Karrierefaktor 25. August 2016

5 Fragen an Patricia Hinsen-Rind


Patricia Hinsen-Rind ist Chief Executive Officer der Englisch nach Ma√ü GmbH.¬† Sie stammt urspr√ľnglich aus Kanada, dort studierte sie Betriebswirtschaft und arbeitete in leitenden Positionen im Finanz-, IT- und HR Bereich.

Mit dem Umzug nach Deutschland erfuhr sie durch eigene Erfahrungen, wie viele Fallstricke sich im Sprachlichen und Interkulturellen verbergen.¬† Dies resultierte 1997 in der Gr√ľndung der Englisch nach Ma√ü¬ģ GmbH, die Realisierung ihrer ganz pers√∂nlichen Vision: Sie wollte auf dem Markt einen ganz besonderen Service bieten, eine ganz andere Qualit√§t, eine ungew√∂hnlich kompetente Betreuung in Sachen „Sprache und Kultur“.

Aus dieser urspr√ľnglichen Vision entwickelte sich ein Team hochqualifizierter, multikultureller, professioneller Kommunikationsexperten, die mit den verschiedensten Kulturen bestens vertraut sind.

Mittlerweile umfasst das Englisch nach Ma√ü¬ģ Trainerteam ca. 200 Trainer aus allen L√§ndern und Regionen weltweit.¬† Englisch nach Ma√ü¬ģ¬† ist T√úV zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 29990, TOEIC Testcenter und anerkannte Bildungseinrichtung nach AWbG

Englisch nach Ma√ü¬ģ¬† unterst√ľtzt Unternehmen deutschlandweit durch Training und √úbersetzungen in allen wichtigen Business-Sprachen sowie mit effektiven Sprachreisen nach UK und Malta.

Webseite: www.englisch-nach-mass.de

Blog: http://englisch-nach-mass.blogspot.de/
 

5 Fragen

 

1.    Welche Fremdsprachen haben, aus Ihrer Erfahrung, bei Unternehmen in Deutschland den höchsten Stellenwert?

Die deutliche Nr. 1 ist Englisch, gefolgt von Deutsch als Fremdsprache (DaF).

Mit zunehmender Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland gewinnt DaF in vielen Unternehmen in den letzten Jahren verstärkt an Bedeutung.

Die nächste Position teilen sich Französisch, Spanisch und Italienisch.  Danach kommen osteuropäische und slawische Sprachen.  Entgegen vieler Annahmen werden asiatische Sprachen selten angefragt.

2.¬†¬† ¬†Sie sehen gute fremdsprachliche Kommunikation als eine der gr√∂√üten Herausforderungen f√ľr Unternehmen.¬† Warum?

H√§ufig fehlt Mitarbeitern sichere, fachkundige Sprachkompetenz.¬† Dabei wird die Tragweite der Problematik von allen Beteiligten oft untersch√§tzt.¬† Aussagen wie „ich komme schon irgendwie klar“ bzw. „unsere Mitarbeiter kriegen das schon irgendwie hin“ sind Fehleinsch√§tzungen. Noch gef√§hrlicher ist „wir setzen Kompetenz in Sprache X voraus“, wobei Sprache X h√§ufig Englisch ist.

Diese Einstellung zur Personalentwicklung in Puncto Fremdsprachenkompetenz schafft h√§ufig ein Umfeld in dem Mitarbeiter sich gezwungen f√ľhlen, mangelnde Kompetenzen zu verbergen. Dies kann in signifikanten finanziellen und Imageverlusten f√ľr Unternehmen resultieren.

Laut unserer Studie vom Fr√ľhjahr 2014 verf√ľgen lediglich 50% von international eingesetzen Mitarbeitern √ľber ausreichende Sprachkenntnisse f√ľr ihren Job.

Ein Erfolgsschl√ľssel f√ľr Unternehmen ist stetige Weiterqualifikation der Mitarbeiter. Wichtig ist eine funktionierende Eignungsdiagnostik bzw. Potenzialbewertung der Mitarbeiter mit Bezug auf deren Aufgaben. Dabei ist auch ein Bewertungssystem, das R√ľckmeldungen √ľber das jeweils erlernte Wissen und dessen Anwendung gibt wichtig.¬† Dadurch erf√§hrt die Gesch√§ftsf√ľhrung nicht nur wie teuer die Weiterqualifizierungen tats√§chlich sind, sondern auch welche Vorteile dem Unternehmen daraus entstehen.

3.    Wie lange dauert es, fremdsprachliche Kompetenzen zu erwerben?

Der erforderliche Zeitraum um eine Fremdsprache zu erlernen hängt vom Ausgangslevel und von der individuellen Zielsetzung ab.  Wichtig sind ein klar festgestellter Ausgangslevel und ein klar definierter Ziellevel.  In keinem Fall ist es ein schneller, kurzfristiger Prozess.

Eine gute Grundlage zur Messung von Sprachkompetenz ist die weltweit g√ľltige Skala des Gemeinsamen Europ√§ischen Referenzrahmens f√ľr Sprachen (GER).¬† Mit Hilfe des GER werden Sprachkompetenzen verst√§ndlich und transparent dargestellt.¬† Dadurch sind Lernziele klar definierbar und Lernfortschritte messbar und √ľbersichtlich.

Die erforderlichen sprachlichen Voraussetzungen sollten anhand der anstehenden Aufgaben definiert werden.  Wenn der neue Job also komplizierte Präsentationen und knifflige Verhandlungen beinhaltet, dann ist der Ziellevel ein anderer als ein Job der lediglich Routinegespräche erfordert.

