Gastbeitrag Gastbeitrag 6. November 2014

Ich sehe was, was du nicht siehst: Warum F√ľhrungskr√§fte √∂fter die Perspektive wechseln sollten

Im Unternehmen zusammenarbeiten
© Kzenon

Ich sehe was, was du nicht siehst! Was in der Kindheit lustig war, ist im F√ľhrungsalltag alles andere als ein Kinderspiel. Wenn Mitarbeiter nicht das sehen, was ihre F√ľhrungskraft sieht, oder umgekehrt, dann ist die Zusammenarbeit h√§ufig wenig von Erfolg gekr√∂nt. F√ľhrungskr√§fte sind dann besonders erfolgreich, wenn sie die Pers√∂nlichkeit ‚Äď die Motive, Sicht- und Verhaltensweisen ‚Äď der Mitarbeiter in den Mittelpunkt r√ľcken und individuell f√∂rdern. Was sie daf√ľr tun m√ľssen: √Ėfter mal die Perspektive wechseln!

Viele F√ľhrungskr√§fte stellen ihre W√ľnsche und die des Unternehmens in den Vordergrund. Nehmen Sie Ihre F√ľhrungsbrille ab und setzen Sie die des Mitarbeiters auf. H√∂ren sie ihm gut zu, versuchen Sie zu verstehen, wie er denkt, was er braucht, um effektiv und effizient arbeiten zu k√∂nnen. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei:

Welche Bed√ľrfnisse hat Ihr Mitarbeiter?

Ist er ein Einzelg√§nger und arbeitet am liebsten allein? Dann sollten sie diesen Mitarbeiter nicht in ein Gro√üraumb√ľro stecken. Stehen auf dem Schreibtisch Ihres Mitarbeiters viele Familienfotos und ist er der erste, der um 17 Uhr den Griffel fallen l√§sst, um seinen Sohn p√ľnktlich aus der Kita abholen zu k√∂nnen? Dann scheint er ein sehr familienorientierter Mensch zu sein.
Nehmen Sie diese Bed√ľrfnisse wahr und lassen Sie Ihren Mitarbeitern die n√∂tigen Freiheiten. Gestalten Sie Arbeitsplatz und -zeiten so, dass deren Bed√ľrfnisse ber√ľcksichtigt werden.

Welche konkreten Sichtweisen äußert Ihr Mitarbeiter?

‚ÄěIch muss ja wohl nicht jede Kleinigkeit mit dem Chef abstimmen!‚Äú Ihre Mitarbeiterin √§u√üert mit diesem Satz ein gewisses Machtstreben, das nicht unbedingt schlecht sein muss, denn h√§ufig sind diese Menschen besonders zielstrebig. Lassen Sie sie ihr Machtbed√ľrfnis in bestimmtem Ma√üe ausleben. Stecken Sie gemeinsam einen Entscheidungsrahmen ab.
Sichtweisen lassen R√ľckschl√ľsse auf die Bed√ľrfnisse des Mitarbeiters zu. Wenn Sie seine Glaubens√§tze kennen, k√∂nnen Sie seine Bed√ľrfnisse gezielter befriedigen.

Wie verhält sich Ihr Mitarbeiter?

Ist er ein emotionaler Typ, der seine Gef√ľhle auf der Zunge tr√§gt oder ein rationaler Typ, der viele Zahlen, Daten und Fakten f√ľr seine Arbeit braucht? Ist er eher introvertiert oder extravertiert? Beobachten Sie sein Verhalten genau und stellen Sie sich dann typgerecht auf ihn ein.
Die goldene Regel ‚ÄěBehandele andere so, wie du selbst behandelt werden m√∂chtest‚Äú ist meiner Meinung nach √ľberholt. Beherzigen Sie meine Platin-Regel: ‚ÄěBehandele andere so, wie sie behandelt werden m√∂chten‚Äú.

Welche Ergebnisse streben Ihre Mitarbeiter an?

Fragen Sie sie ganz konkret, was f√ľr sie ein 5-Sterne-Ergebnis ausmacht und √ľberlegen Sie dann, wie es bestm√∂glich gemeinsam erreicht werden kann.

‚ÄĘ Was ist Ihr gew√ľnschtes Ergebnis und das des anderen?
‚ÄĘ Welche Motive, Verhaltens- und Sichtweisen beg√ľnstigen das gew√ľnschte Ergebnis?
‚ÄĘ Was muss sich √§ndern, um das gew√ľnschte Ergebnis erzielen zu k√∂nnen?

Ist das gemeinsame Ziel-Ergebnis erst einmal definiert, r√ľcken Sie es immer wieder in den Mittelpunkt. Machen Sie jedem Mitarbeiter klar, was er oder sie beitragen kann, damit dieses Ergebnis erreicht wird.

Fazit: Ob Sie wollen oder nicht: Handeln oder nicht handeln ‚Äď alles, was Sie tun oder auch nicht, f√ľhrt zu einem Ergebnis. Ohne eine gemeinsame Definition des gew√ľnschten Ergebnisses und individueller F√ľhrungsma√ünahmen entscheidet immer das Schicksal √ľber Ihren F√ľhrungserfolg. √úberlassen Sie nichts dem Zufall! Wechseln Sie die Perspektive!

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Gastbeitrag Gastbeitrag von: Frauke Ion
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√úber den/die Autor(in)

Frauke Ion ist die Expertin f√ľr Perspektivenwechsel. In ihren Vortr√§gen, Trainings und Coachings schauen die Zuh√∂rer und Teilnehmer durch eine ganz andere ‚ÄěBrille‚Äú auf die Welt. W√§hrend ihrer 20-j√§hrigen, erfolgreichen Karriere als F√ľhrungskraft im In- und Ausland stellte sie sich die Frage: Warum ticken, wirken und verhalten sich Menschen unterschiedlich? Mit viel Know-how, didaktischem Geschick, augenzwinkerndem Humor und einem hohen Ma√ü an Empathie gibt sie anhand ihres 5-Sterne-Prinzips¬© konkrete Antworten auf diese Frage. Seit 2005 leitet sie ihre eigene Trainingsfirma ion international und ist Mitinhaberin des Instituts f√ľr Pers√∂nlichkeit in K√∂ln. Dar√ľber hinaus ist sie ausgebildeter Business Coach sowie f√ľr zahlreiche diagnostische Instrumente zertifiziert. Renommierte nationale und internationale Unternehmen sch√§tzen ihre Erfahrung und Expertise sowie ihr Wissen √ľber diagnostikbasierte Pers√∂nlichkeitsentwicklung.


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