Karrierefaktor 23. September 2011

Dienstwagen: Das sollten Sie wissen!

© Gabriele Abu-Dayeh

Einen Dienstwagen erhalten Arbeitnehmer vom Arbeitgeber, um berufliche Termine wahrzunehmen, die außerhalb des Unternehmens liegen. Durch einen Dienstwagen bzw. Firmenwagen, wird die Mobilität der Arbeitnehmer sichergestellt, die oft beruflich unterwegs sind. Da der Firmenwagen auch privat genutzt werden kann, wird er neben dem Arbeitslohn auch als Sachleistung des Arbeitgebers angesehen.

Wer hat Anspruch auf einen Dienstwagen?

In der Regel besteht der Anspruch auf einen Dienstwagen nur dann, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Absprache dar√ľber getroffen haben. Eine vertragliche Vereinbarung sollte schriftlich erfolgen, um m√∂gliche Missverst√§ndnisse zu vermeiden. Um zuk√ľnftige Unklarheiten aus dem Weg zu gehen, sollten Details wie Pkw-Kategorie und Preisgrenze niedergeschrieben werden.

Darf der Dienstwagen auch privat genutzt werden?

Es ist abh√§ngig von der vertraglichen Regelung, ob der Arbeitnehmer den Dienstwagen auch f√ľr Privatfahrten nutzen darf. Wurde keine Vereinbarung geschlossen, ist eine private Nutzung grunds√§tzlich chancenlos. Jedoch besteht die M√∂glichkeit, dass die Arbeitsvertragsparteien im Nachhinein eine eingeschr√§nkte oder uneingeschr√§nkte Berechtigung zu Privatfahrten aushandeln k√∂nnen. Erkrankt der Mitarbeiter pl√∂tzlich, hat er das Recht den Firmenwagen bis zu sechs Wochen privat zu nutzen.

Wer √ľbernimmt die Kosten des Dienstwagens?

Darf der Arbeitnehmer den Dienstwagen ausschlie√ülich zu dienstlichen Zwecken nutzen, tr√§gt der Arbeitgeber die Kosten des Wagens. Wurde eine private Nutzung vereinbart, kann es vorkommen, dass der Mitarbeiter einzelne Kosten f√ľr den Wagen √ľbernehmen muss. Bei der privaten Nutzung handelt es sich um einen ‚Äěgeldwerten Vorteil‚Äú, der versteuert werden muss.

Wer kommt f√ľr Sch√§den am Dienstwagen auf?

Hat der Mitarbeiter den Schaden am Wagen nicht zu verschulden, haftet er nicht. Handelt es sich um leichteste Fahrl√§ssigkeit, √ľbernimmt der Arbeitnehmer ebenfalls nicht den Schaden. Bei mittlerer Fahrl√§ssigkeit, ist der Schaden auf Mitarbeiter und Arbeitgeber zu verteilen. Dem Arbeitgeber ist eine Vollkaskoversicherung zu empfehlen, damit der eigene Schaden nicht allzu hoch ist. Liegt eine grobe Fahrl√§ssigkeit vor, muss der Mitarbeiter selbst f√ľr den Schaden aufkommen. Eine Haftungsminderung des Schuldners kommt nur dann vor, wenn die Existenz des Mitarbeiters bedroht ist.

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