Karrierefaktor 6. August 2014

5 Fragen an Christian Langkafel

5 Fragen an Christian Langkafel

Christian Langkafel, Jahrgang 1965, ist geschäftsführender Gesellschafter der Einstieg GmbH, dem bundesweiten Messeveranstalter und Beratungsexperten für Berufsorientierung. Nach der Ausbildung zum Verlagskaufmann und dem erfolgreichen BWL-Studium entwickelte er 1997 das Einstieg Magazin – die Zeitschrift für die Ausbildungs- und Studienwahl in Deutschland. Als Gründer der ersten Einstieg Messe in Köln setzte er 2001im Bereich Berufswahlmessen bundesweit einen Maßstab. Heute veranstaltet die Einstieg GmbH Einstieg Messen in Karlsruhe, Köln, Berlin, München, Hamburg, Dortmund und Frankfurt am Main. Zusätzlich organisiert er und sein Team die „Berufe live“-Messen im Auftrag der IHKn im Rheinland und der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg. Seit 2004 gibt es zudem ein eigenes Geschäftsfeld „Beratung“ mit den Schwerpunkten Schulkooperationen und Schülercoachings.

1. Online-Stellenbörsen, Unternehmenswebsites, Soziale Netzwerke. Wofür brauchen Bewerber bei all den Online-Möglichkeiten für die Jobsuche heute noch Messen?

Auf einer Messe können wichtige individuelle Antworten im Berufsfindungsprozess gefunden werden. So entsteht ein authentischer Eindruck vom Ausbildungsbetrieb und im persönlichen Gespräch können erste wertvolle Kontakte mit den Ausbildungsverantwortlichen geknüpft werden. Es geht für die Messebesucher also nicht nur um die Bewerbung, sondern auch um die Berufsfindung, die Festigung des Berufswunsches, den Vergleich mit verschiedenen Ausbildungsanbietern. Und natürlich können Bewerber im persönlichen Gespräch „Punkte sammeln“ und so vielleicht die ein oder andere schlechte Zeugnisnote kompensieren.

2. Die Einstieg Messen richten sich speziell an Schulabsolventen. Was wird diesen auf den Messen geboten?

Die Besucher finden auf unseren Messen alle Informationen und Angebote fĂĽr die Zeit nach der Schule. Vor Ort beraten unter anderem unsere Kooperationspartner wie die Agentur fĂĽr Arbeit und verschiedene Kammern. Unternehmen informieren ĂĽber die Ausbildung und das duale Studium und Hochschulen aus dem In- und Ausland stellen ihre Studienangebote vor. Und wen es nach der Schule erst einmal ins Ausland zieht, der kann sich bei Sprachreise- und Work-and-Travel-Veranstaltern informieren. AuĂźerdem gibt es auf unseren Messen ein groĂźes Begleitprogramm. Hier berichten Azubis, Studenten sowie Unternehmens- und Hochschulvertreter ĂĽber die Arbeits- und Uniwelt.

3. Nach dem Abitur wissen die wenigsten SchĂĽler sofort, was sie beruflich machen wollen. Welche MaĂźnahmen empfehlen Sie neben dem Messebesuch zur Berufsorientierung?

Schüler sollten nicht den Fehler machen, auf den letzten Drücker – also kurz vor dem Abschluss – mit der Orientierung zu beginnen. Die Berufswahl braucht Zeit, Vorstellungen müssen auch mal wieder verworfen werden können und Wünsche geprüft und gefestigt werden. Dazu müssen praktische Erfahrungen gesammelt und viele Gespräche geführt werden. Vor allem beginnt die Berufsfindung bei einem selber: Was interessiert mich überhaupt? Wofür kann ich mich begeistern? Welche Fähigkeiten habe ich? Was macht mir Spaß? Erst wenn darüber Klarheit besteht, macht es Sinn, sich mit dem großen Angebot von über 350 Ausbildungsberufen und fast 10.000 Studiengängen zu beschäftigen.

4. Welche Vorbereitungen sollten Besucher vor einem Messebesuch treffen?

Für unsere Messen bieten wir allen Besuchern einen Interessencheck an, der die Stärken der Teilnehmer ermittelt und die Interessen und Fähigkeiten mit den Anforderungsprofilen der Unternehmen und Hochschulen abgleicht und eine individuelle Empfehlungsliste für den Messebesuch liefert. Den blicksta-Interessencheck kann man schon zu Hause machen und sich vor der Messe über das Angebot der Aussteller informieren. So kann jeder gut vorbereitet seine offenen Fragen im persönlichen Gespräch an den Messeständen klären und hinterlässt gleichzeitig einen guten Eindruck. Und wer möchte, vereinbart einen Gesprächstermin auf der Messe und bringt sogar seine Bewerbungsunterlagen mit.

5. Und wie geht es nach der Messe weiter? Ist eine Nachbereitung von Besucherseite aus notwendig? 

Es hilft ungemein die gesammelten Eindrücke, die Namen der Ansprechpartner und Gesprächsergebnisse festzuhalten: Welches Angebot hat mir warum besonders gefallen? Was muss ich noch unternehmen, um die Anforderungen meines Traumberufes oder Wunscharbeitgebers zu erfüllen? Außerdem hilft es, sich bei der Bewerbung auf ein Gespräch am Messestand zu berufen.

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