Karrierefaktor 12. Juni 2017

Checkliste Bewerbung: Diese 10 Punkte sind bei der Bewerbung auf jeden Fall zu beachten


Deine Bewerbung ist das erste, was die Menschen in deinem Wunschunternehmen von dir sehen. Von daher sollte sie interessant sein, damit du zu einem GesprĂ€ch eingeladen wirst. Vor allem aber musst du gewisse Formalia einhalten: Fehler in diesem frĂŒhen Stadium fĂŒhren nĂ€mlich leicht dazu, dass deine Bewerbung direkt ins Altpapier oder den virtuellen Papierkorb wandert. Guck dir also unsere Checkliste an, ehe du loslegst!

 

1. Antwort auf die Stellenanzeige

Du hast eine Anzeige gefunden, auf die du dich melden möchtest. NatĂŒrlich willst du dich so gut wie möglich darstellen. Verliere dabei aber nicht aus den Augen, dass deine Bewerbung eine umfassende Antwort auf die Anzeige sein muss. Ist ein Stichtag angegeben, bis wann die Bewerbung vorliegen sollte, muss deine Bewerbung im Zeitrahmen ankommen (besser nicht erst am letzten Tag gegen Feierabend).

Wird nach deinen Gehaltsvorstellungen und dem frĂŒhesten Eintrittstermin gefragt, musst du dazu Angaben machen. Lass die Antworten nicht aus Verlegenheit unter den Tisch fallen, denn dann wirst du vielleicht direkt aussortiert.

 

2. Das richtige Format wÀhlen

In fast allen Stellenanzeigen findest du die Angabe, auf welchem Weg du die Bewerbung einschicken sollst: per Post, per Mail oder ĂŒber das Bewerbungsformular auf der Website. Oft liegt es an der Branche, welcher Weg gewĂŒnscht ist. Halte dich auf jeden Fall daran: Der Unternehmer ist in diesem Fall König.

Du möchtest einen Job von ihm, daher ist es nicht ratsam, seine ersten Anweisungen schon zu umgehen. Ob du selbst es zum Beispiel fĂŒr altmodisch hĂ€ltst, die Bewerbung per Post zu schicken, wenn es per Mail schneller, zeitgemĂ€ĂŸer und gĂŒnstiger geht, spielt hier keine Rolle.

 

3. Seite einrichten fĂŒr das Anschreiben

Damit dein Anschreiben fĂŒr die Personaler auf den ersten Blick richtig aussieht, solltest du dich an die Form DIN 5008 fĂŒr GeschĂ€ftsbriefe halten. So kannst du auch fĂŒr den postalischen Versand einen C4-Fensterumschlag benutzen, in dem die Adresse des Unternehmens durch ein Fenster im Umschlag zu sehen ist. DafĂŒr richtest du die Seite mit diesen RĂ€ndern ein: oben 4,5 cm, links und unten 2,5 cm und rechts 2 cm.

Links oben beginnst du mit der Adresse der Firma, an den rechten Rand kommt deine eigene. FĂŒr Bewerbungen eignen sich serifenlose Schriftarten wie Verdana, Calibri oder Arial. Ein subtiler Hinweis auf deine vorangegangene Recherche ist es aber auch, wenn du die Schriftart benutzt, die das Unternehmen auf seiner Website verwendet.

 

4. Die korrekte Anrede

„Sehr geehrte Damen und Herren“ hat in einer Bewerbung nichts verloren! Deine Bewerbung wird jemand Bestimmtes in die HĂ€nde bekommen und diese Person muss direkt angesprochen werden. In manchen FĂ€llen steht der Name des Personalers mit in der Anzeige. Ist das nicht der Fall, schaust du dich auf der Firmenwebsite um: Wer ist hier fĂŒr das Personal zustĂ€ndig? Oft findest du diese Angabe unter dem Punkt „Team“ oder „Über uns“.

Fehlt sie, greifst du zum Telefon, rufst in der Firma an und fragst nach. Wenn du schon einmal kurz mit der entsprechenden Person sprichst, hast du auch einen guten Startsatz fĂŒr dein Anschreiben – du kannst dich fĂŒr das GesprĂ€ch bedanken.

 

5. Nicht ein Anschreiben fĂŒr alle!

Gerade, wenn du dich bei mehreren Unternehmen gleichzeitig bewirbst, ist es verlockend, ein Anschreiben zu verwenden und nur die Adresse und den Firmennamen zu Ă€ndern. Tu das aber lieber nicht: Personaler merken schnell, wenn sie eine Bewerbung „von der Stange“ in den HĂ€nden halten. Stattdessen solltest du dir Zeit nehmen, dich ĂŒber das Unternehmen schlau zu lesen.

Die wichtigste Quelle ist natĂŒrlich die Firmenwebsite, aber schau auch ĂŒber die Suchmaschinen, ob du ErwĂ€hnungen in der Presse findest. Auch Unternehmensbewertungen bei einschlĂ€gigen Portalen können dir weiterhelfen. Je genauer dein Bild des Unternehmens ist, desto genauer weißt du, wo seine Vorteile liegen und was es braucht. Die Vorteile hebst du hervor, um zu verdeutlichen, warum du hier arbeiten möchtest. Und dann kannst du erklĂ€ren, warum du genau die FĂ€higkeiten hast, die sie suchen. Vergiss nicht deine handschriftliche Unterschrift!

