Karrierefaktor 30. Oktober 2018

So werden Sie vom Einzelkämpfer zum Teamplayer


Teamf√§higkeit ist eines der W√∂rter, die in nahezu jeder Stellenausschreibung zu lesen sind. Kein Wunder, denn die F√§higkeit, mit den Kollegen zu kooperieren und gemeinsam ein Projekt zu realisieren, ist in den meisten Branchen eine wichtige Basis f√ľr den beruflichen Erfolg. Doch was ist, wenn Sie einfach kein Teamplayer sind und sich viel eher als Einzelk√§mpfer bezeichnen w√ľrden? In diesem Beitrag finden Sie ein paar Tipps und Tricks, die Ihnen dabei helfen, Ihre Teamf√§higkeit zu trainieren.

 

Warum ist Teamfähigkeit so wichtig?

Ehe wir uns mit den praktischen Ratschlägen auseinandersetzen, wollen wir zu Beginn erst einmal klären, warum Teamfähigkeit in fast jeder Stellenausschreibung Erwähnung findet und augenscheinlich so wichtig ist.

Teamwork ist gerade bei (abteilungs√ľbergreifenden) Projekten essentiell. Denn auch wenn jeder f√ľr sich einen guten Job macht und Profi auf seinem Gebiet ist, kommt es doch am Ende auf die Gesamtleistung an. Die Frage lautet dann n√§mlich nicht ‚ÄěWie gut ist jeder einzelne?‚Äú sondern ‚ÄěWie gut ist das Team?‚Äú.

Wenn die Marketingabteilung eine herausragende Strategie entwickelt hat, der Grafiker die ben√∂tigten Materialien jedoch nach eigenen Vorstellungen gestaltet, ist das Resultat zwar nicht zwangsl√§ufig schlecht, aber auf jeden Fall nicht zielf√ľhrend.

Teamfähigkeit ist wichtig, weil ein Unternehmen damit schneller ein bestimmtes Ziel erreicht. Sie verzahnt unterschiedliche Arbeitsabläufe, optimiert die Kommunikation untereinander und minimiert Fehlerquellen. Oder mit anderen Worten: Teamfähigkeit steigert die Effizienz innerhalb des Unternehmens.

 

Teamwork lernen ‚Äď So funktioniert es

Teamf√§higkeit beziehungsweise Teamwork ist streng genommen nicht nur eine einzelne F√§higkeit, sondern ein Sammelbegriff f√ľr viele verschiedene Eigenschaften. Hierzu geh√∂ren beispielsweise:

  • Konstruktivit√§t (beispielsweise bei Kritik)
  • Kommunikationsf√§higkeit
  • zielorientiertes Arbeiten
  • Effizienz
  • soziale Kompetenz

Jedes Mitglied einer Gruppe muss diese Eigenschaften und Fähigkeiten mitbringen, damit aus einer Ansammlung von Menschen ein Team wird. Wenn Sie bisher eher zu den Einzelkämpfern gehört haben, dann helfen Ihnen die nachfolgenden Tipps dabei, endlich zum Teamplayer zu werden.

 

Arbeiten Sie an Ihrer Kommunikation

Teamfähigkeit funktioniert nur auf der Basis einer offenen, respektvollen und unmissverständlichen Kommunikation. Doch gerade Letzteres wird schnell zur Herausforderung, wenn es darum geht, verschiedene Arbeitsschritte und (Zwischen-)Ergebnisse abzusprechen.

Während Einzelkämpfer oftmals gar nicht oder nur unzureichend kommunizieren, stehen Teamplayer im permanenten Austausch zu ihren Kollegen. Es gibt nur wenige Dinge, die sie nicht mit anderen besprechen und Feedback zu geben gehört genauso zu ihrem Arbeitsalltag wie Feedback zu erhalten.

Wichtig ist au√üerdem, dass Sie lernen zuzuh√∂ren ‚Äď und zwar auch dann, wenn Ihnen das Gesagte nicht gef√§llt. In einem Team hat jeder das Recht, etwas zu sagen und dementsprechend auch geh√∂rt zu werden.

