Karrierefaktor 29. August 2018

11 Angewohnheiten, die Ihrer Karriere maĂźgeblich schaden


Jeder von uns hat sie, doch nur die wenigsten stehen auch ehrlich dazu. Die Rede ist von schlechten Angewohnheiten, die uns überall in unserem täglichen Leben begegnen – natürlich auch am Arbeitsplatz. Hier, im beruflichen Umfeld, können die „bad habits“ jedoch nicht nur nervig sein, sondern auch mal schnell die Karriere bedrohen. Es ist daher umso wichtiger, die persönlichen Marotten zu kennen und gezielt gegen sie vorzugehen. Im nachfolgenden Beitrag verraten wir Ihnen 11 klassische Angewohnheiten, die Sie zugunsten Ihrer Karriere besser ablegen sollten.

 

#1 UnpĂĽnktlichkeit

Es versteht sich eigentlich von selbst, immer pünktlich zu beruflichen Terminen zu erscheinen, doch trotzdem kommen gewisse Menschen immer und immer wieder zu spät.

UnpĂĽnktlichkeit verzögert nicht nur den zeitlichen Ablauf eines Treffens, eines Meetings oder einer anderen Veranstaltung, sie ist auch Ausdruck von Respektlosigkeit. Denn wer zu spät kommt, drĂĽckt unterschwellig aus – egal ob gewollt oder nicht – „Ja, ihr könnt ruhig auf mich warten, denn ich bin schlieĂźlich die wichtigste Person hier.“

 

#2 Klatsch und Tratsch

Lästern, tratschen, Neuigkeiten austauschen – nennen Sie es, wie Sie wollen. Fakt ist: Wer sich am Arbeitsplatz dem „Buschfunk“ hingibt und die neuen Informationen womöglich selbst noch weiter verbreitet, torpediert seine Karriere mutmaßlich.

Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Tratschen ist schlichtweg unprofessionell und unterstreicht mehr als deutlich, dass Sie sich gern von nicht-beruflichen Themen wie dem „verdächtig gewölbten Bauch der Kollegin“ oder „der neuen Bekanntschaft des Abteilungsleiters“ mitreißen lassen. Legen Sie diese schlechte Angewohnheit also am besten sofort ab und konzentrieren Sie sich lieber wieder auf die wirklich wichtigen Dinge im Büro: Ihre Arbeit.

 

#3 (falsche) ZurĂĽckhaltung

Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie dauerhaft präsent sind und immer am lautesten brüllen. Doch – Bitte! – hören Sie auf, sich in falscher Zurückhaltung zu üben und kommen Sie raus aus der Defensive. Wer sich immer nur im Schatten der Kollegen ausruht und dabei zusieht, wie diese Lob und Erfolge einstreichen, wird niemals die nächste Sprosse der Karriereleiter erreichen.

„Leichter gesagt als getan.“ denken Sie jetzt? Dann fangen Sie klein an und kommen Sie Schritt für Schritt aus sich heraus. Diese Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Antworten Sie selbstbewusst auf Fragen
  • Achten Sie auf eine offene und selbstbewusste Körperhaltung
  • Ergreifen Sie in Meetings das Wort
  • Verkaufen Sie eine Idee ganz bewusst als Ihre (wenn dem so ist natĂĽrlich)
  • Suchen Sie aktiv das Gespräch zu Vorgesetzten
  • Bitten Sie um Feedback der Kollegen

Generell sollten Sie immer daran denken, dass nicht die Lautstärke des Gesagten entscheidend ist, sondern dessen Qualität. Auch introvertierte und hypersensible Menschen haben also die Chance, im beruflichen Umfeld (das oftmals überdurchschnittlich laut ist), gehört zu werden – vorausgesetzt, sie entwickeln den Mut, ihre Gedanken, Ideen und Lösungsansätze auszusprechen.

 

#4 ĂĽbertriebener Eifer

Während die einen noch üben müssen, mehr aus sich herauszukommen, gefährden andere ihre Karriere durch übertriebenen Eifer. Die wichtigste Information gleich vorweg: Wer jeden Tag Überstunden „schrubbt“ und trotz Krankheit im Büro erscheint, steigert damit keinesfalls den persönlichen beruflichen Erfolg. Das genaue Gegenteil ist der Fall.

Denn selbst wenn der Chef diesen Einsatz bemerkt und honoriert, bringt übertriebener Eifer langfristig vor allem eines mit sich: Gesundheitliche Probleme wie zum Beispiel Burnout. Hat sich der permanent „ausgebrannte“ Zustand (oder eine andere Beschwerde wie chronische Schmerzen, Schlaflosigkeit oder ein geschwächtes Immunsystem) erst einmal eingeschlichen, ist es nur noch äußerst schwer, die Karriere konstant voranzutreiben.

Lese-Empfehlung: Burnout-Prävention: Mit diesen Tipps schützen Sie sich davor

 

#5 Alleingänge

Was von so manchem gern als „Einzelkämpfer“ oder „einsamer Wolf“ glorifiziert und fast schon romantisiert wird, ist in Wirklichkeit pures Gift für jede Karriere. Ja, in manchen Situationen sind Alleingänge sinnvoll und auch erfolgversprechend, doch ganzheitlich betrachtet werden Sie besser vorankommen, wenn Sie Teamfähigkeit unter Beweis stellen.

Das fängt schon beim täglichen Mittagessen an. Nehmen Sie dieses nicht allein am Schreibtisch zu sich, sondern gehen Sie gemeinsam mit den Kollegen in die Kantine. Dieses Ritual bringt nicht nur ein bisschen Bewegung mit sich, sondern stärkt auch die sozialen Beziehungen zu anderen Mitarbeitern. Denn auch wenn Sie mit diesen privat keinen Kontakt pflegen möchten (und auch ganz bestimmt nicht müssen), ist ein starkes berufliches Netzwerk das A und O für Ihre Karriere.

