Karrierefaktor 27. M├Ąrz 2018

Brennpunkt B├╝ro-K├╝hlschrank: 9 Verhaltensregeln f├╝r Sauberkeit und Ordnung

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Es ist fast ├╝berall das Gleiche: Der K├╝hlschrank im B├╝ro wird dankend von den Kollegen angenommen, eifrig mit Aufschnitt, S├Ąften und Co. best├╝cktÔÇŽ und verwandelt sich im Handumdrehen in einen waschechten Ort des Grauens. Es ist kein Geheimnis: Die meisten B├╝ro-K├╝hlschr├Ąnke zeichnen sich nicht gerade durch Ordnung und Sauberkeit aus. In der Regel ist eher das genaue Gegenteil der Fall.

Doch was tun, damit der K├╝hlschrank dauerhaft aufger├Ąumt und vor allen Dingen auch hygienisch ist? Zum Gl├╝ck gibt es ein paar (├╝berraschend einfache) Verhaltensregeln, die hierbei behilflich sind. Wenn sich alle Mitarbeiter im B├╝ro daran halten, dann wird aus dem Ort des Grauens ein dauerhafter Ort des Genusses.

Verhaltensregel #1: Jeder wei├č, was ihm geh├Ârt

Eines der gr├Â├čten Probleme, die mit dem K├╝hlschrank im B├╝ro einhergehen, ist die Frage, wem was geh├Ârt. Es dauert nie lange, bis gewisse Lebensmittel ihren Besitzer ÔÇ×verlierenÔÇť und niemand sich daf├╝r verantwortlich f├╝hlt. Die Konsequenzen: Der K├╝hlschrank m├╝llt kontinuierlich zu und der Inhalt verdirbt nach und nach.

Um diesem Szenario entgegenzuwirken, hilft ein ebenso simpler wie effektiver Trick: Alles, was in den B├╝ro-K├╝hlschrank wandert, wird mit einem Namen versehen.

Somit kann sich niemand herausreden und behaupten, dass ihm der schimmelige Joghurt nicht geh├Ârt. Gleichzeitig wird jeder verl├Ąsslich daran erinnert, was sein Eigentum ist und was einem Kollegen geh├Ârt (und deswegen Tabu ist; siehe auch Verhaltensregel #7).

Verhaltensregel #2: Der K├╝hlschrank im B├╝ro ist kein Privat-K├╝hlschrank

W├Ąhrend die meisten Menschen in ihrem Privatleben gern auf Vorrat kaufen und einen prall gef├╝llten K├╝hlschrank bevorzugen, darf es im B├╝ro ruhig ein wenig bescheidener zugehen. Hier sollte jeder Nutzer darauf achten, nur einen gewissen Teil f├╝r sich zu beanspruchen und nie zu viel in den K├╝hlschrank zu packen.

Wer immer nur ein paar Speisen und Getr├Ąnke mitbringt, muss auch nicht bef├╝rchten, dass etwas verdirbt und einen unangenehmen Geruch absondert.

Verhaltensregel #3: Alles wird konsequent aufgebraucht, verschenkt oder entsorgt

Diese Regel mag einfach klingen, sorgt in der Praxis aber immer wieder f├╝r Komplikationen. Sie soll anhand des popul├Ąren Beispiels ÔÇ×Vanillejoghurt im 0,5 Liter-GlasÔÇť erkl├Ąrt werden:

Ein Mitarbeiter isst in seiner Mittagspause gern Vanillejoghurt. Weil es g├╝nstiger ist und au├čerdem die Umwelt schont, kauft er seinen Joghurt stets im 0,5 Liter-Glas. Dieses stellt er nach dem ├ľffnen in den K├╝hlschrank.

Normalerweise hat der Kollege das Glas nach zwei bis drei Tagen aufgebraucht. Da er jedoch morgen zu einer mehrw├Âchigen Reise aufbricht und heute noch so viel erledigen muss, dass er keine Zeit f├╝r den Joghurt-Genuss hat, macht er es nicht leer.

Richtig w├Ąre gewesen, den Joghurt entweder f├╝r die anderen Kollegen freizugeben (ÔÇ×Bitte bedient euch!ÔÇť) oder ihn gleich zu entsorgen. Doch stattdessen gammelt der Inhalt vier Wochen lang im Glas vor sich hin und entwickelt ein unappetitliches Eigenleben.

Verhaltensregel #4: Kleine Malheure werden sofort beseitigt

Es ist v├Âllig normal, dass im B├╝ro-K├╝hlschrank hin und wieder etwas aus- oder ├╝berl├Ąuft, tropft und klebrige Ringe hinterl├Ąsst. Daf├╝r muss sich niemand sch├Ąmen. Richtig unangenehm wird es erst, wenn die kleinen Malheure konsequent ignoriert und nicht beseitigt werden.

