Karrierefaktor 13. Dezember 2018

10 Wege, um den Einstand im neuen Job richtig zu vermasseln


Sie nutzen den Start ins neue Jahr, um auch beruflich von Neuem durchzustarten? Perfekt! Der Januar ist ein äußerst beliebter Monat für Jobwechsel – und damit auch ein Monat der Einstände. Wenn Ihr erster Arbeitstag im neuen Betrieb kurz bevorsteht, dann haben Sie sich sicherlich auch schon Gedanken darüber gemacht, wie Sie einen möglichst guten Eindruck bei den Kollegen und Vorgesetzten hinterlassen. Welche Wege es gibt, um Ihren Einstand so richtig zu vermassen, das verrät Ihnen der nachfolgende Beitrag.

 

Weg #1: Sie stellen sich nicht allen Kollegen offiziell vor

Niemand verlangt von Ihnen einen 30-minĂĽtigen Monolog. Doch sollten Sie im Zuge Ihres Einstandes zumindest kurz das Wort ergreifen und Ihren zukĂĽnftigen Kollegen verraten,

  • wie Sie heiĂźen
  • wie alt Sie sind
  • woher Sie stammen
  • was Ihre zukĂĽnftige Aufgabe im Team sein wird

 

Weg #2: Sie sind verkrampft

Machen Sie sich locker! Natürlich ist der erste Arbeitstag im neuen Job wahnsinnig aufregend. Doch bedeutet das auf keinen Fall, dass Sie sich wie jemand benehmen müssen, der demnächst zum Schafott gehen muss.

Es macht immer einen guten Eindruck, wenn Sie sich von Anfang an locker geben, auf kleine Plaudereien und Witze eingehen und insgesamt entspannt wirken. Dieses Image ist doch viel besser als das des hyper-aufgeregten Stotterers.

 

Weg #3: Sie hören nicht zu

Locker und gesprächig zu sein ist die eine Sache. Doch sollten Sie auf keinen Fall den Fehler machen, Ihren Einstand als Dauerwerbesendung zu missbrauchen. Wenn Sie von Anfang an einen guten Eindruck hinterlassen wollen, dann gehen Sie auf Ihre Kollegen zu und suchen das Gespräch. Das bedeutet natürlich nicht nur, das Wort zu ergreifen, sondern auch aufmerksam zuzuhören.

Zusatz-Tipp: Bekennen Sie ehrliches Interesse, indem Sie Fragen stellen. Nahezu jeder Mensch liebt es, ĂĽber sich selbst reden zu dĂĽrfen.

 

Weg #4: Sie sind ein Besserwisser

Gleich am ersten Tag alles in Frage stellen und ĂĽberall seinen Senf dazugeben? Sie ahnen es vielleicht schon: Das ist eine ziemlich schlechte Idee.

Um nicht gleich bei allen Kollegen durchzufallen, sollten Sie sich mit Ihren Ansichten und Meinungen in der ersten Zeit im neuen Job zunächst etwas zurückhalten. Wenn es unvermeidbar ist, ein Problem öffentlich anzusprechen gilt wie immer die Devise: Der Ton macht die Musik. Achten Sie darauf, nicht überheblich, arrogant oder eben besserwisserisch zu klingen.

 

Weg #5: Sie wollen gleich alles verändern

Ja, es stimmt. Der Satz „Das haben wir schon immer so gemacht.“ ist keine Begründung für offenkundige Fehler. Doch sollten Sie sich mit Ihren Verbesserungsmaßnahmen in der Anfangszeit erst einmal ein wenig zurückhalten.

Als Neuling werden Sie sich zuerst behaupten und Ihren Platz finden müssen. Ist das geschafft, können Sie auch die Revolution beginnen. Doch bis dahin lautet die Devise: Füße stillhalten – auch wenn es schwerfällt.

 

Weg #6: Sie essen Ihr Mittagessen lieber allein

Der gemeinsame Gang in die Kantine oder zum Bäcker um die Ecke ist für viele Angestellte ein tägliches Ritual, das nicht nur der Nahrungsaufnahme, sondern auch der Pflege sozialer Kontakte dient.

