Gastbeitrag Gastbeitrag 6. Mai 2013

Interkulturelle Kompetenz – die richtigen Umgangsformen beherrschen

Berlitz - Weiterbildung interkulturelle Kompetenz
Berlitz

Internationale Teams, globale Kundenkontakte, interkulturelle  Geschäftsbeziehungen: Die Kommunikation mit anderen Nationen wird für uns Deutsche zunehmend wichtig.

Wie man sein Bewusstsein im Umgang mit anderen Kulturen schult und die richtigen Regeln zwischen Begrüßung und Verabschiedung beherrscht, lässt sich in speziellen Seminaren systematisch trainieren.

Vor allem die Beziehungen zu Asiaten und US-Amerikanern werden für die Deutschen immer bedeutender – das zeigt sich auch in der steigenden Nachfrage nach speziellen Weiterbildungsseminaren in diesem Bereich. Diese Seminare befassen sich mit konkreten Ländern und Kulturen, ihren Eigenheiten und wie man als Deutscher damit umzugehen lernt. Dazu einige Beispiele:

Chinesen sind typischerweise geprägt von Etikette und Ritualen und dadurch für westliche Partner und Kollegen nur schwer zu durchschauen. Bei einem Meeting erfolgt die Vorstellung entsprechend der Hierarchie, die Leiter jeder Partei sind die Wortführer. Höflichkeit ist das erste Gebot, wobei die Sprecher nicht unterbrochen werden dürfen.

Im Umgang mit indischen Geschäftspartnern sollte man wissen, dass Meetings in Indien sehr beliebt und häufig sind, sie dauern mindestens eine Stunde, oft sogar vier bis acht Stunden.

Ein Treffen mit US-Amerikanern hingegen verläuft wenig formell: Man erhebt sich, sucht den Augenkontakt des Gegenübers, reicht ihm die Hand und sagt lediglich seinen Namen. Die Nennung des Titels ist nicht notwendig und wird oft als arrogant ausgelegt. Hierarchische Strukturen gibt es kaum, Entscheidungen werden in Teammeetings getroffen.

Zudem kann man lernen, unterschiedliche Kulturstandards wahrzunehmen und Strategien zu entwickeln, die sich unabhängig von bestimmten Kulturkreisen anwenden lassen. Diese generelle interkulturelle Kompetenz gibt Sicherheit für viele Kommunikationsanlässe im globalen Umfeld.

Grundsätzlich ist es wichtig, sich selbst besser kennen zu lernen und eine offene Haltung gegenüber fremden Kulturen zu entwickeln. Mit Übungen zu Selbst- und Fremdwahrnehmung lässt sich diese Fähigkeit erlernen. Im Ergebnis ermöglicht uns dies, offen auf die Menschen zuzugehen und mit ungewohnten Situationen gelassener umzugehen. Ziel ist, Ängste und Stereotypen abzubauen und zu erkennen, dass die eigenen Werte und Verhaltensmuster kulturell erlernt und nicht universell gültig sind. Wichtig ist zudem die Fähigkeit zum Perspektivwechsel. So lässt sich erkennen, wie das eigene Verhalten von anderen wahrgenommen wird und inwiefern das Gesagte und das Verhalten des Gegenübers mit kulturellen Eigenheiten zu erklären ist.

In Seminaren, die genau auf die globale Geschäftswelt abgestimmt sind, werden Manager und Mitarbeiter auf den Umgang mit anderen Kulturen vorbereitet. Viele Seminare finden direkt in Unternehmen statt, sodass die Inhalte individuell auf die Situation vor Ort abgestimmt werden können.

Bei all den nationalen Besonderheiten darf natürlich nicht vergessen werden, dass Kultur sich auf der individuellen Ebene äußert und es innerhalb einer Nation – letztlich einem künstlich geschaffenen geografischen Gebilde – große kulturelle Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen geben kann.

 

Buchempfehlung zum Thema

Newsletter abonnieren

Was bringt meine Karriere voran? Regelmäßige Tipps zu Karriere & Weiterbildung...

E-Mail-Adresse eintragen:
 Ich habe die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine E-Mailadresse zum Versand des Newsletters elektronisch erhoben und gespeichert wird. Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit fĂĽr die Zukunft hier per E-Mail an Karrierefaktor.de widerrufen.

 

Gastbeitrag Gastbeitrag von: Annette Fuchs
1101 0 0

Ăśber den/die Autor(in)

Annette Fuchs ist seit 2002 Geschäftsführerin von Berlitz Deutschland. Seit 2006 ist Annette Fuchs außerdem für rund die Hälfte aller Berlitz Center in Europa verantwortlich und treibt die Expansion in Deutschland, Luxemburg, Irland, Südafrika und der Schweiz voran. 1996 begann Fuchs bei Berlitz als Management Trainee. Nach zwei Jahren wurde sie zur Distrikt-Direktorin für Frankfurt, Eschborn, Offenbach, Wiesbaden, Mainz, Saarbrücken und Darmstadt ernannt. Fuchs begann ihre Karriere bei Peugeot in Paris im Sales- und Marketingbereich und arbeitete dann beim internationalen Büroausstatter Hermann Miller Group in München. Als eines ihrer Leitmotive nennt sie Authentizität und setzt diese in ihrem Führungsstil konsequent um.


Bildnachweis Vorschaubild:
Berlitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Top-Artikel

Weiterbildung

Ein gelungener Start fĂĽr Ihre englische E-Mail

Wie gut sind Ihre englischen E-Mails? Können Sie sicher verkehren und haben Sie stets die richtigen ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
70332 0 1
Firmenfahrzeug Im Job

Dienstwagen statt Gehaltserhöhung: Wann sich der Deal lohnt

Wenn der Chef die Bitte nach einer Gehaltserhöhung immer wieder ablehnt, bleibt noch die ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
35200 0 5
Gehalt

Wann muss das Gehalt auf dem Konto sein?

Ein monatliches Gehalt ist eine schöne Form von Sicherheit: Du kannst planen, einen Dauerauftrag ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
19493 0 0

Legende: Karrierefaktor = Karrierefaktor   Gastbeitrag = Gastbeitrag



Karrierefaktor

Google+