Karrierefaktor 21. Oktober 2016

7 Tipps f√ľr das Bewerbungsgespr√§ch


Der erste Eindruck zählt! Wie punktest du am besten im Bewerbungsgespräch? Rhetoriktrainer Michael Ehlers gibt exklusiv Tipps, worauf man vor, während und nach dem Bewerbungsgespräch achten sollte.

1. Gute Vorbereitung ist alles

Diese hilft dir nicht nur, einen besseren √úberblick √ľber das Unternehmen zu erhalten und souver√§n auf Fragen zu antworten, sondern auch dein Selbstbewusstsein zu st√§rken. Am besten recherchierst du zuerst umfassend √ľber das Unternehmen. In welcher Branche ist das Unternehmen t√§tig? Was besagt die Firmenphilosophie? Hier ist der erste Anlaufpunkt immer die Unternehmenswebsite.

Wenn diese inhaltlichen Fragen geklärt sind, ist als nächstes die Planung der Anfahrt wichtig. Du solltest immer einen zeitlichen Puffer einkalkulieren, falls Stau, Zugverspätungen oder sonstige Überraschungen eintreten.

 

2. Angemessenes Outfit tragen

Gibt es einen Dresscode in der Firma? Das hast du nat√ľrlich durch gr√ľndliche Recherche herausgefunden! Wenn du unsicher bist, informiere dich am besten bei der Personalabteilung. Generell aber gilt: Die Kleidung sollte geb√ľgelt und die Schuhe geputzt sein. Weniger ist mehr bei Make-up, Parfum, Schmuck und Ausschnitt! Stelle deine Kleidung vor dem Vorstellungstermin zusammen und trage nur das, worin du dich auch wohl f√ľhlst.

 

3. Höflich und offen sein

Sei immer p√ľnktlich! Ideal ist es, sogar ein paar Minuten fr√ľher da zu sein. So kannst du dich sammeln und noch einmal durchatmen, denn jetzt wird es ernst. Das Bewerbungsgespr√§ch ist kein Small Talk, dennoch kannst du mit Offenheit, Charisma, H√∂flichkeit sowie Empathie punkten. Bereite eine kurze Selbstpr√§sentation vor und gehe auf deine markantesten Stationen im Lebenslauf ein. Achte dabei darauf, die Stationen miteinander zu verbinden. So entsteht ein roter Faden.

Ganz wichtig: Sei authentisch und so entspannt wie möglich. Lass dich durch hartnäckige Fragen, durch ein Kreuzverhör im Stressinterview oder eine spontane Arbeitsprobe nicht aus der Ruhe bringen.

 

4. Ein Glas Wasser annehmen

Wenn du etwas zu trinken angeboten bekommst, solltest du es annehmen. Gerade, wenn man aufgeregt ist und viel redet, bekommt man schnell einen trockenen Hals. Außerdem kannst du bei schwierigen Fragen zum Glas greifen und etwas trinken, während du deine Antwort formulierst.

 

5. Mimik und Gestik beachten

Du sprichst langsam und deutlich, denn das wirkt kompetenter, als wenn jemand sehr schnell spricht. Achte au√üerdem auf deine K√∂rpersprache. Wir sagen nicht immer, was wir denken. Aber unsere K√∂rpersprache verr√§t, was wir f√ľhlen. Wende dich offen zu deinem Gespr√§chspartner, halte Blickkontakt und l√§chle. Achte auf die K√∂rpersignale deines Gegen√ľbers, wenn dieser gelangweilt dreinblickt, solltest du den Monolog z√ľgig beenden. Vergiss nicht, dass dies ein Jobinterview ist. Auch bei lockerer Atmosph√§re darfst du nicht zu viel √ľber Privates plaudern oder in ein ‚ÄěGelaber‚Äú verfallen.

Nicht wenige Kandidaten scheitern im Bewerbungsgespräch eben nicht an ihrer fachlichen Qualifikation, sondern genau wegen dieser nonverbalen Signale.

 

6. Die Sache mit den Stärken und Schwächen

Fragen zu persönlichen Stärken, Erfolgen bzw. Schwächen oder Niederlagen kommen ganz bestimmt. Darauf kannst du dich vorbereiten. Befasse dich vor dem Interview mit deinem Werdegang und halte anschauliche Beispiele bereit, die deine Aussagen untermauern.

Wer behauptet, er habe keine schwachen Seiten, wirkt unglaubw√ľrdig. Bereite dich auch auf diese Frage vor. Es versteht sich von selbst, dass die Schw√§chen nicht die Kernmerkmale der zuk√ľnftigen Aufgaben betreffen. Erkl√§re, wie du konstruktiv damit umgehst. Also zum Beispiel: ‚ÄěIch habe Probleme damit, vor gr√∂√üerem Publikum zu sprechen. Aber mir ist auch klar, dass ich das besser in den Griff bekommen muss. Deshalb besuche ich Rhetorikkurse.‚Äú

Stelle au√üerdem heraus, was dich von anderen Bewerbern unterscheidet. Wenn dir das schwer f√§llt, lie√ü doch deine bisherigen Arbeitszeugnisse, denke zur√ľck an Beurteilungsgespr√§che oder frage Freunde.

 

7. Fragen individuell beantworten und Fragen stellen

Überlege dir vorab Fragen, die gestellt werden könnten. Antworte kurz und präzise und bringe knappe Beispiele ein. Vermeide dabei Standardfloskeln. Stelle in deinen Antworten einen Bezug zu dir her, zu deinem Werdegang und der anvisierten Stelle. Auch kannst du mit deinen Bewerbungsunterlagen bestimmte Fragen provozieren. Gib bei deinen Hobbys bessere Sachen als Sport, Lesen und Kochen an. Boulderst du vielleicht, oder tanzt regelmäßig Salsa?

Bringe dich w√§hrend des Gespr√§chs ein und stelle ebenso Fragen. Wenn du das nicht tust, signalisierst du deinem Gegen√ľber Desinteresse: und das kommt nicht gut an. Versuche m√∂glichst relevante Fragen zu stellen. Dazu kannst du dir w√§hrend des Gespr√§chs Notizen machen, sobald dir etwas auff√§llt oder unklar erscheint.

Bedanke dich f√ľr die Einladung und das Gespr√§ch und verabschiede dich mit einem selbstbewussten ‚ÄěAuf Wiedersehen‚Äú, das du buchst√§blich so meinst. Das ist h√∂flich und hinterl√§sst einen positiven Eindruck. Wenn du diese Tipps verinnerlicht hast, dann meisterst du souver√§n jedes Bewerbungsgespr√§ch.

 

Zum Autor:
Michael Ehlers ist Bestseller-Autor und Herausgeber des Buches Sales Code 55. Seit zwei Jahrzehnten trainiert er Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Top-Manager, Profi-Sporttrainer und viele mehr. Wie kein anderer beherrscht Michael Ehlers die Kunst der Rhetorik und brilliert regelmäßig als Keynote Speaker und Moderator von Großveranstaltungen.

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