Karrierefaktor 19. Februar 2019

7 Anzeichen, an denen Sie erkennen, dass Sie ein Workaholic sind

Jiw Ingka/shutterstock

Kennen Sie diese Menschen, die ihren Job über alles andere stellen und als waschechte Workaholics bezeichnet werden können? Wer unter der sogenannten Arbeitssucht leidet, der liebt seinen Beruf nicht nur, er ist fast schon krankhaft vernarrt in ihn. Wenn Sie das (zaghafte) Gefühl haben, selbst allmählich zu dieser Personengruppe zu gehören, dann sollten Sie unbedingt den nachfolgenden Beitrag lesen. Darin verraten wir Ihnen 7 Anzeichen, an denen Sie erkennen, dass Sie ein Workaholic sind.

 

Was ist ein Workaholic?

Als Workaholic bezeichnet man Menschen, die regelrecht süchtig nach ihrer Arbeit sind. Die berufliche Tätigkeit ist für sie eine Art Droge – vergleichbar mit Alkohol oder Nikotin – die benötigt wird, um ein gewisses Wohlbefinden zu erreichen.

Wie genau sich diese „Besessenheit vom Job“ konkret äußert, ist von Workaholic zu Workaholic unterschiedlich. Das Bild des arbeitssüchtigen Managers, der irgendwann sogar im Büro übernachtet und seine Familie vollständig vernachlässigt, kann als überspitztes Klischee bezeichnet werden (auch wenn es diese Menschen sicherlich vereinzelt gibt). Viele Workaholics sind weitaus unauffälliger und als solche nur schwer zu erkennen.

Doch gerade dieser Facettenreichtum der Arbeitssucht macht es oftmals so schwer, sich selbst einzugestehen, dass der eigene Ehrgeiz im Hinblick auf den Job ein bisschen (sehr) ĂĽbertrieben ist.

 

Sie sind ein Workaholic, wenn Sie…

Sie fragen sich, ob Sie selbst von der Arbeitssucht befallen und ein Workaholic sind? Die nachfolgenden Anzeichen bringen Licht ins Dunkel und geben Ihnen eine Antwort.

 

… auch nach Feierabend nur an den Job denken

Permanente Erreichbarkeit ist für Sie genauso selbstverständlich wie die tausendste Unterhaltung mit Freunden, bei der sich alles nur um die Arbeit dreht?

Das häufigste (und auffälligste) Anzeichen für Arbeitssucht ist der Umstand, nie vollständig abschalten zu können und gedanklich permanent im Büro zu sein – auch nach Feierabend. Wenn Sie sich hierbei regelmäßig erwischen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie allmählich zum Workaholic werden.

 

… Aufgaben nicht an andere abgeben können

Niemand kann alles machen – sowohl aus Kompetenz- als auch aus Zeitgründen. Wenn Sie trotzdem immer wieder feststellen, dass es Ihnen schwerfällt, Aufgaben zu delegieren, dann ist das ein ernstzunehmendes Anzeichen von Arbeitssucht.

Besonders dann, wenn die mangelnde Bereitschaft, Aufgaben abzugeben dazu führt, dass Sie häufig Überstunden machen, ist es an der Zeit, mit dem Umdenken zu beginnen. Es ist in Ordnung, wenn Sie nicht alles schaffen – auch als Führungskraft.

 

… in eine soziale Isolation geraten

Überstunden, ständige Erreichbarkeit, endlose Gespräche über den Job – all das (und noch mehr) führt dazu, dass sich Workaholics nach und nach selbst in eine soziale Isolation manövrieren.

Wenn Freunde immer weniger Lust haben, sich mit ihnen zu verabreden, der/die Partner/in nur noch genervt mit den Augen rollt und sogar die Kinder die Lust an der gemeinsamen Zeit verlieren, dann sind das wichtige Signale, die Sie auf keinen Fall ignorieren dürfen. Arbeitssucht macht langfristig sehr einsam – und damit auch extrem unglücklich.

 

… nur schwer Ihr Wochenende oder Urlaube genießen können

Hand aufs Herz: Ist es fĂĽr Sie normal, den Laptop mit in den Urlaub zu nehmen und berufliche Emails auch am Wochenende abzurufen?

Es ist in Ordnung, seine Arbeit zu lieben und sie hin und wieder auch „mit nach Hause“ zu nehmen. Doch wenn es Ihnen überhaupt nicht mehr gelingt, die freie Zeit auch wirklich als solche zu akzeptieren (oder gar zu genießen), dann ist es an der Zeit, zu handeln.

Lese-Tipp: 11 Angewohnheiten, die Ihrer Karriere maĂźgeblich schaden

 

… unter „Entzugserscheinungen“ leiden

Wie eingangs bereits erwähnt, wirkt Arbeit auf Workaholics fast schon wie eine Droge. Wenn sie nicht arbeiten (können), leiden sie darum häufig unter bestimmten Symptomen, die klassischen Entzugserscheinungen sehr nahe kommen. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Herzrasen
  • Bluthochdruck
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Magen-Darm-Beschwerden

Wer nicht auf diese (eindeutigen) Signale des Körpers hört, droht nicht nur, langfristig in die Arbeitssucht abzurutschen, sondern riskiert im schlimmsten Fall auch einen Burnout oder eine andere psychische Erkrankung. Auch physische Leiden wie chronische Magenbeschwerden oder Schlafstörungen sind nicht auszuschließen.

 

… sich selbst unter permanenten Leistungsdruck setzen

Immer noch besser, noch schneller, noch erfolgreicher? Wenn Sie das Gefühl haben, nie gut genug zu sein, dann wird es Ihnen schwerfallen, Ihr Arbeitspensum als „ausreichend“ zu betrachten. Die vermeintlich logische Konsequenz: Sie knien sich noch mehr in den Job und rufen noch mehr Leistungsbereitschaft ab.

Das klingt nicht nur so, als wäre es auf Dauer ungesund, sondern ist es tatsächlich auch.

 

… zum zwanghaften Perfektionismus neigen

Wenn „gut“ nie gut genug ist, ist es äußerst schwer, ein Projekt jemals komplett abzuschließen. Was für die meisten „Durchschnitts-Angestellten“ nach dem blanken Horror klingt, ist für Workaholics meist gelebte Realität.

Betrachten Sie (zwanghaften) Perfektionismus nicht länger als wichtiges Qualitätskriterium Ihrer Arbeit, sondern als Anzeichen dafür, dass Sie unter Umständen ein Workaholic sind.

 

Phänomen Arbeitssucht nicht belächeln, sondern ernst nehmen

In den letzten Jahren hat sich der Begriff „Workaholic“ in seiner Konnotation stark gewandelt. Er gilt nicht länger als Attest für eine ernstzunehmende Arbeitssucht, sondern fast schon als Kompliment. Immer mehr Menschen bezeichnen sich sogar selbst als Workaholic – und das oftmals nicht ohne Stolz.

Auch wenn diese Entwicklung nicht unbedingt besorgniserregend ist, sollte doch eines klar sein: Das Phänomen „Workaholic“ beziehungsweise die Arbeitssucht darf auf keinen Fall belächelt oder heruntergespielt werden. Betroffene müssen nicht nur als solche erkannt, sondern auch unbedingt ernst genommen und unterstützt werden.

Ist dies nicht der Fall, ist nicht selten der Burnout oder eine andere Erkrankung die letzte Ausstiegsmöglichkeit. So weit sollte es niemand kommen lassen.

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