Karrierefaktor 15. Mai 2017

Wie schreibt man eine K√ľndigung? So geht’s.


Ist man mit seinem Job unzufrieden, stellt man sich oft die Frage, ob man sich dennoch weiterhin t√§glich zur Arbeit qu√§len oder lieber k√ľndigen sollte. Hat man sich zu Letzterem entschlossen, so ist der schwierigste Schritt ‚Äď die Entscheidung ‚Äď schon einmal getan. Dennoch gibt es einige Dinge zu beachten, damit der Ausstieg aus einer Firma problemlos √ľber die B√ľhne geht.

 

Die richtigen Gr√ľnde f√ľr eine K√ľndigung

Dass man sich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen m√∂chte, kann viele Ursachen haben. Oftmals tragen beispielsweise das Gef√ľhl einer geringen Wertsch√§tzung, zu wenig Gehalt, Mobbing oder Langeweile Schuld an einer unbefriedigenden Situation. Doch auch das Gegenteil, n√§mlich eine √úberforderung durch zu viele Aufgaben in Verbindungen mit endlosen √úberstunden, stellen h√§ufig einen K√ľndigungsgrund dar.

M√∂chte man sich gern weiterentwickeln, k√∂nnen zudem fehlende Karriereperspektiven den ausschlaggebenden Grund f√ľr die Trennung vom Unternehmen liefern. Des Weiteren entscheiden sich oft diejenigen zu diesem Schritt, die ohnehin schon Angst um ihren Job haben und sich lieber schon einmal nach einer neuen Stelle umsehen, bevor sie sp√§ter die K√ľndigung von ihrem Chef erhalten.

Neben diesen gut nachvollziehbaren Gr√ľnden entstand so manche K√ľndigung aber auch schon aus einer Kurzschlussreaktion heraus und wurde sp√§ter bitter bereut. Darum sollte man lieber erst einmal abwarten, ob sich die Wut √ľber den Vorgesetzten, die unfaire Kritik der anderen Mitarbeiter oder der generelle Frust √ľber die momentane Situation nach ein paar Tagen nicht doch wieder legt.

Ihrem Chef bzw. der Personalabteilung seid ihr bei einer K√ľndigung √ľbrigens keine Erkl√§rung schuldig. Dennoch ist es dem Unternehmen m√∂glicherweise wichtig zu wissen, weshalb sie einen guten Mitarbeiter verlieren. Au√üerdem kann ein vertrauliches Gespr√§ch auch euch dabei helfen, zu erfahren, wie euer Arbeitgeber die Dinge, die euch so sehr gest√∂rt haben, wahrgenommen hat.

 

Formale Anforderungen an ein K√ľndigungsschreiben

Habt ihr euch dazu entschlossen, einem Unternehmen den R√ľcken zu kehren, geht es nun an das Schreiben der K√ľndigung. Hierbei ist es wichtig, bestimmte Vorgaben zu beachten, da sie anderenfalls als unwirksam betrachtet werden kann.

Auf der Hand liegt, dass das K√ľndigungsschreiben zun√§chst einmal eure pers√∂nlichen Angaben ‚Äď also Name und Adresse ‚Äď sowie die jeweiligen Daten der Firma enthalten sollte. Arbeitet ihr in einem sehr gro√üen Unternehmen, kann die Auflistung von weiteren Informationen eine Verwechslung mit Personen ausschlie√üen, die eventuell den gleichen Namen tragen wie ihr.

Hilfreich sind hierbei etwa euer Geburtsdatum oder eure Abteilung. Dar√ľber hinaus muss in jedem Fall das aktuelle Datum in der Kopfzeile vermerkt werden, um sicherzugehen, dass die gesetzlichen K√ľndigungsfristen eingehalten werden.

Einige Zeilen weiter unten sollte dann das Wort ‚ÄěK√ľndigung‚Äú in der Betreffzeile vermerkt werden. So ist eindeutig, welchen Inhalt euer Schreiben hat. Wie der weitere Text aussieht, bleibt im Wesentlichen euch √ľberlassen. Wichtig ist nur, klar und deutlich zu formulieren, dass ihr euer Arbeitsverh√§ltnis beenden wollt.

Am Ende darf eure Unterschrift mit vollem Namen(!) aber nat√ľrlich nicht fehlen, damit der Brief rechtskr√§ftig ist. Somit ist es auch selbstverst√§ndlich, dass eine K√ľndigung immer in Papierform erfolgen muss und nicht etwa per E-Mail oder Fax. Dar√ľber hinaus wird empfohlen, sich den Eingang des K√ľndigungsschreibens best√§tigen zu lassen, um Missverst√§ndnisse ausschlie√üen zu k√∂nnen.

Beachtet ihr diese Sachen, steht eurem letzten Arbeitstag im aktuellen Unternehmen nichts mehr im Weg!

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