Karrierefaktor 20. Juli 2015

Die besten Tipps fĂŒr die Gehaltsverhandlung

Richtig verhandeln
© Sabine Naumann

Auch wenn Gehalt im Job nicht mehr an erster Stelle der Motivatoren steht, ist es doch immer noch ein entscheidender Faktor fĂŒr die Zufriedenheit im Job. Eine Gehaltserhöhung ist außerdem ein Ausdruck fĂŒr die WertschĂ€tzung der eigenen Arbeit durch den Arbeitgeber. Damit diese Anerkennung stattfindet, ist jedoch hĂ€ufig ein proaktives Vorgehen des Arbeitnehmers notwendig. Damit dieses erfolgreich ist, gilt es, vielerlei Vorkehrungen zu treffen.

Objektive GrĂŒnde sammeln

Bevor Sie eine Gehaltserhöhung verlangen, sollten Sie zunĂ€chst klĂ€ren, ob Ihre Forderung auch objektiv begrĂŒndbar ist. HierfĂŒr sind vor allem folgende Faktoren von Bedeutung:

  • Welchen Schul-, Studien- bzw. Berufsabschluss haben Sie?
  • Welche Position halten Sie im Unternehmen und hat sich diese in letzter Zeit verĂ€ndert?
  • Wie viel Verantwortung tragen Sie in Ihrer Position?
  • Wie hoch ist das branchenĂŒbliche Gehalt?
  • Wie groß ist das Unternehmen, fĂŒr das Sie arbeiten?
  • In welcher Region sind Sie tĂ€tig?

Argumente vorbereiten

Sobald die objektiven Voraussetzungen geklĂ€rt sind, sollten Sie sich eine entsprechende Argumentationsstrategie zurechtlegen. Besonders vielversprechende Argumente fĂŒr die Gehaltsverhandlung sind:<

  • Zusatzqualifikationen
  • Praxiserfahrung
  • Ihre USP

Die USP beschreibt die Unique Selling Proposition bzw. den Unique Selling Point und ist ein Begriff aus dem Marketing bzw. der Verkaufspsychologie, der fĂŒr ein Alleinstellungsmerkmal. Es handelt sich somit um ein herausragendes Leistungsmerkmal, mit dem sich ein Angebot deutlich von der Konkurrenz abhebt. Da Sie als Arbeitnehmer fĂŒr ein Unternehmen als Leistungserbringer durchaus mit einem Produkt vergleichbar sind, sollten auch Sie Ihre USP kennen. Was hebt Sie von Ihren Kollegen ab? Worin sind Sie besonders stark? Wann ist ein Projekt nur Ihretwegen gelungen?

GesprÀchstaktik

Legen Sie vor GesprĂ€ch das fĂŒr Sie ideale Gehalt fest und setzten Sie zu Beginn des GesprĂ€chs ruhig etwas höher, aber trotzdem noch realistisch an. Dies ist Teil Ihres unbedingt notwendigen selbstbewussten Auftritts. Hinsichtlich der Gehaltshöhe sollten Sie auch niemals das erste Angebot Ihres Verhandlungspartners akzeptieren, da dieses, als GegenstĂŒck zu Ihrem Gebot, eher zu niedrig angesetzt sein wird. Achten Sie außerdem darauf, nicht nur Ihre Argumente vorzubringen, sondern auch auf die Gegenargumente des GesprĂ€chspartners zu reagieren. Hören Sie hierfĂŒr aktiv zu, lassen Sie den GesprĂ€chspartner ausreden und entkrĂ€ften Sie die Argumente anschließend, statt Sie einfach nur zur Kenntnis zu legen. Damit dies erfolgreich gelingt, sollten Sie sich vor der Verhandlung ĂŒberlegen, was mögliche Gegenargumente Ihres Chefs sein könnten und wie Sie diesen entgegentreten können. FĂŒr jede Verhandlung gilt außerdem: Bewahren Sie im gesamten GesprĂ€ch Ruhe und lassen Sie sich von GesprĂ€chspausen auf keinen Fall aus der Ruhe bringen oder gar unter Druck setzen. Sollten Sie im Laufe der Verhandlung merken, dass Sie mit der Forderung nach mehr Geld gegen eine unĂŒberwindbare Mauer laufen, versuchen Sie auf Alternativen umzuschwenken. Versuchen Sie statt Geld VergĂŒnstigungen oder Sozialleistungen, wie beispielsweise UnterstĂŒtzung fĂŒr Weiterbildungsmaßnahmen, zu erzielen.
Besonders durch die Nachfrage nach einer solchen Leistung verdeutlichen Sie die Motivation fĂŒr Ihren Job und haben außerdem bei der nĂ€chsten Gehaltsverhandlung mit Ihrer gestiegenen Qualifikation ein unschlagbares Argument.

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