Karrierefaktor 27. Juni 2018

Was bringt den Erfolg bei der Bewerbung? Vom Umschreiben bis zum Lektorat des Anschreibens

©Fotolia. Urheber: Antonioguillem

Personaler haben es zumeist mit einer FĂŒlle an Unterlagen zu tun, die ihnen Interessenten zuschicken, um sich fĂŒr eine Stelle zu bewerben. Mitunter kommen hundert Bewerber auf eine ausgeschriebene Position zusammen.
FĂŒr Personalchefs und Abteilungsleiter ist es daher gar nicht so leicht, den Berg an Bewerbungen abzuarbeiten. Schließlich sollen sie möglichst rasch entscheiden, wer zum BewerbungsgesprĂ€ch eingeladen wird und wer eine Absage erhĂ€lt.

 

Wie machen es Profis?

Von seinen eigenen Bewerbungsunterlagen erhofft man sich, dass sie zum ersehnten Traumjob im gewĂŒnschten Unternehmen verhelfen. Nachdem man sowohl das Motivationsschreiben als auch den Lebenslauf verfasst hat, sollte man deshalb ĂŒberlegen, wie man die Bewerbung noch mit einfachen Mitteln verbessern kann – nicht nur um es Personalern leichter zu machen, sondern um selbst positiv bewertet zu werden. Wie machen es denn Profis, die Bewerbungen in hoher QualitĂ€t bei strategischen Jobwechseln verfassen und bei jedem neuen Job von einem höheren Gehalt als zuvor profitieren? Was kann man von ihnen lernen?

 

1. Darauf sollte man selbst achten

Das erste Kriterium fĂŒr die Entscheidung von Personaler sind immer die Bewerbungsunterlagen. Klar. Indem die Texte quergelesen werden, machen sich die FĂŒhrungskrĂ€fte im Schnellverfahren ein Bild davon, welche Bewerbungen QualitĂ€t haben und somit in die nĂ€chste Runde kommen. Außerdem entscheiden sie, welche SchriftstĂŒcke auf den „Leider-nein-Stapel“ kommen.

Ein fehlerfreies und stilistisch perfektes Bewerbungsschreiben sorgt dafĂŒr, dass die Bewerbung den strengen Blicken des Personalers genĂŒgen. Zudem erhöht es die Chance, zum BewerbungsgesprĂ€ch eingeladen zu werden.
Doch eines kennt vermutlich jeder: Man ist blind fĂŒr Fehler, die man selbst macht. Hier ein Tippfehler, da einen Beistrich vergessen. Zudem neigt man generell dazu, viel zu viele FĂŒllwörter und unpassende Adverbien zu verwenden. Das Problem dabei? Es fĂ€llt einem selbst nicht auf. Demzufolge kann man SchwĂ€chen in den eigenen Unterlagen nicht ausbessern.

Anders geht es jenen Profis, die tagtĂ€glich mit Texten zu tun haben. Sie bemerken auf den ersten Blick, wo die sprachlichen Schwachpunkte in einer Bewerbung liegen. Deshalb nehmen Sie sich viel Zeit und lektorieren die Bewerbungsunterlagen sorgfĂ€ltig. Dazu gehen sie Satz fĂŒr Satz durch. So werden nicht nur offensichtliche Fehler verbessert, sondern auch der Ausdruck und Stil optimiert.
Daran sollte man sich ein Beispiel nehmen: Ohne ausreichend Zeit und die die Geduld, immer wieder in den Text einzusteigen, kann man die eigene Bewerbung nicht vor Tippfehlern und schiefen SĂ€tzen schĂŒtzen.

 

2. Individuell und trotzdem fehlerfrei

In der Praxis hat sich gezeigt, dass es keine gute Idee ist, standardisierte Motivationsschreiben und LebenslĂ€ufe zu verwenden. Auf diese Weise kann man sich kaum von den Mitbewerbern abheben. Personaler kennen solche Dokumente nĂ€mlich zur GenĂŒge.

Viel eher punktet man mit individuellen Unterlagen, die aus der Masse herausstechen. Eine Bewerbung mit persönlicher Note, die die eigene Persönlichkeit und die StĂ€rken widerspiegelt, kann den zukĂŒnftigen Chef ĂŒberzeugen. So sinkt das Risiko, in der möglicherweise großen Menge an Bewerbern unterzugehen. Hat man also einen Preis fĂŒr die Masterarbeit gewonnen, ein tolles Praktikum gemacht, kann eine ungewöhnliche Sprache sprechen oder hat ein interessantes Hobby? Dann sollte man das erwĂ€hnen!
Aber Vorsicht: Verzichtet man auf Vordrucke und typische Floskeln in seiner Bewerbung, besteht die
Gefahr, Fehler einzubauen. Es kann passieren, dass bestimmte AusdrĂŒcke ĂŒberdurchschnittlich hĂ€ufig verwendet werden und man eine ungĂŒnstige Satzstellung verwendet. Auch hier gilt, Korrekturlesen ist enorm wichtig!

 

3. In die Zukunft investieren

Profis legen sich von vornherein eine solide Materialsammlung fĂŒr Ihre Bewerbungen an. Alle Zeugnisse und Praktika werden einzeln in bester QualitĂ€t gescannt und beschriftet. Den Lebenslauf sollte man außerdem immer aktuell halten und ihn auch gleich in mehreren Varianten parat haben, also z.B. tabellarisch, als Grafikmodell usw. Aber auch das Anschreiben sollte man in einer optimalen Version vorrĂ€tig haben. Bestimmte Schilderungen der eigenen Kompetenzen bleiben immer gleich und auch die Formatierung muss man nicht jedes Mal neu erfinden. Geht es dann an eine neue Bewerbung, muss man nur ergĂ€nzen.

Am besten funktioniert das, wenn man die eigenen Bewerbungsunterlagen einmal perfekt erstellt hat oder einen professionellen Bewerbungsservice damit beauftragt hat. So eine Vorlage kann man immer wiederverwenden. Bei einem Bewerbungsservice kann man aber auch einen Text umschreiben lassen – etwa, wenn man sich bei Ă€hnlichen Unternehmen in der gleichen Branche bewirbt, aber nicht 10 Mal das exakt gleiche Anschreiben verschicken will.
Insgesamt machen Profis beim Bewerbung schreiben drei Sachen richtig: Sie nehmen sich viel Zeit fĂŒr die Bewerbung und achten ganz besonders auf Rechtschreibung und Ausdruck. Zudem achten sie auf IndividualitĂ€t, sodass sie nicht anonym wirken und durchs Raster fahlen. Als drittes investieren sie au0erdem immer in die Zukunft und somit in ihre Bewerbung. Sie lassen sich auch von Bewerbungsservices helfen und sind immer auf einen Jobwechsel vorbereitet, indem sie ihre Unterlagen dafĂŒr parat halten.

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