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Alle Jahre wieder: Heiligabend im Büro
/0 Kommentare/in Im Job/von admUnsere Weihnachtsbräuche führen dazu, dass Heiligabend in den meisten Familien den Höhepunkt der Festtage bildet. Trotz dessen ist dieser Weihnachtstag im Gegensatz zum 25. Und 26.12. kein offizieller Feiertag. Entsprechend viele Arbeitnehmer müssen am Heiligen Abend noch einmal den Weg in ihren Job auf sich nehmen, bevor Sie mit der Familie in die erholsamen Feiertage starten können. Gelten hierbei Sonderregelungen oder ist Heiligabend ein ganz normaler Arbeitstag? Wir bringen Licht ins Dunkle.
Der 24. Dezember ist wie bereits erwähnt grundsätzlich zunächst kein gesetzlicher Feiertag. Entsprechend können Arbeitgeber von ihren Arbeitnehmern einfordern, an diesem Tag regulär zu arbeiten. Einzige Ausnahme: Heiligabend fällt auf einen Sonntag. Das gleiche gilt übrigens auch für Silvester. Und: Viele Bundesländer definieren den Heiligen Abend in ihren Feiertagsgesetzen als „Stillen Tag“ bzw. „Stillen Feiertag“. Infolgedessen sind in der Regel der Nachmittag, sowie der Abend geschützt. Genaueres können Sie im Einzelfall den Feiertagsgesetzen der Länder entnehmen.
Trotzdem hat diese Regelung nicht zwingend zur Folge, dass ab den Nachmittagsstunden nicht mehr gearbeitet werden darf. Die Gesetzeslage bezieht sich vor allem auf öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, die zu diesen Zeiten nur eingeschränkt erlaubt sind. Die Büroarbeit am Schreibtisch fällt nicht unter diese Regelung. Viele Arbeitgeber nehmen jedoch trotzdem Rücksicht und verankern Sonderregelungen im Tarifvertrag. Über die Regelungen sollten Sie sich für Ihr jeweiliges Unternehmen informieren. Für die meisten Bürotätigkeiten gilt Heiligabend somit als arbeitsfreier Tag. In vielen Betrieben dürfen Arbeitgeber dann zu Hause bleiben, ohne einen Urlaubstag zu verlieren. In anderen Branchen wie beispielsweise dem Einzelhandel schließen die Geschäfte meist um die Mittagszeit, sodass Arbeitnehmer den Nachmittag und Abend in jedem Fall frei haben.
Ausgenommen von allen Sonderregelungen und Ausnahmen sind selbstverständlich alle Notdienste und Berufe, die rund um die Uhr zur Verfügung stehen müssen. Leider kann der Betrieb hier auch an Heiligabend nicht stillstehen.
Trotz der diffusen Gesetzeslage wünschen wir Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und hoffen Sie können die Tage gemeinsam mit Ihrer Familie genießen.
Was Personaler von Sales & Marketing lernen können
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Wir leben und arbeiten in einer neuen, sich unaufhaltsam digitalisierenden Businesswelt. Und wir stecken mitten drin im größten Change-Prozess aller Zeiten. Die Macht ist zu den Mitarbeitern gewandert. Und die Kunden haben, von vielen nahezu unbemerkt, die Macht schon längst übernommen. Was das bedeutet? Heute entscheiden vor allem die eigenen Kunden darüber, ob neue Kunden kommen und kaufen. Und die eigenen Mitarbeiter entscheiden maßgeblich mit, wer die besten Talente gewinnt. Passende interne Rahmenbedingungen und eine auf diesen Wandel ausgerichtete Führungskultur sind unausweichlich, damit die Zukunft erreicht werden kann.
Drinnen und draußen: eng miteinander verflochten
Viele Themen, mit denen die Personaler im Zuge dieses paradigmatischen Wandels zu tun bekommen, beschäftigen Sales & Marketing schon seit Jahren: der Wandel vom Anbieter- zum Käufermarkt, die Markenbildung, Bewertungsportale, die schwindende Kundentreue, der Kunde als Botschafter, Empfehlungsprogramme und das Touchpoint Management – um nur einige Aspekte von vielen zu nennen. Passende Mittel, Wege und Lösungen wurden dort längst gesucht und gefunden. Diese lassen sich oft beinah eins zu eins auf den HR-Bereich übertragen.