Gute Kommunikation im Team ist:

  • keine Einbahnstra√üe
  • klar und deutlich
  • respektvoll und auf Augenh√∂he
  • konstruktiv

 

Werden Sie kritikfähig

In einem Team herrscht nie immer nur eitel Sonnenschein. Hier können auch schon mal richtig die Fetzen fliegen. Damit am Ende des Konflikts trotzdem wieder alle zielorientiert weiterarbeiten, ist es entscheidend, konstruktive Kritik anzunehmen und daraus zu lernen.

Lese-Tipp: Wie Sie richtig mit Kritik umgehen erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Behalten Sie immer das Ziel im Auge

Ein Team besteht aus mehreren Individualisten mit unterschiedlichen Meinungen, die jedoch immer das gemeinsame Ziel im Auge behalten. Sobald dies nicht mehr der Fall ist und Sie beispielsweise Ihre Interessen √ľber die der Gemeinschaft stellen, kommt es schnell zu Konflikten und Auseinandersetzungen. Diese k√∂nnen nicht nur die allgemeine Stimmung im Team negativ beeinflussen, sondern schlimmstenfalls auch den Erfolg des Projektes gef√§hrden.

Darum ist es extrem wichtig, dass Sie stets das Ziel im Auge behalten und dieses √ľber alles andere stellen.

 

Beteiligen Sie sich aktiv an der Problemlösung

W√§hrend die einen noch damit besch√§ftigt sind, ein Problem zu benennen, besch√§ftigen sich andere l√§ngst damit, wie sie es aus der Welt schaffen k√∂nnen. Ein guter Teamplayer legt den Fokus stets auf die L√∂sung und nicht auf das Problem an sich ‚Äď immerhin wei√ü er: Je schneller die Angelegenheit beseitigt wurde, desto eher kann man sich wieder auf das wirklich Entscheidende konzentrieren: Das gemeinsame Ziel.

 

Treten Sie auch mal einen Schritt zur√ľck

Ein gutes Team besteht aus unterschiedlichen Charakteren, die eine m√∂glichst gro√üe Heterogenit√§t mit sich bringen. Neben den ‚ÄěAlphatieren‚Äú gibt es so zum Beispiel auch die Analysten, die Probleml√∂ser, die Protokollanten oder auch die, die ungern reden, sondern lieber gleich machen.

Wenn Sie zu denen geh√∂ren, die sich gern im Vordergrund aufhalten, ist es von entscheidender Wichtigkeit, dass Sie lernen, auch mal einen Schritt zur√ľckzutreten und anderen die B√ľhne zu √ľberlassen. Wer zu viel Platz im Team einnimmt und beginnt, andere zu verdr√§ngen, der macht sich nicht nur unbeliebt, sondern gef√§hrdet auch den Erfolg des Projektes.

 

Feiern Sie Erfolge gemeinsam

Sie waren der- oder diejenige, der/die den entscheidenden Impuls gegeben hat, um das Projekt einen Schritt voran zu bringen oder sogar abzuschlie√üen? Herzlichen Gl√ľckwunsch! Doch denken Sie immer daran: Ein Teamplayer heimst niemals die Lorbeeren allein ein, sondern feiert den Erfolg mit allen anderen. Denn auch wenn Sie in diesem Moment der gro√üe Held sind, hat doch jedes Mitglied etwas zum Gelingen des Projektes beigetragen.

√úbrigens: Teams, die Erfolge gemeinsam feiern, sind meist auch in der Lage, geschlossen f√ľr R√ľckschl√§ge oder Fehler gerade zu stehen. Auch das ist ein Aspekt von Teamf√§higkeit.

 

Unterst√ľtzen Sie Ihre Teamkollegen

Auch wenn jedes Teammitglied eigenst√§ndig agiert, gilt es doch auch immer, sich in schwierigen Situationen zu unterst√ľtzen ‚Äď sei es durch ein allgemeines Feedback, eine konkrete Empfehlung oder auch eine praktische Hilfestellung.

Teamplayer erkennen sofort, wo es klemmt und wo ihr Support benötigt wird. Auch hier gilt wieder: Betrachten Sie sich nicht als den glorreichen Retter, sondern als ein wichtiges Bestandteil im komplexen System.

