Karrierefaktor 19. Februar 2015

Vorstellungsgespr√§ch: Nicht nur Bewerber m√ľssen sich vorbereiten

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Personaler vergessen den Namen des Kandidaten oder haben die Bewerbungsunterlagen des Bewerbers verlegt, Gesch√§ftsf√ľhrer Essen und Trinken w√§hrend des Gespr√§chs: Vorstellungsgespr√§che laufen oft nicht so ab, wie sich Bewerber das w√ľnschen.

Ein Vorstellungsgespr√§ch ist der wichtigste Schritt bei der Bewerbung um einen neuen Job – und ein folgenreicher dazu. Die Vorbereitungen auf das pers√∂nliche Gespr√§ch beginnen bereits Wochen zuvor, alle m√∂glichen und ebenso unm√∂glichen Fragen werden perfekt einstudiert, denn schlie√ülich muss der erste Eindruck nachhaltig √ľberzeugen. Die Bewerber investieren viel Vorbereitungszeit und Aufwand, doch wie sieht es eigentlich auf der Gegenseite aus? Man m√∂chte meinen, dass auch das Unternehmen einiges im Voraus zu beachten hat, denn schlie√ülich m√∂chten auch sie doch im besten Licht dastehen, oder? Eine aktuelle Umfrage beweist, dass genau dies momentan nicht immer gegeben ist.

Die Bewerber kritisieren die Verhaltensweisen der Personaler zunehmend und werfen diesen vor schlecht vorbereitet zu dem Gespr√§ch zu erscheinen. Wenn sie die Bewerbungsunterlagen √ľberhaupt kennen, dann wurden sie nur hastig vor dem Termin √ľberflogen. Nur wenige Kandidaten haben somit den Eindruck, dass der Personaler sich wirklich mit der Bewerbung besch√§ftigt hat.

Genau hierin liegt ein weiteres Problem: Der Personaler. Die Mehrzahl der Bewerber m√∂chte die Leute kennen lernen, mit denen sie vielleicht in den n√§chsten Jahren eng zusammenarbeiten oder wissen wie ihr zuk√ľnftiger Chef aussieht und ob er kompetent ist. Dies kann durch einen Personaler nicht vermittelt werden.

Laut aktuellen Zahlen m√∂chte die Mehrzahl der Bewerber unbedingt mit einer F√ľhrungskraft des Unternehmens sprechen, dicht gefolgt von den k√ľnftigen Kollegen. Auch ein Mitarbeiter aus der zust√§ndigen Abteilung ist beliebt bei Vorstellungsgespr√§chen. Letztendlich sollten aber die Vorgesetzten √ľber den geeignetsten Bewerber f√ľr das Unternehmen entscheiden.

Dieser ermittelten Tatsachen decken sich mit den Erfahrungen vieler Arbeitnehmer. Sie berichten davon, dass sie w√§hrend des Vorstellungsgespr√§ches mit dem falschen Namen angesprochen wurden, die Personaler oder Mitarbeiter einer Personalabteilung zu sp√§t kamen oder sogar, dass Gesch√§ftsf√ľhrer w√§hrend des Bewerbungsgespr√§chs sein Mittagessen geschlemmt hat.

F√ľr das Image des Unternehmens sind solche Bewerbererfahrungen verheerend, denn sie sprechen sich herum und angesichts der H√§ufung solcher Berichte sollten Unternehmen dieses Thema ernst nehmen.

Sollen auch Sie etwas √§hnliches im Vorstellungsgespr√§ch erlebt haben, d√ľrfen Sie sich ruhig trauen etwas zu sagen. Es liegt im Interesse des Unternehmens seri√∂s, kompetent und ehrlich zu sein und gerade wenn es sich um Personaler und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen handelt, wird Ihnen der Gesch√§ftsf√ľhrer und das Unternehmen an sich dankbar sein. Oft verlassen sich Vorgesetzte auf ihre Angestellten und wissen nicht immer, was genau passiert. Sie m√ľssen sich als Bewerber nicht unter Wert verkaufen und sich nicht alles gefallen lassen ‚Äď Wenn Sie etwas sagen, kann sich auch etwas √§ndern.¬†

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