Gastbeitrag Gastbeitrag 23. September 2013

Suche nach Auslandsjob – Social Media nutzen!

Bei der Bewerbung Social Media nutzen

Social Media in die Jobsuche einzubinden, ist natĂĽrlich kein Muss. Aber sie gewinnen fĂĽr Jobsuchende immer weiter an Bedeutung und das nicht nur fĂĽr diejenigen, die sich einen Job in Deutschland wĂĽnschen. Wer sich in Richtung Ausland orientiert, kann seine Jobchancen ebenfalls durch den richtigen Einsatz von Social Media deutlich steigern.

Allerdings sollte man dabei planvoll vorgehen und a) sich erst einmal die Social Media Landschaft des jeweiligen Landes ansehen, um auf der Basis zu entscheiden, welche Social Media man nutzt, b) sich aktiv vernetzen und die Möglichkeiten des oder der jeweiligen Social Media optimal nutzen und c) sich in der Art der Kommunikation im Rahmen kultureller Konventionen im jeweiligen Land bewegen. Alle drei Punkte zu beachten, steigert die Chance auf eine erfolgreiche Jobsuche mit Social Media immens.

Recherche – die Social Media-Landschaft

NatĂĽrlich ist Facebook das weltweit mit Abstand größte soziale Netzwerk. Wirft man etwa einen Blick auf die Weltkarte der sozialen Netzwerke im Blog des Social Media – Experten Vincenzo Cosenza (Stand: Juni 2013), so erstrahlt fast die gesamte Welt in Facebook-Blau. Das bedeutet: In sehr vielen Ländern ist Facebook in Bezug auf die Mitgliederzahlen der Platzhirsch. Allerdings reicht zugleich bereits ein Blick auf Deutschland, um zu sehen, dass es durchaus nicht immer am effektivsten sein muss, das größte Netzwerk fĂĽr seine Jobsuche zu wählen:

  • Wer etwa in Deutschland via Social Media auf Jobsuche gehen möchte, ist beim Business Netzwerk XING oftmals mindestens ebenso gut aufgehoben wie auf Facebook. Geht man ĂĽber den deutschen Sprachraum hinaus, ist vielleicht LinkedIn als Business Netzwerk fĂĽr die Jobsuche die Social Media Plattform der Wahl.
  • Dass insbesondere die Business – Netzwerke eine gute Adresse fĂĽr die Jobsuche via Social Media sein können, zeigt eine Studie mit dem Titel „2013 Global Recruiting Trends“ von LinkedIn. 37% aller Befragten sagten 2013 in ihr aus, dass Business Netzwerke zu den bedeutendsten Instrumenten gehören, wenn es um die Besetzung von Positionen fĂĽr Fach- und FĂĽhrungskräfte geht. 2011 waren es erst 20%. Die Studie basierte 2013 auf den Antworten von 3.379 Personen aus Australien, Brasilien sowie verschiedenen nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Ländern.
  • Regional oder thematisch eng begrenzte kleinere Foren können – abhängig vom gesuchten Job – bisweilen ebenfalls genau richtig sein, um die richtigen Leute kennen zu lernen und so frĂĽhzeitig via Social Media von passenden Jobchancen zu erfahren.

Man sollte es sich mit der Auswahl der Social Media fĂĽr eine Jobsuche also nicht zu einfach machen.

Jedes Land hat seine eigene Social Media Landschaft

Das sieht man bereits, wenn man sich auf Vincos.it nur die jeweils drei größten sozialen Netzwerke verschiedener Länder anschaut und dann – abhängig vom betrachteten Land – auf Namen wie Badoo, Hyves oder Orkut trifft. Eine erste Recherche-Möglichkeit nach passenden größeren Social Media Plattformen bietet die Liste der Social Media Plattformen auf Wikipedia.org.