 

Zeigen Sie Kompromissbereitschaft

Wenn im Team unterschiedliche Meinungen und Sichtweisen aufeinanderprallen, bedeutet das automatisch, dass mindestens einer zur√ľckstecken muss. Das Zauberwort in dieser Konfliktsituation lautet: Kompromissbereitschaft.

Das bedeutet nat√ľrlich keinesfalls, dass Sie immer nur nachgeben sollen, damit der Haussegen im Team nicht schief h√§ngt. Kompromissbereitschaft an den Tag legen hei√üt immer, einen Schritt aufeinander zuzugehen anstatt zur√ľck zu treten. Kompromisse sind ‚ÄěErsatzl√∂sungen‚Äú, mit denen alle Beteiligten leben k√∂nnen. Ein Einzelk√§mpfer, der sich nie mit anderen absprechen muss, wird hierzu nur schwer in der Lage sein. Ein Teamplayer hingegen beherrscht die Kompromissbereitschaft oftmals im Schlaf.

 

Beweisen Sie einen langen Atem

Niemand hat gesagt, dass Teamwork einfach ist. Schon in der Schule lernen die Kinder: Da, wo viele Menschen und somit auch viele Meinungen aufeinander prallen, verstreicht oftmals viel Zeit, in der miteinander diskutiert wird. Selbst wenn alle Teammitglieder das gemeinsame Ziel klar vor Augen haben, gestaltet sich der Weg dort hin oftmals langatmig und m√ľhselig.

Darum ist es auch so wichtig, dass Sie als Teamplayer einen langen Atem unter Beweis stellen und Ihr Durchhaltevermögen trainieren. Auf diese Weise können Sie viel besser mit den teils zähen Entscheidungsprozessen umgehen.

 

In jedem von uns steckt ein Teamplayer

Vielleicht wurden Sie nicht als Teamplayer geboren ‚Äď doch das bedeutet auf keinen Fall, dass Sie nicht zu einem werden k√∂nnen. In jedem von uns steckt die Eigenschaft Teamf√§higkeit. Sie muss nur manchmal erst aus uns herausgekitzelt werden.

Betrachten Sie die Transformation vom Einzelkämpfer zum Teamplayer als Ihr persönliches Projekt und machen Sie sich immer wieder klar, dass es sich hierbei um einen Prozess handelt. Niemand schafft es von heute auf morgen, sich vollständig zu verändern. Besser ist es, in kleinen Schritten zu denken und dadurch immer wieder Teilerfolge zu feiern. Außerdem ist es wichtig, dass Sie die nötige Bereitschaft mitbringen. Nur wer wirklich ein Teamplayer werden will, kann sein Dasein als Einzelkämpfer hinter sich lassen.

 

Newsletter abonnieren

Was bringt meine Karriere voran? Regelmäßige Tipps zu Karriere & Weiterbildung...

E-Mail-Adresse eintragen:
 Ich habe die Datenschutzerkl√§rung & Widerrufshinweise zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine E-Mailadresse zum Versand des Newsletters elektronisch erhoben und gespeichert wird. Hinweis: Sie k√∂nnen Ihre Einwilligung jederzeit f√ľr die Zukunft hier per E-Mail an Karrierefaktor.de widerrufen.

 

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
1348 0 0


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Top-Artikel

Weiterbildung

Ein gelungener Start f√ľr Ihre englische E-Mail

Wie gut sind Ihre englischen E-Mails? Können Sie sicher verkehren und haben Sie stets die richtigen ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
64397 0 1
Firmenfahrzeug Im Job

Dienstwagen statt Gehaltserhöhung: Wann sich der Deal lohnt

Wenn der Chef die Bitte nach einer Gehaltserhöhung immer wieder ablehnt, bleibt noch die ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
30566 0 5
Gehalt

Wann muss das Gehalt auf dem Konto sein?

Ein monatliches Gehalt ist eine schöne Form von Sicherheit: Du kannst planen, einen Dauerauftrag ...
Weiterlesen »

Karrierefaktor von: Karrierefaktor
11815 0 0

Legende: Karrierefaktor = Karrierefaktor   Gastbeitrag = Gastbeitrag



Karrierefaktor

Google+