Wer sich hier von vornherein ausschließt, befördert sich selbst in Rekordzeit ins Abseits. Auch wenn Sie nicht vorhaben, sich mit Ihren neuen Kollegen anzufreunden (was absolut in Ordnung ist), sollten Sie doch eine Einladung zum gemeinsamen Mittagessen keinesfalls ausschlagen. Hierbei haben Sie zum einen die Gelegenheit, Ihre Teammitglieder besser kennenzulernen und andererseits wertvolle Tipps und Tricks für das Überleben im Bürodschungel zu erfahren.

Lese-Tipp: Wie Sie sich beim Mittagessen mit Kollegen richtig verhalten, verraten wir Ihnen in unserem Kantinen-Knigge.

 

Weg #7: Sie steigen sofort in den BĂĽro-Klatsch ein

In nahezu jeder Firma gibt es diese bestimmten Mitarbeiter, die mit großer Leidenschaft Klatsch und Tratsch austauschen. Wer hat mit wem eine Liaison begonnen? Warum ist der Kollege wirklich so lang krankgeschrieben? Und ist etwas dran an dem Gerücht, dass der Junior-Chef demnächst alles hinschmeißt? (Siehe auch: 11 Angewohnheiten, die Ihrer Karriere maßgeblich schaden)

Sie müssen kein Arbeitsforscher sein, um zu wissen, dass solche Gesprächsthemen pures Gift für das Betriebsklima sind. Und es dürfte auch klar sein, dass es eine gänzlich schlechte Idee ist, sich gleich zum Einstand an ihnen zu beteiligen. Nehmen Sie stattdessen deutlich Abstand von der Gerüchteküche.

 

Weg #8: Sie missachten den allgemeinen Dresscode

Das perfekte Outfit für den ersten Arbeitstag finden – eine vermeintlich einfache Aufgabe, die jedoch nicht selten zu einer ausgewachsenen Herausforderung wird.

Wenn Sie sich überlegen, was Sie zum Einstand tragen wollen, sollten Sie sich unbedingt über den allgemeinen Dresscode im Unternehmen informieren. Wenn Ihnen dieser nicht schon beim Vorstellungsgespräch aufgefallen ist, können Sie ruhig nochmal zum Telefonhörer greifen und bei Ihrer Ansprechperson nachhaken.

Die allgemeine Schwierigkeit besteht darin, weder over- noch underdressed am Arbeitsplatz zu erscheinen. Während in vielen Branchen der Anzug die typische Arbeitsbekleidung ist, würden Sie in anderen in diesem Outfit in Rekordzeit als „Wichtigtuer“ abgestempelt werden.

Im Zweifelsfall empfehlen wir Ihnen den Dresscode Business Casual – also beispielsweise Hemd beziehungsweise Bluse mit beiger Chinohose.

 

Weg #9: Sie feiern keinen kulinarischen Einstand

Es mag dem einen oder anderen fast schon antiquiert vorkommen, doch in den meisten Unternehmen ist ein kulinarischer Einstand noch immer (inoffiziell) Pflicht. Kein Wunder, denn bei Snacks und Getränken kann man den Arbeitsalltag einmal vergessen und mit Kollegen (aus unterschiedlichen Abteilungen) ins Gespräch kommen.

Was Sie den Mitarbeitern zu Ihrem Einstand anbieten, ist nochmal ein gänzlich anderes Thema. An dieser Stelle sei nur gesagt: Ganz ohne kulinarische Nettigkeiten geht es meist nicht.

 

Weg #10: Sie vergessen zu lächeln

Auch wenn die mürrisch dreinblickende „Grumpy Cat“ zum absoluten Internetstar avanciert ist, bedeutet das nicht, dass Sie sich mit diesem Gesichtsausdruck ähnliche Erfolge erhoffen dürfen.

Wer die ganze Zeit die Mundwinkel nach unten zieht, vermittelt schnell das Bild des humorlosen, bitterernsten und unfreundlichen Kollegen – und wer will schon gern mit diesem zusammenarbeiten?

Wie es besser geht? Ganz einfach: Lächeln Sie – und zwar ehrlich und offen.

Aller Anfang ist schwer? Kommt drauf an!

Ein neuer Job ist immer auch ein neues Abenteuer, dem Sie sich stellen müssen. Die ersten Tage im Büro sind meist extrem aufregend und geprägt von den unterschiedlichsten Eindrücken. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich gut auf Ihren Einstand vorbereiten, sich nicht verstellen und möglichst offen auf die neuen Kollegen zugehen. Dann kann im Grunde genommen nichts mehr schiefgehen.

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