Karrierefaktor 20. März 2017

Was ist bei der Probezeit zu beachten?


Hat man endlich seinen Traumjob ergattert, ist die anfängliche Motivation in der Regel groß. Doch bevor man den ersehnten Arbeitsplatz endlich zu 100 Prozent sicher in der Tasche hat, fordern immer mehr Arbeitgeber zuvor die Absolvierung einer Probezeit.

In diesem Artikel wird erklärt, worauf ihr dabei besonders achten solltet.

 

Verschiedene Arten der Probezeit

Natürlich möchte man beweisen, dass man zurecht eingestellt wurde und strengt sich demzufolge während der Probezeit oftmals besonders stark an. Dazu gehört auch, dass man gern mal die ein oder anderen Überstunde schiebt. Dabei sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass man nicht ausgenutzt wird, während man sich voller Eifer an die neuen Aufgaben wagt.

Denn leider ist man für manche Chefs während dieser „Testphase“ noch nicht mehr als eine billige Arbeitskraft, die nicht so richtig ernst genommen wird. Habt ihr ganz großes Pech, dann kommt nach euch sogar gleich der nächste Bewerber und ihr steht wieder genauso da wie vorher – nämlich ohne Job.

 

Wie groß die Chance ist, die angestrebte Stelle später tatsächlich zu bekommen, verrät mitunter schon ein Blick in den Arbeitsvertrag. Bei diesem lassen sich in der Regel zwei Varianten unterscheiden:

  • das befristete Probearbeitsverhältnis, das nach einer bestimmten Zeit ohne Anspruch auf eine Übernahme endet
  • der unbefristeten Dauerarbeitsvertrag, bei dem im Vorfeld eine meist mehrmonatige Probezeit zu absolvieren ist

Ist Letztere abgeschlossen, besteht automatisch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen.

 

Urlaub während der Probezeit

Je nach Art Tätigkeit sind Probezeiten übrigens unterschiedlich lang. Grundsätzlich sollte eine Dauer von sechs Monaten allerdings nicht überschritten werden. Während dieser Zeit besteht sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber die Möglichkeit, von der sogenannten „verkürzten Kündigungsfrist“ Gebrauch zu machen. Diese besagt, dass ein Job mit einer zweiwöchigen Frist gekündigt werden kann.

Übrigens hat man während der Probezeit theoretisch auch das Recht, sich ein paar freie Tage zu gönnen, denn pro Monat hat jeder Angestellte Anspruch auf ein Zwölftel des Jahresurlaubs.

 

Nicht selten wird für die Probezeit jedoch eine Urlaubssperre vom Vorgesetzten verhängt, an die man sich dann auch halten sollte. Doch egal ob mit oder ohne Erlaubnis: Urlaubstage nehmen sollte man sich während der ersten Wochen ohnehin nur, wenn es gar nicht anders geht. Alles andere wirkt nicht so, als ist euch der neue Job wirklich wichtig.

Grundsätzlich gilt: Wer sich seinen neuen Kollegen gegenüber freundlich und hilfsbereit verhält, die ihm aufgetragenen Aufgaben gewissenhaft erledigt und versucht, sich in die Arbeitsabläufe zu integrieren, hat gute Chancen, nach der Probezeit ein fester Mitarbeiter des Unternehmens zu werden.

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