Karrierefaktor 4. August 2014

Das perfekte BewerbunggesprÀch

Bewerbung
© Adam Gregor

Wenn Sie die erste HĂŒrde der Bewerbung genommen haben und zu einem persönlichen GesprĂ€ch eingeladen werden, verfallen Sie nicht in Panik! Es gibt viele nĂŒtzliche Tipps zur Vorbereitung und wir zeigen Ihnen, auf welche es wirklich ankommt!

 

 

 

Auf gute Vorbereitung kommt es an

Terminvereinbarung

Schon ehe Sie dem möglichen Arbeitgeber persönlich begegnen gibt es einige Dinge zu bedenken. Zuerst ist es wichtig, dass Sie den Termin fĂŒr das VorstellungsgesprĂ€ch bestĂ€tigen. Nehmen Sie Kontakt auf, telefonisch oder schriftlich, und klĂ€ren Sie alle relevanten Fragen, also: Wann genau ist der Termin, wo mĂŒssen Sie hin und vor allem wer ist Ihr Ansprechpartner bei möglichen Fragen. Sollen Sie sich individuell auf etwas vorbereiten? Falls Sie die vereinbarte GesprĂ€chszeit nicht einhalten können, denken Sie daran umgehend Bescheid zu geben und darum zu bitten, den Termin zu verschieben. Machen Sie dies allerdings nur, wenn es sich wirklich in keinem Fall vermeiden lĂ€sst, denn eine Terminverschiebung kann, ohne entsprechenden Grund, schnell einen schlechten Eindruck machen. Wenn diese FormalitĂ€ten geklĂ€rt sind, beginnen Sie damit ihre Anreise entsprechend zu planen. Denken Sie daran, dass immer etwas Unerwartetes geschehen kann – also rechnen Sie genĂŒgend Zeit ein, besonders, wenn Sie einen lĂ€ngeren Anfahrtsweg haben. Im Idealfall sollten Sie zehn Minuten vor der Zeit eintreffen. Im Falle eines unvermeidbaren ZuspĂ€tkommens, informieren Sie in jedem Fall den Ansprechpartner. Sie sollten jedoch nicht nur nicht zu spĂ€t kommen, sondern auch nicht zu frĂŒh kommen! Es ist nicht ratsam, beispielsweise eine halbe Stunde, frĂŒher einzutreffen. Der Arbeitgeber fĂŒhlt sich sonst verpflichtet, sich Ihnen frĂŒher zu widmen, obwohl die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen sind. Wenn Sie zu frĂŒh ankommen, erzeugen Sie unnötigen Druck, der sich negativ auf Sie auswirken kann.

Kleiderwahl

Gute Planung ist ein Muss fĂŒr ein erfolgreiches GesprĂ€ch, so auch bei der Auswahl der Kleidung. Der erste Eindruck ist entscheidend, daher achten Sie darauf, dass Ihre Kleiderwahl angemessen ist. Mit dem altbekannten „Business Look“ machen Sie in der Regel nur sehr selten etwas falsch. Das heißt, dass Frauen sich am besten fĂŒr einen schlichten Hosenanzug oder KostĂŒm (Bluse, Blazer, etc.) entscheiden und auf jegliche aufreizende Kleidung verzichten. Der Mann hingegen sollte den klassischen Anzug wĂ€hlen. Die Frisur, und bei Frauen auch das Make-Up, sollten ebenfalls schlicht gehalten werden. Wichtig hierbei ist auch, dass Sie Kleidung aussuchen, in denen Sie sich wohlfĂŒhlen. Wenn Sie ihrem potenziellen Arbeitnehmer gegenĂŒber sitzen und dauernd an Ihrer Bluse rumzibbeln, trĂ€gt dies nicht zu einem positiven und selbstbewussten Eindruck bei. Wenn Sie dies berĂŒcksichtigen, sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite und machen einen kompetenten ersten Eindruck.

Formulierung von Antworten und Fragen

Um unangenehme Situationen oder ‚peinliches Schweigen‘ zu vermeiden, informieren Sie sich im Vorfeld ĂŒber hĂ€ufig gestellt Fragen im VorstellungsgesprĂ€ch, wie zum Beispiel: Warum haben Sie sich bei uns beworben? Warum sollten wir uns fĂŒr Sie entscheiden? Oder: Worin liegen Ihre StĂ€rken und SchwĂ€chen? Machen Sie sich kurze Antwortnotizen zu jeder Frage und ĂŒberlegen Sie, wie Sie es angemessen formulieren können. Aber vorsichtig: Nicht auswendig lernen! Arbeitgeber möchten nicht, dass Sie auf die Fragen wie aus der Pistole geschossen antworten. Gestehen Sie sich eine kurze Bedenkzeit zu und wahren Sie eine gewisse SpontanitĂ€t und FlexibilitĂ€t. Wohl ĂŒberlegte Antworten unterstĂŒtzen zudem ihr sicheres Auftreten. Formulieren Sie weiterhin auch eigene Fragen, die fĂŒr Sie und Ihre mögliche Arbeit spĂ€ter relevant sind. Doch auch hier muss Vorsicht geboten sein. Stellen Sie keine Fragen, deren Kenntnis von Ihnen schon Vorausgesetz wird. GrundsĂ€tzlich gilt: Trauen Sie sich zu Fragen, denn so ĂŒbermitteln sie wirkliches Interesse und zeugen von einem zuvorkommenden Charakter.