 

#6 Prokrastination

Noch ganz schnell den MĂĽll vor die TĂĽr bringen… dann einen kurzen Blick aufs Social Media-Profil werfen… uff, in 45 Minuten ist schon wieder Mittagspause, da lohnt es sich ja gar nicht, noch etwas GroĂźes anzufangen…

Dieser Situation dürfte jedem Erwerbstätigen bekannt vorkommen, denn wir alle neigen hin und wieder zur „Volkskrankheit Aufschieberitis“, die in Fachkreisen auch als Prokrastination bezeichnet wird. Wer prokrastiniert, der schiebt die wirklich wichtigen Aufgaben vor sich her und verliert sich stattdessen mit Hingabe in unwichtigen Tätigkeiten – eine „bad habit“ wie Sie im Buche steht also!

Um dieser den Kampf anzusagen, hilft vor allem eines: Aufgaben festhalten, priorisieren und dann mit vollem Fokus abarbeiten. Worauf warten Sie? Legen Sie los (nachdem Sie diesen Artikel fertig gelesen haben)!

 

#7 mangelnde Kritikfähigkeit

Kritik gehört zum Berufsalltag dazu und doch prallt negatives Feedback an den wenigsten spurlos ab. Das liegt vor allem daran, dass die meisten Menschen nicht kritikfähig sind und das Gesagte allzu oft persönlich nehmen.

Diese Angewohnheit ist aus verschiedenen GrĂĽnden eine Gefahr fĂĽr Ihre Karriere:

  • Sie halten sich zu lang an der Kritik auf
  • Sie entwickeln einen Groll gegen Ihre/n Kritiker
  • Sie verlieren Ihr Selbstbewusstsein
  • Sie neigen aufgrund von Unsicherheit immer mehr zu Fehlern
  • Sie lassen positive Kritik und Erfolge in den Hintergrund rĂĽcken

 

#8 ständiges Jammern

Die Aufgaben zu leicht, die Kollegen zu nervig und der Arbeitsweg zu lang? Es gibt viele Anlässe, sich über die aktuelle Arbeitssituation zu beschweren – doch keiner davon sollte als „guter Grund“ verkauft werden.

Wer ständig jammert und unzufrieden ist, sollte das am besten gar nicht erst zu einer schlechten Angewohnheit werden lassen – denn dann wird die Unzufriedenheit schnell zum Normalzustand. Sie können sich sicherlich vorstellen, dass das keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere sind.

Wenn Sie sich dabei ertappen, ständig zu jammern und zu meckern, sollten Sie das nicht nur einstellen, sondern sich auch auf die Suche nach der/den Ursache/n machen. Nicht selten ist Unzufriedenheit ein eindeutiger Indikator dafür, dass es Zeit für einen Jobwechsel ist.

 

#9 LĂĽgen

„Zehnmal Versagen ist besser als einmal LĂĽgen“ – Zugegeben, dieses Sprichwort kommt ziemlich radikal daher und kann durchaus als diskutabel eingestuft werden. Doch die Kernaussage ist durchaus hilfreich fĂĽr Ihren beruflichen Erfolg.

Denn wer am Arbeitsplatz lügt, der steht in der Regel nicht zu seinen Fehlern und will negativer Kritik aus dem Weg gehen. Spätestens jetzt sollte klar sein, dass es sich hierbei um eine wirklich schlechte Angewohnheit handelt.

 

#10 Unordnung am Arbeitsplatz

Wie sollen klare Gedanken im Kopf entstehen, wenn es um Sie herum aussieht wie „Kraut und Rüben“? Ein unaufgeräumter Schreibtisch wirkt nicht nur schlampig und unprofessionell, sondern hat auch einen direkten (und äußerst negativen) Einfluss auf Ihre Produktivität.

Wie Sie diese Angewohnheit ablegen können, erfahren Sie im Artikel „7 einfache Tipps für mehr Ordnung auf dem Schreibtisch“.

 

#11 Fluchen

Kraftausdrücke bereichern jedes Argument? Nein! Kraftausdrücke sind unsachlich, nichtssagend und nicht selten sogar übergriffig. Gerade sensible Menschen fühlen sich von einer von Schimpfwörtern geprägten Sprache schnell belästigt und/oder angegriffen. Allein deswegen sollten Sie es sich schleunigst abgewöhnen, zu fluchen – und zwar nicht nur im beruflichen, sondern bestenfalls auch im privaten Umfeld.

 

Schlechte Angewohnheiten durch gute ersetzen

Die Liste der schlechten Angewohnheiten, die Ihrer Karriere maßgeblich schaden, könnte natürlich noch um weitere Beispiele ergänzt werden. Einen Anspruch auf Vollständigkeit würde sie vermutlich nie erheben.

Uns ist es wichtig, Ihnen am Ende noch einen wichtigen Rat mit auf den Weg zu geben: Schlechte Angewohnheiten können abgelegt werden – am besten, indem man sie durch gute ersetzt.

Dieses Unterfangen erfordert selbstverständlich Zeit und jede Menge Disziplin. Doch der Aufwand lohnt sich. Indem Sie sich gute Gewohnheiten wie Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Loyalität und eine strukturierte Arbeitsweise aneignen, steigern Sie Ihre Aussichten auf beruflichen Erfolg maßgeblich.

Wir wĂĽnsche gutes Gelingen!

 

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