Karrierefaktor 29. August 2017

Welche Aufgaben hat ein Social-Media Manager?

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Mit den rasant fortschreitenden Entwicklungen rund um das Internet entstehen immer mehr Jobs, die es vorher nicht gegeben hat. Wirfst du einen Blick in die Stellenanzeigen, siehst du, das viele Unternehmen nach Social Media Managern suchen. Aber was genau sind die Aufgaben in diesem Beruf? Wir haben für dich hinter die Kulissen geschaut.

 

Aufgaben aus zwei Berufen

Ein Social Media Manager veröffentlicht einerseits Neuigkeiten, Teaser und andere Beiträge in den sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. und ist andererseits dafür da, auf Fragen oder Kritik zu reagieren und Diskussionen zu begleiten. Entsprechend übernimmt er relativ viele Aufgaben, die sonst in den Arbeitsbereich von PR-Managern oder Pressesprechern fallen würden.

Das ist aber noch nicht alles: Als Social Media Manager bist du viel unmittelbarer bei den Kunden als einer der anderen genannten Kollegen. Es wird von dir erwartet, dass du schnell und flexibel bist, aber immer den richtigen Ton triffst.

 

Diese Soft Skills sind unabdingbar

Als Social Media Manager musst du grundsätzlich am Puls der Zeit sein, auf neue Entwicklungen eingehen und den Kunden Rede und Antwort stehen. Kritisiert jemand auf unfaire Weise das Unternehmen öffentlich bei Twitter, musst du deine Antwort sachlich und freundlich formulieren – auch, wenn dir eigentlich ganz andere Ausdrücke auf der Zunge liegen.

Schlagfertigkeit und Kreativität sind zwar auch gefragt, aber ein unpassender Witz an falscher Stelle kann dich glatt den Job kosten, daher solltest du grenzwertigen Humor besser außen vor lassen. Zu deinen Aufgaben gehört es, Bedenken zu zerstreuen, Hilfestellung zu leisten und das Unternehmen in einem guten Licht da stehen zu lassen.

 

Empathisch und kreativ

Du verfasst News und andere Artikel, in denen du über Produkte, Dienstleistungen oder Events des Unternehmens berichtest. Dafür musst du zu Teilen den Ton treffen, der in deinem Unternehmen üblich ist, zu Teilen aber auch auf die Gepflogenheiten des Mediums Rücksicht nehmen und die Kunden erreichen. Das kann ein Balanceakt werden.

Du musst dich daher gut in die jeweiligen Kundenkreise hineinversetzen und mit verschiedenen Stilen jonglieren können. Außerdem gibt es unterschiedliche Rahmen: Bei Facebook zum Beispiel hast du etwas mehr Raum als bei Twitter, wo du dich ja im Normalfall auf 140 Zeichen beschränkst. Allerdings solltest du auch bei Facebook nicht zu ausschweifend werden: In der Kürze liegt die Würze. Um dein Anliegen kompakt und spannend an den Mann zu bringen, musst du manchmal ziemlich kreativ werden.

 

Technisches Geschick und Analysefähigkeiten

Es ist nicht damit getan, dass du dich mit deinem Unternehmen und der Zielgruppe gut auskennst und dass du die Handhabung der sozialen Medien beherrschst: Wenn du Kampagnen entwickelst, um zum Beispiel neue Kundengruppen anzusprechen, verwendest du bestimmte Tools, um deinen Erfolg zu überwachen.

Das heißt, du kannst bestimmte Kampagnen in einem kleinen Rahmen erst einmal ausprobieren, und wenn sie hier gut angenommen werden, vergrößerst du die Reichweite. Um die Tools richtig anwenden zu können, ist technisches Geschick vonnöten. Analytisches Denken sollte dir ebenfalls nicht fremd sein. Den Verlauf der Kampagnen zeichnest du in Reportings für deinen Arbeitgeber nach.