Damit der K├╝hlschrank im B├╝ro etwas ist, woran sich jeder dauerhaft erfreuen kann, ist es unverzichtbar, Verunreinigungen sofort mit Lappen und Schwamm an den Kragen zu gehen. Alles andere ist nicht nur unappetitlich, sondern schlichtweg dreist.

Verhaltensregel #5: Regelm├Ą├čige Reinigungsaktionen

Dar├╝ber hinaus sollte es v├Âllig normal sein, den K├╝hlschrank in regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden ÔÇô einmal im Monat ÔÇô vollst├Ąndig zu reinigen. Das bedeutet im Klartext:

  • den kompletten Inhalt herausholen
  • alle Bestandteile des K├╝hlschrankes reinigen und desinfizieren
  • den Inhalt wieder ordentlich einr├Ąumen

Verhaltensregel #6: Herrenlose und verdorbene Lebensmittel entsorgen

Im Zuge einer solchen Aktion ist es nat├╝rlich nur logisch, alles, was nicht mehr verzehrf├Ąhig ist, sofort und ohne Umschweife zu entsorgen. Au├čerdem ist es sinnvoll, zu jedem Inhalt einen Besitzer ausfindig zu machen. Kann dieser nicht gefunden werden, bedeutet das nicht nur einen Versto├č gegen Verhaltensregel #1, sondern auch, dass das Lebensmittel entweder f├╝r alle freigegeben oder ebenfalls weggeworfen wird.

Verhaltensregel #7: Die Sachen der Kollegen werden nicht ungefragt verzehrt

Bei einem solchen Sachverhalt handelt es sich schlichtweg um Diebstahl oder genauer gesagt Mundraub ÔÇô auch wenn nur eine Banane oder ein St├╝ck Schokolade stibitzt wird.

Es mag gen├╝gend B├╝ros geben, in denen ├╝ber solche Kleinigkeiten hinweggesehen wird, doch kann es sich schnell auch zu einem handfesten Konflikt entwickeln, wenn sich ein Kollege immer bei den anderen bedient.

Daher gilt immer: Erst nachfragen und dann (bei Erlaubnis) nehmen.

Verhaltensregel #8: Stark riechende Lebensmittel lieber vermeiden

Dass ein Lebensmittel einen intensiven Geruch verstr├Âmt, bedeutet nicht automatisch, dass es verdorben ist. Auch gewisse K├Ąsesorten, Fisch, Leberwurst oder das Knoblauch-lastige Abendessen von gestern geben D├╝fte ab, die nicht jeder Kollege appetitlich findet.

Es ist keinesfalls ein Muss, aber ein Ausdruck von H├Âflichkeit und Respekt, auf Lebensmittel, die sehr stark riechen, im B├╝ro lieber zu verzichten. Und wenn es doch unbedingt der Limburger sein muss, dann sollte dieser zumindest in einer luft- und duftundurchl├Ąssigen Dose gelagert werden.

Verhaltensregel #9: Jeder ist f├╝r einen sauberen und ordentlichen K├╝hlschrank im B├╝ro verantwortlich

Es gibt Unternehmen, die es clever finden, einen Mitarbeiter zu bestimmen, der f├╝r die B├╝ro-K├╝che (und somit auch f├╝r den K├╝hlschrank) zust├Ąndig ist. Nicht selten wechseln sich auch mehrere Kollegen ab, um die Arbeit gerecht zu verteilen.

Grunds├Ątzlich keine schlechte Idee, doch bieten solche Regelungen immer auch Schlupfl├Âcher, durch die sich gewisse Mitarbeiter ihrer Verantwortung entziehen k├Ânnen. Es ist schlichtweg nur fair, dass jeder, der den K├╝hlschrank (oder die Kaffeemaschine oder den Geschirrsp├╝lerÔÇŽ) nutzt, auch f├╝r dessen Sauberkeit verantwortlich ist.

 

Wenn jeder vom B├╝rok├╝hlschrank profitieren m├Âchte, dann muss auch jeder daf├╝r sorgen, dass er sauber und ordentlich bleibt. Oftmals reichen schon Kleinigkeiten aus, um den (hygienischen) Status Quo aufrecht zu erhalten. Das Wichtigste ist, dass sich auch wirklich jeder Mitarbeiter daran h├Ąlt und bei Verst├Â├čen an die Verhaltensregeln erinnert wird.

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