Karrierefaktor 21. August 2014

Unangenehme Fragen im Vorstellungsgespräch

Fragen die Sie verlegen Machen im Jobinterview
© Knut Wiarda

‚ÄěWarum waren Sie eigentlich so lange arbeitslos?‚Äú ‚Äď Das sitzt! Heutzutage versuchen Arbeitnehmer immer √∂fter Ihre Bewerber aus der Reserve zu locken, in dem sie fiese Fragen stellen. Sie √ľberpr√ľfen dadurch die F√§higkeit Ihrer Bewerber unangenehme Situationen geschickt zu handhaben. Um souver√§n aufzutreten und den Personaler von sich zu √ľberzeugen ist eine detaillierte Vorbereitung ungemein wichtig.

Ob die Fragen in Ihrem Vorstellungsgespr√§ch fies oder nett ausfallen, haben Sie in gewisser Weise selber in der Hand. In den meisten F√§llen ist es so, dass sich der Personaler nur dann gemeinen Fragen bedient, wenn der Bewerber sich unpassend verhalten hat. Sollte Sie also Fragen wie beispielsweise ‚ÄěWas k√∂nnen Sie eigentlich?‚Äú oder ‚ÄěWas genau hat Ihnen an Ihrem letzten Arbeitgeber nicht gefallen?‚Äú gestellt bekommen, sollten Sie aufmerksam werden, Ihr Verhalten √ľberdenken und Ihre Antworten mit Bedacht w√§hlen. Unterstreichen Sie Ihre Kompetenzen (doch Vorsicht: Hier nur die nennen, die f√ľr das Unternehmen relevant sind) und hauen Sie Ihren alten Arbeitgeber nicht ‚Äöin die Pfanne‚Äė. Dies zeugt von Illoyalit√§t gegen√ľber Ihren Arbeitgebern.

Nat√ľrlich gibt es auch die Unternehmen, die heraus finden m√∂chten, wie spontan, selbstbewusst und mutig der Bewerber ist. Traut er sich vielleicht dem Vorgesetzten in gewisser Weise ‚ÄöKontra zu geben‚Äė oder tut er genau das, was von ihm erwartet wird (dies ist in keinem Fall schlecht)? Herrscht w√§hrend Ihres Gespr√§chs eine entspannte und lockere Atmosph√§re, trauen Sie sich auch mal eine kecke, mutige und unerwartete Antwort zu geben. Selbstbewusstes Auftreten hinterl√§sst immer einen positiven Eindruck und bei vielen Fragen wei√ü der Personaler meistens selber nicht genau, welche Antwort er von Ihnen erwartet ‚Äď √ľberraschen Sie Ihn also mal.

Sollten Sie wirklich unangenehme Frage gestellt bekommen, lassen Sie Ihr Bauchgef√ľhl entscheiden, auf welche Weise Sie nun antworten. Wenn eine gesch√§ftliche und/oder distanzierte Atmosph√§re herrscht, sollten Sie in jedem Fall gut √ľberlegt und ernsthaft antworten. Sollte die Stimmung hingegen entspannt sein, k√∂nnen Sie sich ruhig etwas trauen. Bereiten Sie sich auf die verschiedensten Fragen vor und haben Sie immer eine Antwort parat, wobei Sie darauf achten sollten, dass Sie diese nicht auswendig aufsagen k√∂nnen, sondern Spielraum da ist, sodass Sie Ihre Antworten immer der Situation anpassen k√∂nnen ‚Äď besonders bei¬†unangenehmen Fragen.

Ehrlichkeit und Authentizität zahlt sich meistens aus!

Unangenehme Fragen im Überblick:

  • Warum waren Sie eigentlich so lange arbeitslos?
  • Was k√∂nnen Sie eigentlich?
  • Was hat Ihnen an Ihrem letzten Arbeitgeber nicht gefallen?
  • Was hat Ihnen an Ihren ehemaligen Kollegen nicht gefallen?
  • Wenn Sie jetzt wechseln, was w√ľrden Sie von Ihrer bisherigen T√§tigkeit vermissen?
  • Was war die schwerste Entscheidung, die Sie bisher treffen mussten?
  • Worin liegt f√ľr Sie der Unterschied zwischen einer guten und einer au√üergew√∂hnlichen F√ľhrungskraft?
  • Bitte beschreiben Sie, wie es war, als Sie f√ľr Ihre Arbeit kritisiert worden sind?
  • Wie finden Sie es, wenn Sie kritisiert werden?
  • Wann haben Sie das letzte Mal eine Vorschrift missachtet und warum?
  • Welche Rolle spielt Geld f√ľr Sie?
  • Was ist Ihre schlechteste Charaktereigenschaft?
  • Erz√§hlen Sie mir was √ľber Ihr Leben nach dem Kindergarten!

Besonders knifflige Fragen:

  • Wie lange dauert es, bis Sie bei uns einen signifikanten Beitrag leisten?
  • Welche positiven Eigenschaften fehlen Ihnen?
  • Wie komme ich als Interviewer bei Ihnen an?
  • Sind Sie sicher, dass Sie f√ľr diesen Job richtig geschult sind?

Weitere unangenehme Fragen und auch solche, die ein Personaler Ihnen nicht stellen darf, finden Sie hier.

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