Im VorstellungsgesprÀch

Ist nun der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie ihrem möglichen Arbeitgeber gegenĂŒber treten, seien Sie natĂŒrlich und verstellen Sie sich nicht. Durch Ihre gute Vorbereitung sollten Sie selbstsicher auftreten und können dadurch ihre GegenĂŒber sofort fĂŒr sich einnehmen. Stellen Sie sich jeder anwesenden Person vor und setzen Sie sich erst, wenn sie gebeten werden, denn das Einhalten des Höflichkeitsstandards ist ein Muss. Achten Sie darauf, dass Ihre Haltung nicht verkrampft ist, Ihre Beine oder Arme nicht ĂŒberschlagen sind und Sie sich nicht zu stark zurĂŒcklehnen. Halten Sie viel Blickkontakt und hören Sie aufmerksam zu, sodass Sie anschließend detaillierter auf die Themen eingehen können und ihre Fragen dementsprechend auswĂ€hlen. Auch wichtig: merken Sie sich die Namen derer, die vor ihnen sitzen!

Der GesprĂ€chsverlauf wird von dem Unternehmensvertreter bestimmt, halten Sie sich unbedingt daran. Lassen Sie die Person ausreden und versuchen Sie nicht das GesprĂ€ch nach Ihren WĂŒnschen zu gestalten. Dies wirkt oftmals zu bestimmend und Sie werden dadurch schnell als ‚nicht teamfĂ€hig‘ und ‚zu eigensinnig‘ eingestuft. Allerdings können Sie durch Ihre eigenen Fragen Einfluss auf den Verlauf nehmen.

Die vier Phasen

  1. Die Kontaktphase: Diese beginnt mit dem ersten Aufeinandertreffen meist noch vor dem eigentlichen BewerbungsgesprĂ€ch. Durch einen kurzen Smalltalk wird ‚das Eis gebrochen‘ und die ersten Sympathiepunkte können gesammelt werden. Hier entscheidet der Arbeitgeber ĂŒber einen positiven oder negativen ersten Eindruck.
  2. Die Vorstellungsphase: Hier wird von Ihnen verlangt, sich selber vorzustellen, gemĂ€ĂŸ der Frage „ErzĂ€hlen Sie mir etwas ĂŒber sich“. Fassen Sie daraufhin ihre Vita kurz, aber umfassend zusammen und beziehen Sie sich besonders auf die Aspekte, die fĂŒr das Unternehmen von Bedeutung sein können.
  3. Informationsphase: Nun sind die Unternehmensvertreter an der Reihe. In dieser Phase werden Sie gewöhnlich ĂŒber das Unternehmen an sich, die Vorgesetzten, Ihr Arbeitsgebiet und Ihre spĂ€teren Aufgaben aufgeklĂ€rt. Bringen Sie hier unbedingt Ihre Fragen ein.
  4. Abschlussphase: Erst hier werden die Fragen nach Gehalt und Weiterbildung thematisiert. Zu diesem Zeitpunkt erfahren Sie dann auch, wann Sie mit einer RĂŒckmeldung rechnen können. Diese Themen sollten nicht zu einem frĂŒheren Zeitpunkt angesprochen werden, da sonst der Eindruck entsteht, dass Sie kein richtiges Interesse am Unternehmen selbst und der eigentlichen Arbeit haben. Sollte Sie im Anschluss noch weitere ungeklĂ€rte Fragen haben, sprechen Sie diese an. Sie sollten nicht mit einem GefĂŒhl aus dem GesprĂ€ch kommen, dass Ihnen Informationen fehlen.

Bedenken Sie, dass nicht nur der erste, sondern auch der letzte Eindruck zĂ€hlt. Behalten Sie ihre Fassung bis ganz zum Schluss. Dann hinterlassen Sie beim Arbeitgeber einen durchweg souverĂ€nen Eindruck und beweisen Durchhaltevermögen. Wenn Sie diese Tipps berĂŒcksichtigen, steht einem erfolgreichen BewerbungsgesprĂ€ch und dem neuen Job nichts im Wege.

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Karrierefaktor von: Sarah Pulko
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