Karrierefaktor 6. April 2017

Was ist ein gutes Gehalt?

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Die Frage nach einem guten Gehalt kann man pauschal nicht beantworten. Es kommt immer darauf an, worauf du selbst wert legst. Wer viel verdienen will, muss häufig auch eine Menge Zeit investieren, erst in ein Studium und später in lange Arbeitsstunden. Ob ein Gehalt gut ist oder nicht, hängt also vor allem mit den eigenen Ansprüchen zusammen.

 

Gutes Gehalt nach hartem Studium

Die meisten Menschen finden, dass zum Beispiel Oberärzte und Chefärzte ein gutes Gehalt bekommen. Wenn man sich allein die Summe ansieht, die häufig im sechsstelligen Bereich liegt, ist das auch durchaus richtig: Davon kann man ein großes Haus und ein, zwei nette Autos bezahlen. Allerdings werden schon zum Studium nur die besten Abiturienten zugelassen.

Das hat auch seinen Grund: Das Lernpensum ist hoch. Medizinstudenten gehen oft an ihre Grenzen, und nach dem Studium müssen sie sich erst als Assistenzärzte beweisen. Der Konkurrenzkampf ist hart, die wirklich guten Stellen sind nicht besonders zahlreich. Wer sich als geeignet beweisen will, arbeitet lange Schichten.

 

Abstriche im privaten Bereich

Berufe wie etwa der des Arztes verlangen viel Aufmerksamkeit und Zeit, und sie bringen viel Verantwortung mit sich. Eine falsche Entscheidung kann ein Menschenleben kosten. Dieser Druck in Verbindung mit langen Arbeitsstunden und einer gewissen Unfreiheit, was die Freizeit und die Urlaubsplanung angeht, schreckt viele Menschen ab.

Das gute Gehalt ist es ihnen nicht wert, sich von ihrer Familie zu entfremden und nur schlaglichtartig mitzubekommen, wie die eigenen Kinder aufwachsen. Die langen Arbeitsstunden gelten auch für viele Managementberufe und andere hohe Posten: In den meisten Fällen ist ein gutes Gehalt mit einer intensiven Beschäftigung mit dem Beruf verbunden. Menschen, die durch ihren Beruf reich geworden sind, berichten oft von sechzig oder gar siebzig und mehr Arbeitsstunden pro Woche. Dafür muss man geschaffen sein.

 

Beruf nach Leidenschaft wählen

Ist es dir wichtig, dass du in deinem Beruf mit Menschen arbeiten kannst, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Du kannst zum Beispiel Pflegekraft werden, Kinder betreuen oder dich im Wellness- und Kosmetikbereich nach einem Job umsehen. Der Beruf wird, wenn er dir liegt, erfüllend und befriedigend sein. Und das ist ein guter Ausgleich dafür, dass das Gehalt im Verhältnis mit den genannten Beispielen nicht so hoch ist. Gleiches gilt, wenn du am liebsten in der Küche stehst: Als Hilfskraft verdienst du hier nur sehr wenig Geld, und auch als Koch solltest du deine Arbeit lieben, so stressig und hektisch sie auch manchmal ist.

Diese Ungleichverteilung mag unfair erscheinen. Trotzdem ist es wichtig, dass du deinen Beruf und zuvor deine Ausbildung oder dein Studium nach deiner Neigung wählst. Ansonsten wird dein Job für mehr als vierzig Jahre eine ständige Quelle des Unwohlfühlens sein – wer geht schon gern jeden Morgen mit Bauchschmerzen zur Arbeit? Innerhalb des Bereichs, der dir Freude bereitet, kannst du auf den am besten bezahlten Job hinarbeiten.

 

Gutes Gehalt ist immer relativ

Ob das, was monatlich auf deinem Konto landet, ein gutes Gehalt ist, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Zum Beispiel musst du in einer teuren Stadt wie München deutlich mehr verdienen, um einen gewissen Lebensstandard zu pflegen, als in wenig besiedelten Regionen auf dem Land. Der Süden Deutschlands ist insgesamt teurer als der Norden, der Westen noch immer etwas teurer als der Osten. Grundsätzlich solltest du daher tun, was dich glücklich macht und was für dein Leben ausreicht.

Zum Thema:

Wer verdient was?
Welcher Beruf passt zu mir?
Wann muss das Gehalt auf dem Konto sein?

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