Karrierefaktor 16. Oktober 2014

Rhetorische Kompetenz: So überzeugen Sie Ihre Kollegen

Selbstvorstellung
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Von der Präsentation zur Faszination: Wer rhetorisch stark ist, schafft es, Kunden zu gewinnen, Mitarbeiter zu motivieren und die Kollegen von den eigenen Ideen zu überzeugen. Doch wie gelingt der Schritt von einer effektvollen PowerPoint-Präsentation zur mitreißenden Rede?

Übung macht den Meister

Nur die wenigsten Menschen werden als perfekte Redner geboren. Deswegen gilt auch bei der Rhetorik das Gesetz der Erfahrung. Je öfter Sie Präsentationen vor Kunden und Kollegen halten müssen, desto selbstsicherer werden Sie. Scheuen Sie deswegen solche Situationen nicht, sondern nehmen Sie die Herausforderung an. Auch wenn es Ihnen wirklich schwer fällt und Sie Angst davor haben sich zu verhaspeln, rot zu werden oder eine zittrige Stimme zu bekommen: Das alles ist kein Weltuntergang! Und wenn Sie nach dem dritten oder vierten Auftritt realisieren, dass Ihre Stimme dieses Mal viel fester geklungen hat, ist das ein tolles Erfolgserlebnis, was Sie weiter motivieren wird.

Wenn Sie die Übung vor Publikum anfangs zu sehr verunsichert, dann üben Sie zunächst für sich, allein vor dem Spiegel und fragen Sie dann Vertrauenspersonen um Rat. Auf die Gefahr hin, dass diese Anmerkung nicht nur motiviert, sondern auch ein bisschen verschreckt: Wenn Ihnen außerdem der erste „große“ Fauxpas vor Publikum (wie ein witziger Versprecher, ein Stolperer oder ein totaler Aussetzer) passiert ist, werden Sie realisieren, dass das nur halb so schlimm ist. Nach zwei Tage später redet niemand mehr darüber und die Welt im Büro dreht sich weiter. Deswegen: Seien Sie mutig und üben Sie!

Nur wer selbst begeistert ist, kann andere anstecken

Das wichtigste für einen erfolgreichen Auftritt ist seine Authentizität. Nur wer selber von seiner Idee begeistert ist, kann andere mitziehen. Hierfür ist es auch wichtig, dass Sie Ihre Wirkung auf andere kennen. Fragen Sie auch hier Vertrauenspersonen, wie Sie beim Präsentieren wirken, an welche Momente Ihrer letzten Präsentation sich Ihre Kollegen erinnern und wo Ihre Stärken und Schwächen liegen. Mit einer solchen Analyse können Sie erfolgreich Schwerpunkte setzen.
Überlegen Sie sich dann beispielsweise vor einer Projektvorstellung, was Sie an diesem Projekt fasziniert, wo die spannenden Herausforderungen stecken und wie Sie sich vorstellen, diese erfolgreich meistern zu können. Aber Achtung: Verrennen Sie sich hierbei nicht in Ihrer Begeisterung. Wichtig für die erfolgreiche Präsentation ist auch ein klarer, aber einfacherer Präsentationsstil. Vermeiden Sie Schachtelsätze und nutzen Sie Pausen zur Betonung besonders wichtiger Aspekte.
Wenn es Ihnen gelingt rhetorisch UND inhaltlich stark zu sein und Sie selber an Ihr Projekt glauben, werden Sie jedes Teammitglied begeistern können.

Wenn die Präsentation zum Bewerbungsgespräch wird

Eine besondere Falle der Präsentation: Mit dem Schlusssatz des Redners ist in der Regel noch lange nicht Schluss. Jetzt folgt der große Auftritt der Zuhörer. Sie dürfen fragen, nachhaken und Kritik äußern. Auch hierauf müssen Sie sich vorbereiten. Versetzen Sie sich deswegen in die Situation Ihrer Kollegen und überlegen Sie sich, welche Fragen im Laufe Ihrer Präsentation möglicherweise auftreten könnten. In der Regel ist der Präsentierende derjenige, der am besten im Thema steckt. Recherchieren Sie deswegen nicht nur die Kerninformationen für Ihre Präsentation sondern auch Hintergrundinformationen. Wenn Sie hier ein umfangreiches Wissen aufweisen, können Sie bei Fragen und Diskussionen im Anschluss an die Präsentation punkten. Auch das ist Teil eines souveränen rhetorischen Auftritt.

Die rhetorische Kompetenz ist somit ein guter Spiegel der Karriereleiter. Nur mit Erfahrung, Disziplin und dem Willen sich stets zu verbessern, kommen Sie voran. Scheuen Sie deswegen die nächste Projektpräsentation nicht, sondern treten Sie vor und nehmen Sie die Herausforderung an.

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