Viele Phänomene sind außerdem eng miteinander verwoben: zum Beispiel die Mitarbeiter- und Kundenloyalität – und auch das Empfehlungsmarketing nach drinnen und draußen. Man muss nämlich empfehlenswert sein, um empfohlen zu werden. Und wo die Mitarbeiter wechseln wie im Taubenschlag, da wird es auch bald keine treuen Kunden mehr geben. Denn Loyalität entsteht vor allem zwischen Menschen. So gelingt es vielen Verkäufern, ihre Kunden mitzunehmen, wenn sie das Unternehmen wechseln. Da wäre es doch gut, vom Vertrieb zu erfahren, wie die das mit der Loyalität hinbekommen. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen.
| Themen, die miteinander verbunden sind, und bei denen man voneinander lernen kann | |
| Human Resources | Sales & Marketing |
| Mitarbeiterloyalität | Kundenloyalität |
| Mitarbeiter als Botschafter und Empfehler | Kunden als Botschafter und Empfehler |
| Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programme | Kunden-werben-Kunden-Programme |
| Arbeitgeberbewertungsportale | Meinungs- und Bewertungsportale |
| Employer Branding | Markenbildung (Branding) |
| Personalmarketing | Produktmarketing |
| Stellenanzeigen | Werbeanzeigen |
| Candidate Experience/Collaborator Experience | Customer Experience/Brand Experience |
| Internes Touchpoint Management | Externes Touchpoint Management |
| Interner Touchpoint Manager | Externer Touchpoint Manager |
Mitarbeiter sind die neuen Promotoren
Neben Engagement und Loyalität sind aktive Empfehlungen wohl das Wertvollste, was ein Unternehmen von seinen Mitarbeitern bekommen kann. Wenn es sie bekommt! So äußern sich in Deutschland, wie eine Untersuchung der YouGov Psychonomics AG ergab, derzeit lediglich 49 Prozent der Arbeitnehmer zustimmend zu folgender Aussage: „Freunden und Bekannten berichte ich viel Positives über meinen Arbeitgebe



Nur wer empfehlenswert ist, wird auch tatsächlich weiterempfohlen. Und nur wer etwas geboten bekommt, worüber es sich zu reden lohnt – womit man sich also schmücken und bei anderen punkten kann –, nur der wird eifrig berichten. Empfehlungsbereitschaft braucht demnach Superlative. Mittelmaß wird niemals empfohlen. Erst im Bereich der Spitzen, wenn man also höchst zufrieden oder zutiefst unzufrieden ist, wird man – egal ob auf der Kunden- oder Mitarbeiterseite – in positiver oder negativer Richtung aktiv. Da könnte es doch spannend sein, zu erfahren, was die Kollegen aus dem Kundenbeziehungsmanagement zum Thema Empfehlungsgeschäft schon alles herausgefunden haben.
Bewerber wie Kunden ansprechen
Langsam müssen sich die Recruiter wirklich was einfallen lassen. Stellenanzeigen, die noch genauso aussehen wie vor fünfzig Jahren, der Einheitsbrei vergleichbarer Texte, das floskelhafte Geschwafel und die Bilderdatenbank-Menschen in den HR-Broschüren locken bald niemanden mehr. Vakanzen müssen kunstfertig verkauft und Kandidaten wie Kunden angesprochen werden. Parallel dazu müssen althergebrachte Abläufe infrage gestellt und interne Prozesse umgekehrt werden, damit die Bewerber sich tatsächlich umworben fühlen. „Wer im Vertrieb die geforderten Zahlen nicht bringt, ist seinen Job schnell wieder los. Wenn aber bei den Personalern die Bewerberausbeute nicht stimmt, dann sind alle anderen schuld: der Arbeitsmarkt, die Demografie, der Standort, das Image“, meint Jörg Buckmann, Leiter Personalmanagement bei den Züricher Verkehrsbetrieben.
Bei der Suche nach Top-Kandidaten kann man sich also durchaus vom Vertrieb inspirieren lassen. Und beim Anzeigentexten kann die Kreativität von Werbeleuten sehr hilfreich sein. Selbst ausgesprochen progressive Methoden aus der Marketingwelt haben da, wo es passt, bereits Einzug ins Recruiting gehalten. So kann es auch im HR-Bereich mit vergleichsweise kleinem Budget gelingen, potenzielle Bewerber per Guerilla-Taktik auf sich aufmerksam zu machen.
Ein Beispiel dafür ist die Kündigungskalenderkampagne der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt, die beim Kreativ Festival in Cannes einen Goldenen Löwen gewann. Der Kalender lieferte 365 vorformulierte Schreiben, mit denen Kreative bei ihrem bisherigen Arbeitgeber kündigen konnten, um schneller eine neue Stelle bei JvM antreten zu können. Die Agentur Scholz & Friends konterte sofort: mit einer Aktion in Kooperation mit einem bei Agenturmitarbeitern sehr beliebten Pizza-Lieferservice. Wenn dort jemand eine Pizza bestellte, wurde zusätzlich eine kostenlose „Pizza Digitale“ mitgeliefert – eine Pizza mit einem QR-Code aus Tomatensoße. Hierüber gelangte man direkt zu einem Jobangebot. Zwölf Bewerbungen gingen daraufhin ein.
Die „Weisheit der Vielen“ nutzen
Zukunft nährt sich aus Innovation. Mitarbeiter und Kunden sind, vor allem dann, wenn man sie konstruktiv zusammenführt, die stärksten Innovatoren. So können nicht nur die Personaler von den Erfahrungen aus Sales & Marketing profitieren. Umgekehrt kann und muss es genauso laufen. Auch Marketer und Vertriebsleute können von Human Resources eine Menge lernen. Was beide Bereiche eint? Es ist vor allem dies: Sie haben vorrangig mit Menschen zu tun.



