Karrierefaktor 16. April 2015

Lebenslauf: Finger weg von Falschangaben

Europass
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Der Traumarbeitnehmer vieler Unternehmen sollte Auslands- und Praxiserfahrung besitzen, mindestens zwei Fremdsprachen sprechen, die EDV-Kenntnisse eines studieren Informatikers besitzen, sich nach Feierabend ehrenamtlich f├╝r die Gesellschaft engagieren und dabei bitte nicht zu alt zu sein! Ihr Lebenslauf gibt das alles nicht her? Dann kommen hier drei gute Gr├╝nde, warum Sie in Ihrer Bewerbung trotzdem Sie selbst bleiben sollten!

1. Niemand ist vollkommen!

Auch Personalverantwortliche wissen, dass die Anforderungen in einigen Ihrer Stellenausschreibungen nahezu utopisch formuliert sind. Fast niemand schafft es, mit Anfang 20 ein in Regelstudienzeit abgeschlossenes Studium mit Auslandserfahrung, Praktika und sozialen Engagement vorweisen zu k├Ânnen. Auch kaum ein Arbeitnehmer mit mehr als 15 Jahren Berufserfahrung kann einen l├╝ckenlosen und vollkommen geradlinigen Lebenslauf aufweisen. Seien Sie deswegen nicht zu streng mit sich! Sie sollten nat├╝rlich darauf achten, dass Anforderungsprofil in der von Ihnen ausgew├Ąhlten Stellenausschreibung grob zu erf├╝llen. Wenn Sie hinter einer oder zwei von zehn Anforderungen jedoch keinen perfekten Haken setzen k├Ânnen, sollten Sie sich dadurch nicht von einer Bewerbung abhalten lassen.

2. Niemand ist perfekt!

Denn auch Ihr zuk├╝nftiger Arbeitgeber wei├č, dass niemand perfekt ist. Und noch viel wichtiger: Die meisten Arbeitgeber wollen das auch gar nicht! Lassen Sie sich deswegen auf keinen Fall zu schnell nerv├Âs machen!

Absolventen und Arbeitnehmer ohne Ecken und Kanten finden in Auswahlprozessen h├Ąufig sogar weniger Ber├╝cksichtigung als Bewerber, die durch ein paar Besonderheiten in Ihrem Werdegang aus der Masse herausstechen und dadurch vielleicht weniger perfekt, aber daf├╝r interessanter wirken. Ihr Fachwissen k├Ânnen Sie innerhalb des Unternehmens noch weiter ausbauen und lernen m├╝ssen Sie sowieso noch einmal spezifisch bei jedem neuen Arbeitgeber. Charakter m├╝ssen Sie hingegen von Anfang an mitbringen. Das wei├č auch jeder Arbeitgeber!

3. L├╝gen haben kurze Beine!

Vor allem in ├Ąhnlichen Branchen kennen sich die Personalverantwortlichen unterschiedlicher Unternehmen und es ist keine Seltenheit, dass sich ein Vorgesetzter vor der finalen Besetzung einer wichtigen Position bei ehemaligen Arbeitgebern ├╝ber den Bewerber informiert. Falschangaben in Bewerbungen fliegen deswegen meist schneller auf, als Bewerber sich dies vorstellen k├Ânnen. Wenn das passiert f├╝hrt dies in der Regel zum sofortigen Ausscheiden aus dem Bewerbungsprozess. Noch schlimmer wird es, wenn Sie aufgrund von Falschangaben bereits eingestellt wurden. Fliegt dies im Nachhinein auf, kann Sie das Ihren Job kosten! Versuchen Sie es deswegen lieber erst gar nicht! Gehen Sie stattdessen souver├Ąn mit ÔÇ×FehlernÔÇť in Ihrem Lebenslauf um. Ignorieren Sie beispielsweise L├╝cken im Lebenslauf nicht, sondern geben Sie wahrheitsgem├Ą├č an, was Sie in dieser Zeit getan haben. Sind Sie ein Jahr gereist oder haben Sie sich in Deutschland eine Auszeit genommen? Sogenannte Gap Years oder Sabbaticals sind mittlerweile anerkannt und k├Ânnen problemlos aufgef├╝hrt werden. Erkl├Ąren Sie dann in einem Satz, wozu Sie die Zeit genutzt haben. Waren Sie beispielsweise eine Zeit lang arbeitslos, sollten Sie die Formulierung ÔÇ×arbeitssuchendÔÇť im Lebenslauf w├Ąhlen. Schon klingt der Abschnitt wesentlich positiver und f├Ąllt nicht mehr als Dorn ins Auge. Auch eine K├╝ndigung sollten Sie ehrlich angeben.

Letztendlich ist es f├╝r beide Seiten besser, wenn Sie von Anfang an mit offenen Karten spielen. Eine Falschangabe in der Bewerbung bekommen Sie so schnell nicht zur├╝ckgedreht und Sie wird Sie nicht nur w├Ąhrend des Bewerbungsprozesses, sondern bei Erfolg Ihrer Bewerbung auch danach verfolgen. Deswegen gilt bei der Bewerbung wie im Alltag: Ehrlich w├Ąhrt am l├Ąngsten.

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