Karrierefaktor 17. September 2014

5 Fragen an: Sibylle Kaminski

Interview
5 Fragen an Sibylle Kaminski

Die ausgebildete Verlagskauffrau Sibylle Kaminski (www.sibyllekaminski.de) ebnet Erfolgswege fĂŒr Menschen und Unternehmen. Nach dem erfolgreichen Studium der Germanistik, Philosophie und PĂ€dagogik in Köln war Sie lange Zeit Projektleiterin beim WDR, ehe Sie sich fĂŒr eine Ausbildung zum systemischen Coach entschieden hat und anfing als selbststĂ€ndig Beraterin und Coach fĂŒr Unternehmen und Freiberufler zu arbeiten.Die Schwerpunkte liegen bis heute noch auf der StressbewĂ€ltigung und Achtsamkeit im Beruf, sowie Unternehmensaufbau und  -sicherung und der Kommunikation und KonfliktbewĂ€ltigung.Nach zahlreichen Weiterbildungen coacht Sie die Menschen heute in den Bereichen Selbst- und Zeitmanagement, Burn-out-Prophylaxe und begleitet sie durch VerĂ€nderungsprozesse. Auch Seminare gehören zu Ihrem Arbeitsbereich, vor allem Seminare zum Thema „Relax your work“ finden großen Anklang.

1. ‚Relax your work‘ klingt ziemlich entspannt und locker – Was kann man sich konkret unter der Aussage vorstellen?

Frei ĂŒbersetzt heißt ‚Relax your work‘ ja „Entspanne Deine Arbeit“. NatĂŒrlich ist damit nicht gemeint, dass man die FĂŒĂŸe hochlegt oder alles nur noch im Schneckentempo erledigt. Entschleunigung wird oftmals falsch verstanden. Es geht vielmehr darum, eine innere Haltung von Gelassenheit und PrĂ€senz zu entwickeln, aus der heraus man wesentlich effektiver arbeiten kann und durch die man auch weniger Konflikte mit KollegInnen, Vorgesetzten etc. hat. Wissenschaftlich ist diese Wirkung von achtsamen Methoden wie Meditation, Ein-Minuten-Pause oder „power napping“ bereits bewiesen, aber im Bewusstsein von ArbeitnehmerInnen oder SelbststĂ€ndigen nur zum Teil angekommen. Ich bin mir allerdings sicher, dass uns das Thema „SelbstfĂŒrsorge“ in Zukunft weiter beschĂ€ftigen wird, weil damit die psychische und physische Gesundheit enorm stabilisiert werden kann. Meine Kollegin Madeleine Wendt und ich bereiten gerade ein Buch dazu vor.

2. Was hat Sie dazu veranlasst das Thema weiter zu intensivieren?

Als ich vor zehn Jahren mit beruflichen Coachings begann, kamen die KlientInnen oft mit Fragen der Arbeits- und Zeitorganisation. Im Laufe der Jahre kristallisierte sich daraus das Thema „Umgang mit Stress und Anforderungen“. Vorsichtig begann ich, ihnen mein Wissen ĂŒber Meditation und Geistestraining zu vermitteln. Damals wurde man schnell mit solchen Methoden noch in die Esoterik-Ecke gestellt. Um meine Methodenkompetenz zu erweitern, absolvierte ich eine zweite Coachingausbildung, diesmal zum systemischen Gesundheitscoach , und ĂŒbte selbst weiter Methoden der StressbewĂ€ltigung ein. Nach und nach reagierte ich gelassener auf Herausforderungen und zog dadurch mehr Kunden an. Gute GrĂŒnde, ‚Relax your work‘ weiterzuentwickeln
 es macht große Freude, wenn Menschen erkennen, dass sie mit Gelassenheit das erreichen können, was sie sich wĂŒnschen.

3.FĂŒr wen ist so ein Coaching zum Thema StressbewĂ€ltigung sinnvoll – Haben Sie sich auf eine bestimmte Zielgruppe festgelegt?

Ich arbeite sehr gern mit freiberuflich tĂ€tigen Menschen und mit Menschen in FĂŒhrungsverantwortung, weil beide Gruppen sich tĂ€glich selbst sehr gut organisieren mĂŒssen. HierfĂŒr ist ein Bewusstsein ĂŒber die Macht der „Inneren FĂŒhrung“ hervorragend geeignet. Aber letztlich geht StressbewĂ€ltigung heute jeden und jede an und so richten sich meine Beratungs- und Seminarangebote an alle aufgeschlossenen Menschen, die sich eine grĂ¶ĂŸere LebensqualitĂ€t wĂŒnschen.

4.Wie schaffen es Teilnehmer, nach dem Coaching nicht mehr in alte Verhaltensmuster zu verfallen? 

Üben, ĂŒben, ĂŒben :-).  Einer meiner Lehrer sagte einmal: „Die ersten 30 Jahre sind wir AnfĂ€nger“.

5.Welche Kompetenzen und Erfahrungen möchten Sie wÀhrend des Coachings vermitteln und welches Ziel verfolgen Sie?

Einiges habe ich ja bereits schon gesagt. Ich verfolge als Coach immer die Ziele meiner KlientInnen, versuche an ihren Erfahrungen anzudocken und ihre manchmal verschĂŒtteten Kompetenzen wieder sichtbar zu machen. Wenn die Erkenntnis erreicht und umgesetzt wird, dass man selbst „seines GlĂŒckes Schmied“ ist, also aktiv sich selbst und damit seine Ergebnisse im Leben steuern kann, bin ich sehr zufrieden.

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