Gastbeitrag Gastbeitrag 9. Januar 2014

„Flying Bachelor“: Frauen im Luftverkehr

© Andrey Kiselev
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Der Traum vom Fliegen erfüllte sich für die ersten Pilotinnen vor 25 Jahren: 1988 stiegen bei der Lufthansa zum ersten Mal zwei Frauen ins Cockpit. Ein Vierteljahrhundert später ist die Luftverkehrsbranche jedoch noch immer eine Männerdomäne. So liegt beispielsweise der Frauenanteil im Cockpit von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings mit rund 300 weiblichen Piloten bei nur sechs Prozent. Lediglich 20 Prozent der Bewerbungen stammen von Frauen. Auch für Führungspositionen im Management wünschen sich die Fluggesellschaften dringend mehr weibliche Arbeitskräfte.

„Das Berufsbild des Piloten wird nach wie vor mit typisch männlichen Interessen in Verbindung gebracht“, erläutert Steffen Lay, Talentmanager der Lufthansa AG. „Die Begeisterung für große Maschinen ist bei Männern eher intuitiv vorhanden.“ Dabei erfüllen Frauen die Voraussetzungen grundsätzlich genau so gut wie Männer und haben die gleichen Karrierechancen in der Branche.

Gute Karriereaussichten für weibliche Mitarbeiter

Sara Braun steht noch am Anfang ihrer Karriere in der Luftfahrt. Sie studiert im „Flying Bachelor“-Programm der IUBH School of Business and Management in Bad Honnef. Dort haben Studierende die einzigartige Möglichkeit, während ihres Studiums im Aviation Management eine Pilotenausbildung bei der Air Alliance Flight Center GmbH zu absolvieren. Studium und Ausbildung sind eng verzahnt. „Mit dem Studium qualifiziere ich mich gleich für zwei Bereiche in der Luftfahrt“, so Braun. „Mein Ziel ist es, als Management-Pilotin zu arbeiten, also bei einer Airline sowohl als Pilotin als auch im Management beschäftigt zu sein.“

Damit hat sie nach Ansicht von Axel Beimdiek, Geschäftsführer von Air Alliance, sehr gute Karriereaussichten: „Die Luftverkehrsbranche ist ein stark wachsender Wirtschaftszweig. Sowohl im Bereich Management als auch bei den Verkehrspiloten droht ein Fachkräftemangel. Daher ist von einer hohen Nachfrage nach Arbeitskräften in der gesamten Branche auszugehen. Das gilt ganz besonders für weibliche Mitarbeiter, da diese bereits jetzt unterrepräsentiert sind.“

Initiativen der Airlines
Viele Arbeitgeber der Branche rufen daher spezielle Karriereprogramme ins Leben, um mehr Frauen für die Luftfahrt zu begeistern. Ein Förderprogramm der Lufthansa hilft Frauen beispielsweise dabei, herauszufinden, ob ein Job im Management-Bereich des Konzerns für sie infrage kommt. Das einjährige Programm unterstützt die Teilnehmerinnen in den Bereichen Persönlichkeitsentwicklung und Selbstmanagement, Karriereplanung sowie Netzwerkkompetenz. Das Unternehmen möchte in den nächsten Jahren den Anteil an Frauen in Führungspositionen um 30 Prozent steigern.

Aufgabenfeld für technikinteressierte Frauen

Auch Anke Diana Baumann wagte den Weg in die Luftverkehrsbranche und machte nur positive Erfahrungen. Nach einer Ausbildung zur Fluglotsin absolvierte sie an der IUBH den Bachelor-Studiengang „Aviation Management“. Heute arbeitet sie als Strategische Einkäuferin beim Flugzeughersteller Airbus in Hamburg. „In meinem Team bin ich die einzige Frau. Das empfinde ich jedoch nicht als Nachteil“, so Baumann. „Daher kann ich allen technikinteressierten Frauen nur zu einem Job in dieser Branche raten, wenn sie genau so fasziniert von der Luftfahrt sind wie ich!“

SERVICE BOX

Drei Karrierewege in die Luftverkehrsbranche

  • Ausbildung Servicekaufmann/-frau im Luftverkehr
    Servicekaufleute im Luftverkehr betreuen die Passagiere am Flughafen. Ihr Arbeitsplatz ist am Check-in, am Informationsschalter, bei der Flugzeugabfertigung oder im administrativen Bereich.
  • Ausbildung Verkehrsflugzeugführer/in
    Verkehrsflugzeugführer steuern Passagier- und Frachtflugzeuge als Pilot oder Co-Pilot. Darüber hinaus bereiten sie den Flug vor und nach, so planen sie beispielsweise die Flugroute, überprüfen technische Instrumente und führen das Bordbuch.
  • Studium Aviation Management
    Aviation Manager werden im Studium auf ein breites Spektrum an Einsatzgebieten vorbereitet. Sie erstellen beispielsweise den Flugplan einer Airline oder optimieren die Erträge pro Passagier. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind unter anderem in der Flottenplanung, im Controlling oder im Airport-Marketing. Im „Flying Bachelor“-Programm absolvieren die Studierenden parallel eine Ausbildung zum Piloten. An der IUBH kann der Schwerpunkt Aviation Management auch im Bachelor- oder Master-Fernstudium gewählt werden.
Gastbeitrag Gastbeitrag von: IUBH
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Über den/die Autor(in)

Die Internationale Hochschule Bad Honnef · Bonn (IUBH), die 1998 gegründet wurde, versammelt unter ihrem Dach drei voneinander unabhängige Hochschulbereiche: das Campusstudium mit internationaler Managementausrichtung an der IUBH School of Business and Management, das IUBH Duale Studium und das IUBH Fernstudium. Das Campusstudium umfasst englischsprachige Bachelor- und Masterstudiengänge mit Fokus auf die internationale Service-Industrie. Das duale Studium der IUBH bietet Bachelorstudiengänge mit regelmäßigem Wechsel zwischen Theorie und Praxis an. Die betriebswirtschaftlichen Fernstudiengänge der IUBH sind auf größtmögliche Flexibilität ausgelegt. Die IUBH hat Campuslocations in Bad Honnef, Bad Reichenhall, Düsseldorf, Erfurt und München sowie ab Herbst 2015 in Berlin. Im CHE Hochschulranking 2014 schnitt die IUBH als beste private Fachhochschule Deutschlands im Fach Betriebswirtschaft ab. Die Akkreditierungsagentur FIBAA verlieh der IUBH, als erster Hochschule Deutschlands, für fünf ihrer Studiengänge das Premiumsiegel. Träger der IUBH ist die Career Partner GmbH. Weitere Informationen: www.iubh.de, www.iubh-fernstudium.de, www.iubh-dualesstudium.de und www.careerpartner.eu.


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