Karrierefaktor 27. April 2015

Die Geschichte der Personalbeschaffung

Im Unternehmen zusammenarbeiten
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Das moderne Personalmanagement gehört zu den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Stellschrauben eines Unternehmens. Mitarbeiter können den wirtschaftlichen Durchbruch fĂŒr einen Betrieb bedeuten, oder dessen Ruin. Heutzutage lĂ€sst sich das Personalmanagement in drei große Bereiche einteilen. Die Personalgewinnung beschreibt den Prozess der Suche nach geeigneten Mitarbeitern durch innovative Konzepte, wobei das Hauptaugenmerk hier auf dem BewerbungsgesprĂ€ch liegt, bei dem identifiziert wird, ob ein Mensch zum Unternehmen passt oder nicht. Mit der Personalentwicklung werden hingegen verborgene Potentiale der Mitarbeiter gefördert, was langfristig die QualitĂ€t der Arbeiterschaft anhebt. Letztendlich wird mit der Personalbindung mittels kreativer Instrumente zur Motivationssteigerung versucht, BeschĂ€ftigte emotional an den Betrieb zu binden, um eine hohe LoyalitĂ€t hervorzurufen.

Die AnfÀnge

Bis sich solche Theorien entwickelten, verging viel Zeit. Denn das Thema Personalbeschaffung kann auf eine reichhaltige Geschichte zurĂŒckblicken. WĂ€hrend viele Historiker bereits bei den alten Römern, Griechen und Ägyptern von ersten Formen eines Lebenslaufes ausgehen, beginnt das moderne Recruitment, wie wir es kennen, in den 1940er Jahren als eine Folge des zweiten Weltkrieges. Die hohe Nachfrage an Soldaten riss ein tiefes Loch in das damalige Personalwesen der Betriebe. Eine neue Lösung musste her und diese hieß Arbeitsagentur. Um die LĂŒcken auf den ArbeitsplĂ€tzen zu schließen, fingen die Agenturen an mit Werbung nach ArbeitskrĂ€ften, die nicht eingezogen wurden, zu suchen. Der Durchbruch kam nach dem Ende des Krieges mit der Vermittlung von unzĂ€hligen Kriegsveteranen.

Die Auswirkungen des Wirtschaftsboom der 1950er und 60er Jahre brachten das Personalwesen weiter nach vorn. Viele neue Unternehmen beauftragten die Arbeitsagenturen mit der Suche nach neuem Personal aus. Diese integrierten sich in den 70er Jahren mehr und mehr in die Firmen, fĂŒr die sie arbeiteten und bilden die Grundlage fĂŒr das Personalwesen, wie wir es heute kennen.

KanÀle und Kommunikation

Die AnfĂ€nge des Vertriebs solcher Stellenanzeigen machten neben der Mund-zu-Mund Weitergabe Anschlagtafeln, welche langsam hin zu Zeitungsannoncen fĂŒhrten. Das zeigt eine interessante Infografik von talentbin.com. Mit der Entwicklung des Computers wurde das Speichern von LebenslĂ€ufen zwar vereinfacht, aber die fehlende Vernetzung durch das Internet in den 1980er Jahren brachte die Kommunikation zwischen Arbeitgeber und –suchenden nicht voran. Das Early Web brachte um 1995 herum den endgĂŒltigen Durchbruch. Online Jobbörsen wie craigslist und monster.com vereinfachten die Suche erheblich und Betriebe fingen an direkt auf der eigenen Homepage fĂŒr vakante Stellen zu werben. Diese Entwicklung vervollstĂ€ndigt sich mit dem AufblĂŒhen von Social Media sowie Jobportalen wie Xing und Stepstone. Karrierevideos von Unternehmen, in denen entweder mit Witz oder seriös fĂŒr den Arbeitsplatz geworben wird, werden immer mehr zum Trend. Reachlocal zeigt, wie man es richtig macht.

Personalmanagement ist lĂ€ngst nicht mehr nur das Finden neuer Mitarbeiter. Allerdings könnte auch unser heutiges Bild nur der Anfang sein. Wer weiß, wie man in 50 Jahren auf die aktuellen Techniken schauen wird?

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