 

6. In der KĂŒrze liegt die WĂŒrze

Richtiges Format, knackiger Einstieg, BegrĂŒndung der Bewerbung in diesem Unternehmen, Hervorheben der eigenen FĂ€higkeiten mit Beispielen, Angaben zu Gehalt und frĂŒhestem Termin fĂŒr den potenziellen Arbeitsbeginn, Verabschiedung und Unterschrift – das alles sollte auf einer Seite Platz finden. Keine Angst, das funktioniert, aber dafĂŒr musst du dich kurzfassen: Pro Bewerbung haben Personaler heute oft nur noch wenige Minuten Zeit. MĂŒssen sie im Anschreiben schon blĂ€ttern, sorgt das schnell fĂŒr Ungeduld.

 

7. Beim Foto nicht knausern

Dass du auf einem Bewerbungsfoto ordentlich und gepflegt aussehen solltest, weißt du sicherlich schon. Geh am besten dafĂŒr zum Fotografen, der ein spezielles Angebot fĂŒr Bewerbungsfotos hat. Auch wenn deine Handykamera noch so hochwertig ist, kennt der Profi sich besser mit HintergrĂŒnden, Ausleuchtung und Körperhaltung aus.

Diese Unterschiede sind auf dem Bild deutlich zu erkennen, daher solltest du tatsĂ€chlich das Geld fĂŒr den Fachmann investieren. Das gilt zumindest, wenn du dich in Deutschland bewirbst. FĂŒr eine Bewerbung in den USA oder Großbritannien zum Beispiel brauchst du kein Foto.

 

8. FĂ€higkeiten genau angeben

Deine Fremdsprachen- und Computerkenntnisse sind fĂŒr deinen potenziellen Arbeitgeber natĂŒrlich von großem Interesse. Daher reicht es auch nicht, wenn du „Englisch“ und „Office“ angibst. Kannst du dich auf Englisch so halbwegs verstĂ€ndigen oder sprichst du es vertragssicher? Das macht einen großen Unterschied. Gib also auf jeden Fall das Niveau mit an.

Gleiches gilt fĂŒr deine EDV-Kenntnisse. „Office“ umfasst mehrere Tools, von denen einige ausgesprochen speziell sind. Wenn du die vielen Funktionen von Word im Schlaf beherrschst, dich mit Excel leidlich gut auskennst und schon einmal eine Powerpoint-PrĂ€sentation gehalten hast, dann solltest du diese einzelnen Tools auch mit dem Niveau deiner FĂ€higkeiten nennen.

 

9. Hobbys sorgfÀltig auswÀhlen

Deine Hobbys beziehungsweise weiteren Interessen im Lebenslauf können fĂŒr den Personaler ein Hinweis darauf sein, wie du dich im Team benehmen wirst. Mannschaftssportarten etwa deuten darauf hin, dass du dich gut mit anderen arrangieren kannst. Die Mitgliedschaft in Vereinen wirkt Ă€hnlich, und wenn du dich sozial engagierst oder ehrenamtlich arbeitest, ist das ein deutlicher Hinweis auf dein Verantwortungsbewusstsein und deine soziale Kompetenz. „Netflix und chillen“ hat hier aber wirklich nichts verloren, auch wenn du deine Wochenenden so verbringst. Auch deine Hobbys sollten deine Eignung fĂŒr den Job unterstreichen.

 

10. Zeugnisse mĂŒssen passen

Nach dem Lebenslauf gehören deine Zeugnisse in die Mappe – aber bitte nicht alle! Bewirbst du dich um eine Ausbildung, muss dein Schulabschlusszeugnis mit hinein. Hast du ein Praktikum in der Branche absolviert, ist das super und das Zeugnis ist besonders wichtig. Suchst du nach einem Job, nachdem du deine Ausbildung oder dein Studium beendet hast, kommt das Abschlusszeugnis mit hinzu.

Hast du bereits Arbeitserfahrung gesammelt, sind auch die Arbeitszeugnisse wichtig. Ab deinem vierzigsten Lebensjahr kannst du auf dein Schulabschlusszeugnis getrost verzichten, das spielt inzwischen keine Rolle mehr.

Ein oft gemachter Fehler aber betrifft Praktikumszeugnisse, die nichts mit der Branche zu tun haben, in der du arbeiten willst: Beweist du Qualifikationen fĂŒr einen vollkommen anderen Job, sieht der Personaler lediglich, dass du ein Problem mit der PrioritĂ€tensetzung hast. FĂŒr deinen Ingenieursjob ist es irrelevant, ob du ein tolles Zeugnis fĂŒr dein Schulpraktikum im Kindergarten bekommen hast, also lass es weg. Auch hier gilt: Alles Wichtige muss in die Bewerbung, alles Unwichtige bleibt weg. Das betrifft Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse gleichermaßen. Viel Erfolg!

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