Infos zum GER finden Sie hier:  http://www.englisch-nach-mass.de/sprachtraining/cef-rahmenbedingungen/

4.    Wie funktioniert effektives Sprachenlernen?

Wir wissen durch unsere jahrelange Erfahrung, bestätigt durch viele Studien, dass Sprache, sowie auch (Fremd)Sprache am besten durch Sprechen, d.h. Kommunikation erlernt wird.

Communicative language teaching (CLT) fokussiert nicht, wie traditionelle Lehrmethoden, auf das isolierte Erlernen von Sprachsystemen (wie Vokabular und Grammatik), sondern legt den Schwerpunkt darauf, die Anwendung dieser Systeme in realer, praktischer, Kommunikation zu vermitteln.

Daher kommt CLT als Methodik der nat√ľrlichen „Programmierung“ unseres Gehirns am nahesten, denn dieses lernt Sprache am effektivsten durch Nachahmung.¬† Daher kann kommunikatives Training durchaus als „gehirnfreundliches“ Training bezeichnet werden.

Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass kommunikative Trainingsmethoden am effektivsten funktionieren.¬† Die erarbeitenden und explorativen Lehrverfahren sind daher die von uns bevorzugten Trainingsmethoden.¬† Real-life language, d.h. praxisbezogene, aus dem Leben gegriffene, Sprache, mit authentischen Lehrmaterialien.¬† Dadurch wird Sprache nicht nur viel effektiver als durch z.B. „Vokabelpauken“ verinnerlicht ‚Äď das Lernen selbst macht viel mehr Spa√ü.

5.    Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Sprachinstituts achten?

Wie bei beinahe jeder Dienstleistung gilt auch hier:¬† „Billig“ ist nie gut, „Teuer“ ist keine Qualit√§tsgarantie

Anbieterkriterium Nr. 1:  Setzt der Anbieter ausreichend qualifizierte Trainer ein?

Um gutes Sprachtraining zu leisten m√ľssen qualifizierte, dementsprechend ausgebildete Trainer eingesetzt werden.¬† Muttersprachler zu sein reicht bei weitem nicht aus. Das Beherrschen einer Sprache hat wenig mit deren effektiver Vermittlung zu tun.

Mindestanforderungen an Trainer sollten daher folgende Merkmale beinhalten:

‚Äʬ†¬† ¬†Muttersprachler mit abgeschlossenem Studium oder Berufsausbildung in Business/Technisch/Wissenschaftlich relevanten Bereichen
‚Äʬ†¬† ¬†Anerkanntes Trainerzertifikat, Beispiele f√ľr Englisch w√§ren: TESOL (Cert oder Dip), CELTA oder DELTA, Hochschul TEFL.
‚Äʬ†¬† ¬†Berufserfahrung als Sprachtrainer im businessbezogenen Erwachsenentraining
‚Äʬ†¬† ¬†Hervorragende didaktische Kompetenzen

Anbieterkriterium Nr. 2: Kundenservice

Wichtig ist eine effektive Verwaltung die alle administrativen T√§tigkeiten optimal regelt und den Kunden bestm√∂glich unterst√ľtzt.¬† Ebenfalls wesentlich ist, dass die unvermeidbaren Trainerausf√§lle (Krankheit, Urlaub, Notf√§lle usw.) durch eine effektive, gut organisierte Vertretung aufgefangen werden.

Anbieterkriterium Nr. 3: Wie wird das Trainerteam gemanagt?

Essentiell ist ein(e) Director of Studies, die Trainer methodisch und didaktisch unterst√ľtzt und Fortbildungen organisiert.¬† Ohne frische Impulse, neue Ideen und kreative Trainingskonzepte ist best√§ndige Trainingsqualit√§t unm√∂glich.¬† Trainerfortbildungen kommen nicht nur dem Kunden zu Gute, professionelle Trainer m√∂chten sich weiterbilden.¬† Sie sch√§tzen diese M√∂glichkeiten, dies tr√§gt zu einer positiven Teamkultur und langfristiger Zusammenarbeit mit Trainern bei.

Anbieterkriterium Nr. 4:  Welche unabhängigen Zertifizierungen bzw. Anerkennungen weist der Anbieter auf?

Unabhängige Zertifizierungen oder Anerkennungen wie eine ISO Zertifizierung oder eine Anerkennung als Bildungsträger nach AWbG sind zwar kein garantiertes Qualitätsmerkmal, sie schließen jedoch einige Unzulänglichkeiten aus.

Anbieterkriterium Nr. 5:  Flexibilität und Individualität

Von ganz kleinen Unternehmen bis hin zu gro√üen Ketten findet sich jegliche Art von Anbieter im Sprachenbereich.¬† Kleine Unternehmen bieten zwar oft hohe Individualit√§t, jedoch mangelt es h√§ufig an Trainerkapazit√§ten und Erfahrung.¬† Gro√üe Ketten sind selten flexibel und lassen wenig individuellen Spielraum ‚Äď hier stellt sich die Frage ob der „Big Mac“ wirklich zu jedem passt und allen auch schmeckt.¬† Der ideale Anbieter ist oft ein mittelst√§ndisches Unternehmen; verf√ľgt √ľber ein zahlenm√§√üig angemessenes, gut ausgebildetes Trainerteam, kombiniert mit mittelst√§ndischer Flexibilit√§t und Innovation.

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