Stärken Sie Ihr Profil

Hat man erst einmal eine Auswahl an Social Media Plattformen getroffen, auf denen man fĂĽr eine Jobsuche aktiv werden möchte, sollte man sein Profil möglichst vollständig ausfĂĽllen, damit Personalverantwortliche auf der jeweiligen Plattform bereits alleine durch den Blick aufs Profil einen guten ersten Eindruck vom Bewerber bekommen. Vollständig ausfĂĽllen heiĂźt, sofern möglich: auf jeden Fall ein Foto zu veröffentlichen sowie – sofern möglich auch – Lebenslauf-Angaben (zumindest in Kurzform) und/oder Referenzen, falls es sich fĂĽr die individuelle Jobsuche anbietet.

Vernetzen, nutzen, aktiv sein

Jobsuche via Social Media kann nur funktionieren, wenn man der Anmeldung eine intensive Phase der aktiven Social Media Nutzung folgen lässt. Bei der Jobsuche via Social Media hat man, abhängig von der konkreten Plattform, diverse Möglichkeiten. Nimmt man Business-Netzwerke, kommt natürlich der Blick auf Stellenausschreibungen im Netzwerk in Frage. Spezielle Karriere-Seiten (etwa auf Facebook) mancher Unternehmen können sich ebenfalls anbieten, wenn man berufliche Chancen im Ausland sucht. Dabei sollte man es aber nicht bewenden lassen.

Kontakte suchen

Social Media sollte man bei der Jobsuche auch dazu nutzen, aktiv nach wichtigen Kontakten zu suchen, die einen möglicherweise bei der Suche nach einem Job im ausgewählten Land unterstützen können. Ganz generell ist hier oft der Kontakt zu konkreten Mitarbeiterinnen eines Unternehmens mit Personal-Verantwortung wertvoller als der zu einem im Netzwerk präsenten Unternehmen, bei dem man mit wechselnden Ansprechpartnern kommuniziert. Recherchieren sollte man zusätzlich nach passenden Gruppen, die vor allem in größeren sozialen Netzwerken die Suche nach interessanten Kontakten vereinfachen, weil sie Menschen anhand von Themen oder regionalen Daten zusammenbringen.

Wer es nicht ganz eilig mit seiner Jobsuche hat, sollte sich auch aktiv in thematisch passende Diskussionen einschalten, die aktuell in Social Media laufen, um so mit eigenen Beiträgen seine Kompetenz unter Beweis zu stellen und sich auf diese Weise Wege zum Traumjob zu ebnen. Schließlich sind auch nicht nur Personalverantwortliche aus Unternehmen potenziell gute Kontakte bei der Jobsuche. Unter Umständen ist auch der Kontakt zu Auslandsdeutschen, die sich zum Beispiel in den USA in deutschen Clubs und Vereinen versammeln, eine gute Option, um von ihnen den entscheidenden Tipp bei der Jobsuche zu erhalten.

Ăśberlegen Sie, was Sie tut (und was besser nicht)

Denken Sie letztlich auch bei der zielgerichteten Social Media Kommunikation im Rahmen der Suche nach einem Auslandsjob daran, dass Sie sich virtuell eventuell in einem fremden Kulturraum bewegen, der andere Tabus und Kommunikationsregeln definiert. Beschäftigen Sie sich mit der jeweiligen Kultur, um Probleme in der Kommunikation zu vermeiden. Denken Sie daran: Jeder Kontakt mit einem Verantwortlichen aus einem Unternehmen, den man ungewollt durch Fehler in der Kommunikation davon überzeugt, dass man NICHT der richtige Bewerber für eine Fach- oder Führungsperson im Unternehmen ist, bedeutet im ungünstigsten Fall auch eine Tür, die geschlossen wird und sich nie wieder öffnet. Und das sollte nicht geschehen!

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Gastbeitrag Gastbeitrag von: David McKee
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Ăśber den/die Autor(in)

David McKee ist der HR-Direktor von Lingo24, einem ĂśbersetzungsbĂĽro, das professionelle Ăśbersetzungen anbietet. David hat eine Erfahrung von rund 20 Jahre in globalem HR-Management und hat mittlerweile umfangreiche Kenntnisse ĂĽber die Rekrutierung und Ausbildung von Mitarbeitern in sehr unterschiedlichen Kulturen erlangt. Folge David und Lingo24 auf Twitter unter @l24de.


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