Gastbeitrag Gastbeitrag 12. Oktober 2012

Soziale Netzwerke – Bewerbungschance oder -falle?

Ăśber Soziale Netzwerke bewerben
© Sergey Nivens

Morgens schnell checken, ob neue Nachrichten und Kommentare eingegangen sind. Mittags kurz „posten“, wo man sich gerade aufhält und was es zu essen gibt. Abends mit Freunden chatten und die Fotos vom letzten Wochenende online austauschen… Viele von uns kennen das: Der Besuch sozialer Netzwerke gehört genauso zum täglichen Leben wie das Zähneputzen und das Telefonieren mit der besten Freundin.

In Zahlen und Fakten bedeutet das: 75,9 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren sind aktive Internetnutzer. Dies sind 53,4 Millionen Menschen. Davon sind mehr als die Hälfte in sozialen Netzwerken vertreten und haben somit persönliche Daten im Internet veröffentlicht. Paradoxerweise vertreten laut der aktuellen BITKOM-Studie zum Thema „Datenschutz im Internet“ 65 Prozent der Internetnutzer zwischen 14 und 29 Jahren die Meinung, dass ihre persönlichen Angaben im Internet im Allgemeinen eher unsicher bis völlig unsicher sind. Dabei nutzt insbesondere diese Generation am häufigsten die Möglichkeit, persönliche Dateien und Dokumente – vorzugsweise Fotos und Videos – im Internet zu verwalten.

Problematisch wird es, wenn unansehnliche Fotos, die auf einen übermäßigen Alkohol- oder gar Drogenkonsum hinweisen, und despektierliche Kommentare ihren Weg ins World Wide Web finden. Betrunken im Club, auf der Party blank ziehen… Was in einer Schnapslaune noch lustig war, kann nüchtern betrachtet extrem peinlich sein und sehr schnell den virtuellen Ruf verderben – erst recht, wenn die Bewerbung um ein Ausbildungs- beziehungsweise Praktikumsplatz oder dergleichen ansteht.

Wie die Studie von BITKOM weiter besagt, nutzt jeder zweite Personaler das Internet, um zusätzliche Informationen über Bewerber zu sammeln. In erster Linie werden dazu Online-Suchmaschinen wie Google genutzt, knapp 20 Prozent der Personalverantwortlichen werfen zusätzlich einen Blick in die gängigen sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Karriere-Portale wie Xing und LinkedIn. Damit es im Bewerbungsgespräch nicht zu unangenehmen Fragen kommt, sollten folgen Tipps zum richtigen Umgang mit Facebook, Twitter und Co. berücksichtigt werden:

 1. Schau selbst mal nach, was über dich zu finden ist:

Das sogenannte „EGO-Googeln“, also das Eingeben des eigenen Namens in Suchmaschinen, hilft herauszufinden, welche Informationen über die eigene Person im Internet zu finden sind.

 2. Lass unvorteilhafte Aufnahmen entfernen (oder gar nicht erst entstehen):

Sind Fotos von dir im Umlauf, die dir unangenehm sind und zu intime Einblicke in dein Leben gewähren, so bitte deine Kontakte oder den Webseiteninhaber, diese zu löschen. Noch besser ist es jedoch, darauf zu achten, dass solche Aufnahmen gar nicht erst entstehen. Durch die ständige Präsenz von Smartphones ist es zur Normalität geworden, bei jeder Kleinigkeit, dass Handy zu zücken und drauf los zu knipsen. Hier sollte das Motto gelten: „Weniger ist mehr.“ Sei es auf einer Party oder auf dem Schulhof: achte darauf, dass andere nicht ungefragt Fotos von dir machen.

 3. Setze auf Sicherheit:

Passe deine Privatsphäre-Einstellungen so an, dass Fremde keinen Zugriff auf dein Profil haben und nur deine echten Freunde private Informationen einsehen können. Da die meisten Portale permanent weiterentwickelt werden, überprüfe deine Einstellungen regelmäßig, ob sie noch den von dir gewählten Vorgaben entsprechen.

 4. Erst denken, dann schreiben:

Was im Internet geschrieben wird, bleibt im Internet gespeichert. Umso wichtiger ist es, bei Beiträgen und Kommentaren darauf zu achten, sachlich zu bleiben. „Der Ton macht die Musik.“ spielt auch im Netz eine wichtige Rolle. Bevor du also bei einer hitzigen Online-Diskussion in Rage den falschen Ton anschlägst, sei besser überlegen und reagiere mit Humor. Das weckt Sympathien.

 5. Sorge für einen professionellen Auftritt:

Steht eine Bewerbungsphase an, so hinterlasse auch virtuell einen positiven Eindruck. Verwende deinen richtigen Namen und wähle ein vorteilhaftes Profilbild. Räume dein Profil auf und ersetze Statusmeldungen durch die Angaben deiner letzten Praktika. So kannst du ruhigen Gewissens Fan der Karriere-Seite deines Wunsch-Arbeitgebers werden.

 6. Glänze mit Manieren:

Noch vor der tatsächlichen Bewerbung können soziale Medien helfen, einen ersten Kontakt zu den Personalentscheidern zu bekommen. Gerade Berufseinsteigern gegenüber treten Unternehmen in sozialen Netzwerken lockerer auf. Achte dabei darauf, dass du in deiner Rechtschreibung oder Ausdrucksweise nicht nachlässig bist – so kommst du deinem Traumjob einen Schritt näher.

 

 

 

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Gastbeitrag Gastbeitrag von: talentfabrik24
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Die talentfabrik24 ist das Info- und Jobportal für Schüler, Auszubildende, Studenten und Berufsanfänger. Durch eine spezielle Suche können Nachwuchskräfte in ihrer gewünschten Region nach Ausbildungsplätzen, Praktika und Einstiegs- und Nebenjobs suchen. In der Rubrik Talents Talk wird regelmäßig auf der talentfabrik24 über Erfahrungen rund um die Themen Schule, Studium und Bewerbung berichtet.


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