Karrierefaktor 9. Oktober 2014

Vorstellungsgespräch: Die besten Antworten auf fiese Fragen

Vorstellungsgespräch Situation
© Gina Sanders

Um den Bewerber im Vorstellungsgespr√§ch wirklich kennenzulernen, nutzen Personaler von Zeit zu Zeit fiese Fallen. Fragen, die bewusst aufs Glatteis f√ľhren, sollen beispielsweise zeigen, wie der Kandidat mit Stress, aussichtslosen Situationen oder anstrengenden Kunden im Joballtag umgehen w√ľrde. Damit Sie hier schnell und richtig reagieren k√∂nnen, ist eine umfassende Vorbereitung notwendig.

Warum haben Sie noch keine Stelle gefunden?

Autsch. Diese Frage tut weh. Vor allem, wenn ein Bewerber tats√§chlich schon l√§nger auf Jobsuche ist und sich langsam Verzweiflung bei der Stellensuche eingeschleicht. Gerade dann gilt es jedoch, souver√§n zu reagieren. Gehen Sie auf die Frage ein, drehen Sie diese jedoch schnellstm√∂glich ins Positive und weisen Sie auf die Erfahrungen hin, die Sie trotz momentaner Suche bereits sammeln konnten. Pflichten Sie dem Personalverantwortlichen bei, dass die aktuelle Arbeitsmarktlage in Ihrer Branche schwierig ist. So best√§tigen Sie ihn im ersten Schritt, das schafft Sympathie. Betonen Sie dann jedoch, dass Sie von Ihren pers√∂nlichen Schwierigkeiten aber auch √ľberrascht sind, da Sie ein Portfolio an Kompetenzen mitbringen (z.B. besondere Sprach- oder Computerkenntnisse, T√§tigkeiten im Ausland oder bei namenhaften Unternehmen). Z√∂gern Sie auch nicht, ehrlich zu sagen, welche Vorstellungen und Erwartungen auch Sie an einen Job haben und damit zu zeigen, dass es auch schwierig ist die Anforderungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern √ľbereinzubringen. Vorsicht: Heben Sie hierbei jedoch nicht ab!

Wie gehen Sie mit schwierigen / arroganten / faulen / […] Kollegen um?

Mit dieser Frage m√∂chte der Interviewpartner Ihre soziale Kompetenz pr√ľfen. Hier gilt es Fingerspitzengef√ľhl zu zeigen und eine Antwort zu finden, die zeigt, dass Sie eine starke Pers√∂nlichkeit haben, die nicht die Faulheit anderer ausbadet. Gleichzeitig d√ľrfen Sie aber auch nicht sagen, dass Sie in solchen Situationen sofort petzend zum Chef laufen und andere Teammitglieder bei jeder kleinsten Differenz am liebsten schnellstm√∂glich in die Pfanne hauen.
Stellen Sie sich als Person da, die wei√ü, dass es zwischen verschiedenen Charakteren zu Konflikten kommen kann. Dies sollten Sie so formulieren, dass deutlich wird, dass Sie nicht Ihrem Gegen√ľber die Schuld zu schieben, sondern erkannt haben, dass das Problem in der Unterschiedlichkeit von Ihnen beiden liegt. Betonen Sie au√üerdem, dass Sie in der Lage sind solche Situationen fair und geduldig zu meistern und Konflikte aktiv l√∂sen und nicht aussitzen.

Was missfiel Ihnen an Ihrem letzten Chef / Arbeitgeber?

Auch hier gilt: Blo√ü nicht in die Vollen gehen und die Gelegenheit nutzen, sich mal richtig √ľber den bl√∂den alten Chef abzuregen. Es ist durchaus m√∂glich, dass der Personalverantwortliche Ihren ehemaligen Vorgesetzen kennt oder sich √ľber ihn informiert hat. Sie bewegen sich mit jeglichen Negativaussagen somit auf sehr d√ľnnem Eis. Abgesehen davon ist, wie bereits beschrieben, jegliche Kritik an anderen Personen im Vorstellungsgespr√§ch sehr vorsichtig zu formulieren. Mit einem einfachen ‚ÄěMein letzter Chef war der beste √ľberhaupt‚Äú retten Sie sich jedoch auch nicht aus der Situation. F√ľhren Sie stattdessen eine beispielhafte Situation an, in der Ihr Chef und Sie unterschiedlicher Meinung waren und beschreiben Sie, wie Sie hier zum Konsens gekommen sind. Damit haben Sie eine Schuldzuweisung umgangen, aber trotzdem ehrlich geantwortet und gleichzeitig gezeigt, dass Sie Konflikte wahrnehmen, l√∂sen und dann auch abschlie√üen k√∂nnen.

Diese Beispielfragen zeigen: Handeln Sie im Vorstellungsgespr√§ch √ľberlegt und schie√üen Sie nicht einfach blind drauf los. Mit etwas Vorbereitung und Ruhe werden Ihnen dann Antworten gelingen, mit denen Sie bei Ihrem Gegen√ľber punkten.

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