Karrierefaktor 6. April 2015

Viele Arbeitnehmer sind „planlos“

Berufswahl
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Bundesweite Umfrage zeigt: Nicht einmal die HĂ€lfte der ErwerbstĂ€tigen plant ihre berufliche Karriere. Business-Plattformen werden fĂŒrs berufliche Weiterkommen bislang kaum genutzt

Nur 43 Prozent der deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer planen konkret, wie sie im Job weiter kommen. Ihnen gegenĂŒber stehen „planlose“ 56 Prozent. Gefragt nach ihren GrĂŒnden sagen 24 Prozent der „Nicht-Planer“, dass sie keine Karriereambitionen haben. Weitere 24 Prozent glauben nicht an die Planbarkeit von Karriere. Fast die HĂ€lfte (46 Prozent) sagt, dass sie ihre persönlichen Karriereziele bereits erreicht habe. Fehlende UnterstĂŒtzung vom Arbeitgeber beklagen immerhin noch 14 Prozent derjenigen, die ihre Karriere nicht konkret vorantreiben.

Karriere pushen ĂŒber Xing und Co.: Vor allem fĂŒr JĂŒngere kein Thema
Trotz steigender Userzahlen bei digitalen Plattformen wie Xing und LinkedIn nutzen nur 25 Prozent der ErwerbstĂ€tigen diese Form sozialer Netzwerke fĂŒr ihre Karriereplanung. Die meisten Befragten nennen hier eher GesprĂ€che mit der Familie, dem Partner oder Freunden, Weiterbildungsangebote, PersonalgesprĂ€che mit dem Vorgesetzten oder sie sprechen mit Kollegen darĂŒber. Überraschend: Je jĂŒnger die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, desto seltener nutzen sie Soziale Netzwerke fĂŒr die Karriereplanung. Nur 17 Prozent der 18- bis 29-JĂ€hrigen treiben ihre Karriere ĂŒber berufliche Web-Plattformen voran. Bei den 30- bis 39-JĂ€higen sind es 28 Prozent, und 30 Prozent der ErwerbstĂ€tigen zwischen 40 und 50 Jahren nutzen diese Möglichkeit zur Karriereplanung.

Starke Sehnsucht nach Work-Life-Balance und Sinn  
Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist fĂŒr die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach wie vor ein großes Thema: Genau die HĂ€lfte der Befragten strebt in den nĂ€chsten zwei Jahren eine bessere Work-Life-Balance an – von den MĂ€nnern sagen dies sogar 51 Prozent. Trotz aller Debatten scheitern viele ErwerbstĂ€tige also nach wie vor bei dem Versuch, Berufliches und Privates miteinander zu vereinbaren. Außerdem wĂŒnschen sich 40 Prozent der Befragten „mehr sinnvolle Arbeitsinhalte als Herausforderung“.

Die weiteren Informationen finden Sie unter www.duw-berlin.de.

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