Karrierefaktor 27. Februar 2018

7 einfache Tipps fĂŒr mehr Ordnung auf dem Schreibtisch

Ordnung auf dem Schreibtisch

Egal ob gerade der große FrĂŒhjahrsputz ansteht oder einem das Chaos am Arbeitsplatz einfach mal wieder ĂŒber den Kopf wĂ€chst – es ist immer eine gute Idee, fĂŒr Ordnung zu sorgen. Ein aufgerĂ€umter und sauberer Schreibtisch wirkt nicht nur nach außen hin sehr viel professioneller als sein unordentliches Ambivalent, er hat auch maßgeblich Einfluss auf die eigene Arbeitsweise.

Denn wenn rund herum das Chaos verbannt wurde, kann auch im Kopf endlich wieder Ordnung einkehren. Doch wie gelingt die (langfristige) Ordnung auf dem Schreibtisch? Der nachfolgende Beitrag bringt Licht ins Dunkel.

 

Tipp Nr. 1: Alles auf Anfang

Es kann ein regelrechter Befreiungsschlag sein, den Schreibtisch zu Beginn der AufrĂ€um-Aktion erst einmal vollstĂ€ndig leerzurĂ€umen. Die freie FlĂ€che kann dann nicht nur problemlos gereinigt (hierfĂŒr am besten einen feuchten Lappen und vielleicht auch etwas Möbelpolitur verwenden), sondern auch völlig neu bestĂŒckt und strukturiert werden.

Diese Vorgehensweise hat etwas von „Tabula rasa“: Der Schreibtisch gleicht einem unbeschriebenem Blatt, das einem grenzenlose Möglichkeiten bietet.

 

Tipp Nr. 2: Jeden Gegenstand hinterfragen

Geht es darum, den Schreibtisch wieder mit allerlei Arbeitsutensilien zu bestĂŒcken, sollte man sich bei jedem einzelnen Gegenstand fragen: Muss dieser wirklich hier liegen? Oder kann er vielleicht ins Schubfach oder den Rollcontainer verbannt werden?

Der hĂ€ufigste Grund fĂŒr Unordnung auf dem Schreibtisch sind Dinge, die hier ĂŒberhaupt nichts zu suchen haben – angefangen von Unterlagen, die gerade nicht benötigt werden ĂŒber USB-Sticks bis hin zur Packung TaschentĂŒcher, die noch an die zurĂŒckliegende ErkĂ€ltungswelle erinnert.

Alles, was nichts mit der eigentlichen Arbeit zu tun hat, hat auch nichts auf dem Schreibtisch zu suchen. Wer diese Regel konsequent befolgt, sorgt langfristig fĂŒr Ordnung und muss nicht befĂŒrchten, schon nach kurzer Zeit wieder im Chaos zu versinken.

Zusatz-Tipp: Einfach am Ende eines jeden Tages alles entfernen, was fehl am (Arbeits-)Platze ist und sich am nÀchsten Morgen auf einen aufgerÀumten Schreibtisch freuen.

 

Tipp Nr. 3: Arbeitsutensilien sinnvoll anordnen

Dass der Computer oder Laptop in der Mitte des Schreibtischs steht und (zusammen mit Maus und Tastatur) dessen strukturelles Zentrum bildet, dĂŒrfte außer Frage stehen. Doch was ist mit all den anderen Sachen drum herum? Chaos am Arbeitsplatz entsteht hĂ€ufig dann, wenn die verschiedenen Utensilien keinen festen Platz haben und immer wieder an anderer Position abgestellt werden. Diese „Strategie“ bringt gleich zwei erhebliche Nachteile mit sich:

  • Man fördert die Unordnung auf dem Schreibtisch.
  • Man verbringt unnötig viel Zeit damit, gewisse GegenstĂ€nde zu suchen.

Weitaus sinnvoller ist es, jedem Utensil einen festen Platz zuzuweisen – und zwar so, dass eine gewisse Logik erkennbar ist. Die meisten Menschen sind RechtshĂ€nder. Demzufolge sollten hĂ€ufig gebrauchte GegenstĂ€nde wie Locher, Tacker und Telefon stets rechts vom Computer zu finden sein. Weniger oft genutzte Dinge, zum Beispiel ein Notizblock, können im linken Bereich untergebracht werden. Bei LinkshĂ€ndern verhĂ€lt sich die Anordnung genau anders herum.

 

Tipp Nr. 4: Kleine Organisationshelfer nutzen

BĂŒroklammern, Tackernadeln, Klebestreifen, Stempel – der durchschnittliche BĂŒroschreibtisch ist ein Eldorado fĂŒr kleine Dinge, die trotz ihrer ĂŒberschaubaren GrĂ¶ĂŸe schnell fĂŒr Unordnung sorgen können. Trotzdem werden sie hĂ€ufig gebraucht – was also tun?

