Karrierefaktor 10. Juni 2015

5 Fragen an: Andrea Latritsch-Karlbauer

5 Fragen an Andrea Latritsch-Karlbauer

Andrea Latritsch-Karlbauer ist Expertin f√ľr Haltung und authentische Kommunikation. Sie ist gefragte Vortragende und schult als Trainerin f√ľr Haltung und Authentizit√§t in ihren Seminaren Menschen aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur. Mit dem professionellen Blick der Schauspielerin erkennt die Autorin die Botschaften der K√∂rperhaltung und hilft Menschen dabei, selbstbewusster und mutiger zu werden und ihr Leben in Fluss zu bringen. Ihr aktuelles Buch hei√üt ‚ÄěWer geht gewinnt ‚Äď Wie Ihr Gehen Ihr Handeln bestimmt‚Äú. Sie lebt in K√§rnten in √Ėsterreich und arbeitet im gesamten deutschsprachigem Raum.

1. Wie wichtig ist Körpersprache im Job?

Haltung und K√∂rpersprache sind enorm wichtig im Job, da der Gro√üteil der Unterhaltung unbewusst von der nonverbalen Kommunikation beeinflusst wird. Alles Unausgesprochene, jede noch so kleine Unzufriedenheit oder Unsicherheit wird sozusagen als ‚ÄěSubtext‚Äú mittransportiert. So verlaufen oft Besprechungen √§u√üerst irref√ľhrend, ohne dass die Gespr√§chspartner dies bewusst registrieren. Die Haltung erz√§hlt neben dem gesprochenen Wort das ‚ÄěEigentliche‚Äú, das, was man wirklich meint. Deswegen ist es umso wichtiger, die eigene nonverbale Ausdrucksweise zu kennen und an einer ausgewogenen Haltung zu arbeiten.

2. Welche non-verbalen Signale sollten Bewerber im Vorstellungsgespräch lieber nicht senden?

Die Bewerber sollten nicht mit den F√ľ√üen wackeln, da dies die gesamte Pers√∂nlichkeit instabil erscheinen l√§sst. Weiters ist entspanntes Atmen wichtig, was dann auch die Schultern entspannt. Hochgezogene Schultern vermitteln Angst, ebenso wie ein zu Boden gerichteter Blick Unsicherheit vermittelt.

3. Womit können sie hingegen punkten?

Wenn Sie ins Bewerbungsgespr√§ch gehen, gehen Sie aktiv in den Raum, rollen Sie Ihre F√ľ√üe ab, blicken Sie dem Arbeitgeber bewusst in die Augen und kommen Sie zuerst an, bevor Sie zu sprechen beginnen. Stellen Sie beide F√ľ√üe bewusst auf den Boden und sitzen Sie im vorderen Drittel des Stuhls. So f√ľhlen Sie sich sicher, sind somit aufgerichtet und wirken auch aufmerksamer.

4. Woran k√∂nnen Arbeitnehmer erkennen, ob Ihr Chef Ihnen gegen√ľber positiv eingestellt ist?

Man kann dies sch√∂n an einer offenen Haltung, ev. einem L√§cheln und an einem direkten, interessierten Augenkontakt sehen. Wenn sich beide Gespr√§chspartner entspannt f√ľhlen und auch atmen k√∂nnen, dann ist das ein sicheres Indiz f√ľr Sympathie und Wertsch√§tzung.

5. Wenn das Meeting totlangweilig ist: Wie signalisieren Arbeitnehmer trotzdem Interesse?

Durch eine bewusste Aufrichtung, indem man im vorderen Bereich des Stuhls sitzt und die F√ľ√üe bewusst auf Ferse und Ballen stellt. Dr√ľcken Sie bewusst mit den F√ľ√üen in den Boden, das sorgt f√ľr eine gute Aufrichtung und eine bessere Konzentration. Au√üerdem sind Sie so mit ihrer Motorik in alle Richtungen offen und k√∂nnen so wunderbar in den jeweiligen Situationen reagieren.

Wenn Sie mutig sind, dann schlagen Sie vor, das Meeting durch ein Go-ing zu ersetzen. Gehend finden Sie weitaus schneller effiziente und kreative L√∂sungen. Und Sie tun auch noch etwas Gutes im Sinne der ‚Äěbetrieblichen Gesundheitsf√∂rderung‚Äú. Die KollegInnen werden es Ihnen danken.Bereits die Peripathetiker im alten Griechenland fanden die besten L√∂sungen im Gehen. Also tun Sie es Ihnen gleich.

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