Karrierefaktor 8. Oktober 2012

Twittern auf höchstem Niveau – Der Beruf des Social Media Managers

Twittern fĂĽr den Job
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Facebook, Twitter & Co sei Dank: Durch die Etablierung sozialer Netzwerke, Blogs, Wikis und Podcasts im Arbeitsleben, tun sich neue Berufsbilder auf, die sowohl Berufseinsteigern, als auch Berufstätigen, neue Aufgaben und Herausforderungen im Job bieten können.

Social Media ermöglicht es Unternehmen mit Ihren Kunden und Zielgruppen in Dialog zu treten. Anstelle von Information, die beispielsweise bei Newslettern im Vordergrund steht, soll Kommunikation treten. Dies bietet dem Unternehmen ein unglaubliches Potential: Die Meinungen der Kunden zu Produkten und Leistungen können eingeholt werden, sodass günstig Marktforschung betrieben werden kann, bei Beschwerden oder Problemen, kann das Unternehmen auf den Frust der Konsumenten reagieren und mit ihnen kommunizieren und durch gezielte Ansprache der Zielgruppe auf Facebook und Twitter können günstig neue Kunden gewonnen werden.

Diese Möglichkeiten führen dazu, dass Unternehmen diese Plattformen immer mehr nutzen. Um das wirtschaftliches Potential ausschöpfen zu können, reicht es nun nicht mehr aus, einem Praktikanten zu sagen, er möge statt Kaffee zu kochen doch heute mal ein bisschen twittern. Stattdessen sind Personen erforderlich, die sich um die Auftritte des jeweiligen Unternehmens in Online-Netzwerken kümmern.  Am stärksten etabliert hat sich hierfür die Tätigkeit des Social Media Managers.

Die Aufgaben eines Social Media Managers bestehen vor allem darin, die Aktivitäten des Unternehmens im Social Media Bereich voranzubringen. Dafür müssen bisherige Tätigkeiten analysiert, ausgewertet und ausgebaut werden. Zunächst sollte dafür definiert werden, wen das Unternehmen wie über welche Netzwerke erreichen möchte. Dementsprechend müssen die Auftritte auf den Plattformen organisiert und vor allem regelmäßig gepflegt werden.

Diese regelmäßige Pflege ist aufgrund hoher Aktualität und Schnelllebigkeit im Social Media Bereich unglaublich wichtig. Bestes Beispiel hierfür ist die Reaktion der Kunden auf einen Werbespot der ING Diba. Die Werbeabsicht der Bank ist leider vollkommen nach hinten losgegangen: Statt die Kunden von der Fürsorge und Kundenbetreuung der Bank zu überzeugen, führte der Spot zu einem riesigen Shitstorm auf der Facebook-Seite von ING Diba. Das Unternehmen hat in diesem Fall reagiert, wie man es im Sinne der Facebook-Fanpages tun sollte: Statt Posts zu löschen und zurückzuhalten, haben sie die Diskussion auf der Plattform zugelassen. Sie haben schnell reagiert und Stellung bezogen. In der Stellungnahme wünschten sie sich, die unterschiedlichen Meinungen zum Spot zuzulassen und frei zu diskutieren.

Genau das ist Aufgabe des Social Media Managers: Einen Blick auf die Online-Auftritte des Unternehmens haben, sehen, was geschieht, reagieren und moderieren, aber nicht unterbinden.

Um diese Aufgaben effektiv und effizient erfüllen zu können, ist es auch wichtig, dass der Social Media Manager seine Zielgruppe kennt. Er tritt in Dialog mit dem Kunden und sollte deswegen auch ihren Ton treffen und sich auf Augenhöhe mit den Fans bewegen.

Neben der eignen Seite müssen aber auch die Auftritte der Konkurrenz im Auge behalten werden. Was wird momentan geblogt, getwittert und gepostet? Wer gewinnt wie die meisten Fans und Follower für seinen Auftritt? Auch für diese Themen steht Aktualität im Mittelpunkt. Wer interessante Themen postet, gewinnt ein interessiertes Publikum. Dabei spielt aber die Verpackung eine wichtige Rolle. Heißt: Ein Social Media Manager sollte auch ein Talent zum Schreiben mitbringen. Wird ein spannendes Thema uninteressant präsentiert, bleiben die Reaktionen aus.

Die Aufgaben eines Social Media Managers sind somit vielseitig und abwechslungsreich. Immer mehr Unternehmen suchen Mitarbeiter auf diesem Gebiet. Wichtige Vorraussetzung sind vor allem Kommunikationsstärke, vielseitiges Interesse und vor allem eine starke Affinität zu sozialen Online-Medien.

Da die Unternehmensaktivitäten im Bereich Social Media jedoch immer mehr zunehmen und immer mehr Betriebe erkennen, dass sie Social Media in die Unternehmensstruktur integrieren sollten, nehmen auch die Angebote an speziellen Studiengängen und Weiterbildungen immer weiter zu.

Die SRH Berlin bietet ab diesem Jahr einen Bachelor of Arts in BWL mit Schwerpunkt E-Business und Social Media an. Die Fachhochschule des Mittelstands hat den Masterstudiengang „Creative Communication & Social Media Management“ im Angebot.
Für Berufstätige bieten viele Weiterbildungseinrichtungen und Fernakademien Möglichkeiten, Kenntnisse im Bereich Social Media auf- und auszubauen. Die Fernakademie für Erwachsenenbildung bietet beispielsweise ein Fernstudium zum Social Media Manager an, die ILS hat den Fernlehrgang „Social Media Manager“ in ihrem Programm und der Bachelor- Studiengang „Digitale Medien“ der WBH mit der Vertiefung Social Media ermöglicht es durch ein Fernstudium wichtiges Know-How zu gewinnen.

Social Media bietet somit nicht nur der jungen Generation interessante Jobmöglichkeiten, auch Arbeitnehmer können den neuen Hype nutzen, um ihre Kenntnisse zu erweitern und neuen Schwung in ihre Karriere und ihr Berufsleben zu bringen.

 

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