 

Rechtlich auf dem neusten Stand

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum! Vor allem bei Urheberrechts- oder Datenschutzverletzungen verstehen die deutschen Gerichte keinen Spaß. Verwendest du als Social Media Manager also Bilder, an denen du keine Rechte hast, oder gibst du versehentlich Informationen über Dritte preis, kann das schnell sehr teuer für dein Unternehmen werden.

Entsprechend ist es unumgänglich, dass du dich stets auf dem neusten Stand hältst, was die entsprechenden Gesetze betrifft. Verlass dich hier nicht auf Weisheiten aus Foren: Hier kannst du noch so wenig hilfreiche Tipps bekommen wie „schreib den Namen des Fotografen dazu, das reicht“. Das ist nicht richtig und führt zu unschönen Rechtsstreitigkeiten, denen du leicht aus dem Weg gehen kannst.

 

Morgens der erste Schritt

Als Social Media Manager wirst du grundsätzlich morgens als Erstes zu deinem Smartphone greifen und die Tweets und News in deinem Bereich aus der Nacht lesen. Ist irgendetwas Einschneidendes Geschehen, musst du dich als erstes so gut wie möglich informieren, damit du auf die Fragen, die bald zahlreich hereintrudeln werden, gut formulierte Antworten bieten kannst. Die Leute wollen Mehrwert, wenn sie fragen, keine ausweichenden Floskeln. Und darum musst du immer auf dem Laufenden sein.

Natürlich erwartet kein Mensch von dir, dass du auch nachts oder am Wochenende regelmäßig arbeitest. Je nachdem, in welcher Branche du tätig bist und was für Events ihr veranstaltet, kannst du aber durchaus auch einmal neben den typischen Bürozeiten arbeiten müssen, bei Frage-Antwort-Stunden etwa oder wenn deine Firma ein bestimmtes Event begleitet oder ausrichtet.

 

Wo arbeiten Social Media Manager?

Damit sich die Stelle eines Social Media Managers lohnt, muss ein Unternehmen schon zu den Größeren gehören. Sonst können etwa Online-Redakteure, PR-Leute, Pressesprecher und freie Texter die Aufgaben noch unter sich aufteilen. Starke internationale Marken aber, die ein bestimmtes Image pflegen und vor allem auch Gruppen ansprechen, die in den sozialen Netzwerken stark vertreten sind, beschäftigen fast immer Social Media Manager. Gleiches gilt für Informationsunternehmen wie zum Beispiel Fernsehsender oder überregionale Zeitungen.

 

Wie wird man ein Social Media Manager?

Wie bei vielen noch jungen Berufen gilt auch für den Social Media Manager, dass die Bezeichnung nicht geschützt ist. Bislang gibt es keine einheitliche Ausbildung und entsprechend auch keinen vorgeschriebenen Abschluss und kein Dokument, das du für diese Berufsbezeichnung vorlegen müsstest.

Viele der Angestellten, die jetzt in diesem Beruf arbeiten, sind durch Aufgabenneuverteilungen im Unternehmen und gegebenenfalls durch Weiterbildungen an diese Position gerutscht. Es ist absehbar, dass sich das im Laufe der nächsten Jahre ändern wird: Da immer mehr Unternehmen von den Vorteilen der Arbeit in den sozialen Netzwerken profitieren möchten, wird es bis zur Einführung der ersten entsprechenden Studiengänge nicht mehr lange dauern.

Bis dahin aber kannst du dir durch Fort- oder Weiterbildungen die notwendigen Fähigkeiten aneignen. Der Studiengang Medien- und Kommunikationsmanagement vermittelt ebenfalls viele der Skills, die du als Social Media Manager brauchst. Besonders wichtig ist aber im Moment noch, dass du ein Händchen für die spannenden News und die richtigen Formulierungen hast, dass du in deinem Job aufgehst und vermittelst, dass dein Unternehmen sich jederzeit um alle Anliegen kümmert.

 

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