Karrierefaktor 10. März 2014

Dienstwagen statt Gehaltserhöhung: Wann sich der Deal lohnt

Firmenfahrzeug
© Gabriele Abu-Dayeh
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Wenn der Chef die Bitte nach einer Gehaltserhöhung immer wieder ablehnt, bleibt noch die Möglichkeit, über Zusatzleistungen einen Ausgleich zu erreichen. Häufig eingesetzt und sowohl auf Arbeitnehmer-, als auch auf Arbeitgeberseite beliebt, ist dabei der Einsatz eines Dienstwagen. Was zunächst sehr verlockend klingt, birgt jedoch auch einige Nachteile.

Nachteile von Dienstwagen

Steuerlich lohnt sich der Dienstwagen im Vergleich zur Lohnerhöhung für den Arbeitnehmer überraschenderweise oft nicht. Außerdem kommt zusätzlicher Aufwand auf Sie zu, wenn Sie Buch über Ihre Fahrten führen müssen. Sollten Sie den Wagen auch privat nutzen dürfen, müssen Sie auch die steuerlichen Konsequenzen tragen. In diesem Fall lohnt sich der Einsatz eines Firmenwagens vor allem für den Arbeitgeber. Dieser kann das Bruttogehalt und die Lohnnebenkosten entsprechend des geldwerten Vorteils des Dienstwagens senken. Der Kauf eines Dienstwagens ist auch darüber hinaus ein Kostenvorteil für das Unternehmen, da Steuern gespart werden. Der Arbeitgeber erhält bei Kauf eines Neuwagens die Umsatzsteuer zurück und kann sowohl die Anschaffung, als auch den Unterhalt des Wagens als Betriebsausgaben abschreiben.
Auch hinsichtlich der geltenden Versicherungsregelungen gilt es einige Regelungen zu beachten. Sollten Sie den Dienstwagen auch privat nutzen wollen, sollten Sie bei Ihrem Chef unbedingt ansprechen, ob es möglich ist, neben Ihnen auch andere Personen für das Fahrzeug zuzulassen. Dies muss Ihr Vorgesetzter ausdrücklich genehmigen, da die für das Auto laufenden Versicherungen sonst nur für Sie gelten.

Vorteile eines Firmenfahrzeuges

Ein Dienstwagen als Zusatzleistung lohnt sich vor allem dann, wenn Sie im Joballtag viel unterwegs sind und ein Auto wirklich brauchen. Außerdem setzten Unternehmen den Wagen gerne als Motivator für Ihre Mitarbeiter ein.
Neben dem drohenden Risiko der steigenden Kosten, können Firmenwagen auch kostensparend wirken. Hier ist es deswegen vor allem wichtig, dass Sie sich vorher umfassend informieren und alle Aspekte genau mit Ihrem Arbeitgeber abklären. In der Regel übernimmt der Arbeitgeber neben den Kosten für die Anschaffung und Versicherung des Wagens auch die darüber hinaus gehenden Kosten für Sprit, Zulassung, TÜV, Winterreifen, Inspektionen, Reparaturen und Ersatzwagen. Neben den Koten entfällt hierbei auch Aufwand für Sie, da Sie Werkstattermine & Co. nicht wie bei einem Privatwagen selber organisieren müssen.
Wenn Sie Ihren Dienstwagen auch privat nutzen können und neben Ihnen auch die anderen Familienmitglieder den Wagen fahren dürfen, sparen Sie außerdem auch die Anschaffung eines eigenen Autos und den damit verbundenen Aufwand, sowie die entsprechenden Kosten.

Bei dem Angebot eines Dienstwagens als Zusatzleistung oder Ersatz für die Gehaltserhöhung sollten Sie deswegen vorher abwägen, ob sich der Deal in Ihrer individuellen Situation lohnt. Sprechen Sie deswegen vorher mit Ihrem Arbeitgeber ab, wer welche Kosten übernimmt, sodass Sie die durch den Wagen entstehenden Vor- und Nachteile möglichst genau kalkulieren können. Auf Grundlage dieser Abwägung können Sie dann die für Sie richtige Entscheidung treffen.

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