienort als Erstwohnsitz anmeldet, benötigt eine eigene Police. Ebenso kann es sinnvoll sein, eine eigene Privathaftpflicht abzuschließen, wenn die Konditionen der Haftpflichtversicherung der Eltern keine ausreichende Abdeckung mehr bieten.

Der Vorteil einer Studentenhaftpflicht ist, dass der Versicherungsschutz im Vergleich zu einer regulären Haftpflicht günstiger ist. Trotzdem sollte man zunächst mehrere Policen vergleichen, denn auch bei Haftpflichtversicherungen für Studenten können die Prämien erheblich voneinander abweichen.

Wie die Webseite von CosmosDirekt informiert, sollte eine gute Haftpflichtversicherung für Studenten folgenden Leistungsumfang bieten:

  • Mietsach- und Allmählichkeitsschäden
  • Auslandsaufenthalte
  • Schlüsselverlust
  • Gefälligkeitsschäden

Kein Muss, aber sinnvoll ist es, eine Studentenhaftpflicht zu wählen, die eine Ausfalldeckung einschließt. Damit werden ersatzpflichtige Schäden abgedeckt, die durch das fahrlässige Verhalten anderer verursacht werden, die über keine Haftpflichtversicherung verfügen. Eine Ausfalldeckung sorgt dafür vor, dass man nicht auf den Kosten für einen Schaden sitzen bleibt, der einem von Dritten verursacht wurde.

Die Deckungssumme bei einer Studentenhaftpflicht sollte nicht geringer sein als bei einer normalen Haftpflicht. Empfohlen wird eine Deckungssumme von mindesten drei Millionen Euro, noch besser geschützt ist man mit einer Versicherungssumme von fünf Millionen Euro. Weil die Kosten für Personen- und Sachschäden gestiegen sind, haben einige Versicherungsgesellschaften die Versicherungssummen erhöht.

Was noch zu beachten ist: Die Studentenhaftpflicht ersetzt keine Tierhalterhaftpflicht. Die Hundehaftpflicht, die bei Haltung eines Hundes erforderlich ist, muss immer separat abgeschlossen werden.

kk

 

 

 

 

 

Bildquelle: © Rainer Sturm/ pixelio.de

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