Die Antwort lautet: Organisationshelfer nutzen! Ob nun Unterteilungen im Schubfach, Aufbewahrungsmöglichkeiten auf dem Schreibtisch oder spezielle Halterungen – es gibt viele Möglichkeiten, die verschiedenen BĂŒroutensilien im Zaum zu halten.

 

Tipp Nr. 5: Ablage regelmĂ€ĂŸig sortieren

Ein Bereich auf dem Schreibtisch, in dem scheinbar chronische Unordnung herrscht, ist die Ablage. Hier tĂŒrmen sich Notizen, ungeöffnete Briefe, alte Unterlagen und noch so einiges mehr. Auch wenn allein der Gedanken daran bei den meisten einen unangenehmen Schauer auslöst, hilft es nicht, die Ablage so lange zu ignorieren, bis sie regelrecht ĂŒberquillt.

Auch hier lautet der SchlĂŒssel zum Erfolg: RegelmĂ€ĂŸig sortieren und ausmisten. Die Ablage sollte grundsĂ€tzlich in zwei Bereiche unterteilt werden:

  • noch nicht bearbeitet
  • bearbeitet und bereit zum Abheften

Es ist ein einfaches System, das dennoch eine erstaunlich große Wirkung besitzt. Denn anstatt noch einmal jedes einzelne Blatt Papier genau zu studieren, kann alles, was im zweiten Teil der Ablage liegt, ohne großes Nachdenken vom Schreibtisch entfernt und anderswo einsortiert werden.

 

Tipp Nr. 6: Nicht in Projekten versinken

Jeder BĂŒroangestellte kennt dieses Problem: Jedes neue Projekt, das man annimmt (oder aufgebrummt bekommt) sorgt fĂŒr mehr und mehr Zettel-Chaos auf dem Schreibtisch. Kein Wunder also, dass es so schwer ist, hier fĂŒr langanhaltende Ordnung zu sorgen.

Um nicht buchstÀblich in den Projekten zu versinken, hilft ein ganz einfacher Trick: Maximal zwei bis drei Sachen parallel auf dem Schreibtisch liegen haben und alles andere an einem anderen Ort ablegen.

Diese Maßnahme schafft nicht nur Ordnung, sondern auch jede Menge Platz fĂŒr kreative Entfaltung. Denn wenn noch zig andere zu erledigende Sachen um einen herumliegen, fĂ€llt es oftmals ziemlich schwer, sich auf eine zu konzentrieren und fokussiert daran zu arbeiten.

 

Tipp Nr. 7: Die 2-Minuten-Regel anwenden

Die 2-Minuten-Regel ist eine Technik aus dem Zeitmanagement, die der Getting Things Done-Methode (GTD) zugeordnet werden kann. Sie besagt: Alles, was innerhalb von zwei Minuten erledigt werden kann, muss sofort in Angriff genommen werden. Ein solcher Kahlschlag hilft nicht nur dabei, die ewig lange to do-Liste ein bisschen zu verkĂŒrzen, er ist auch nĂŒtzlich, wenn es darum geht, den Schreibtisch auf Vordermann zu bringen.

Schaut man sich hier einmal genauer um, finden sich ĂŒberall Notizzettel (zum Beispiel „Kunde XY zurĂŒckrufen“), dreckiges Geschirr und andere GegenstĂ€nde, die hier einfach nichts zu suchen haben. Alles, was innerhalb von zwei Minuten erledigt oder beseitigt werden kann, sollte in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden in Angriff genommen werden. Auf diese Weise gelingt es einem erstaunlich gut, auch lĂ€ngerfristig fĂŒr Ordnung auf dem Schreibtisch zu sorgen.

 

Ordnung auf dem Schreibtisch ist definitiv kein Hexenwerk!

Ein aufgerĂ€umter Arbeitsplatz ist keinesfalls ein Ding der Unmöglichkeit. Wichtig ist vor allen Dingen, dass man dem Chaos nach dem großen Reinemachen erst gar keine Chance gibt, sich wieder auszubreiten. Das gelingt am besten durch Konsequenz und KontinuitĂ€t. Wer in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden ein bisschen fĂŒr Ordnung sorgt, muss sich nicht so sehr ĂŒberwinden wie jemand, der es immer erst bis zum Äußersten kommen lĂ€sst.

Diejenigen, denen es immer an Motivation fehlt, den Arbeitsplatz in Ordnung zu halten, sollten unbedingt einmal das Experiment wagen und die ArbeitsatmosphÀre an einem chaotischen Schreibtisch mit der an einem ordentlichen vergleichen. Es ist wirklich erstaunlich, welchen Einfluss ein aufgerÀumter Arbeitsplatz auf den allgemeinen Workflow haben kann.

 

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