5 Fragen an: Achim Krämer

Achim Kr√§mer, versteht sich als ‚ÄěMenschenfl√ľsterer‚Äú und begleitet Bewerber und Firmen f√ľr eine optimale Kommunikation in Recruiting- und Bewerbungsprozessen. Sein beruflicher Werdegang ist gepr√§gt aus 15 Jahre Marketing- und Vertrieb in unterschiedlichen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen vorwiegend als F√ľhrungskraft und hat anschlie√üend 6 Jahre als Headhunter gearbeitet. 2002 hat Achim Kr√§mer das bundesweite Beratungsunternehmen Jobcollege KompetenzPartner gegr√ľndet. Als systemischer Coach, Mentor und Berater macht er Potenziale und begrenzende Einfl√ľsse sichtbar.
Er hat erfolgreiche Methoden entwickelt die persönlichen oder unternehmerischen Ressourcen optimal und erfolgreich lebendig werden zu lassen. Ein zentrales Thema ist die Aktivierung von werteorientierter und nachhaltiger Kommunikation.

1. Welches Dokument entscheidet √ľber Erfolg oder Misserfolg einer schriftlichen Bewerbung?

Der Erfolg ist nicht von einem einzelnen Dokument abh√§ngig. Es geht zun√§chst um die Vollst√§ndigkeit und Abstimmung der einzelnen Unterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Selbst wenn alle Unterlagen komplett und ordentlich sind, liegt es noch an zahlreichen Kriterien warum ein Bewerber doch eine Absage erh√§lt. Hohe Anzahl der Bewerber (Nachfrage), interne Recruiting Kriterien, usw. Selbst wenn Sie alle Empfehlungen von s√§mtlichen Bewerbungsratgebern folgen, ist das kein Garant f√ľr eine Einladung zum Vorstellungsgespr√§ch. Also halte ich mich mit pauschalen Empfehlungen sehr bedeckt, da diese nur mehr die Unsicherheiten bedienen, als helfen k√∂nnen. Am besten man l√§sst die Unterlagen von einem Personalprofi checken um f√ľr seine individuelle Situation konkrete Hinweise zu bekommen. Wir bieten so einen Check gratis an.

2. Wie sollten Jobsuchende bei der Erstellung der schriftlichen Bewerbung vorgehen?

  1. Aktuelles Foto (nicht älter als 1 Jahr)
  2. Lebenslauf, l√ľckenlos und chronologisch (r√ľckw√§rts), gut lesbar erstellen
  3. Im Lebenslauf relevante Kompetenzen sichtbar machen
  4. Das Anschreiben sollte sich auf die Stelle beziehen und nicht das ganze Berufsleben erklären oder rechtfertigen.
  5. Bevor die Bewerbung geschickt wird. Durchatmen ;-), Dokumente pr√ľfen und Rechtschreibfehler checken.

3. Wie sieht das ideale Bewerbungsfoto aus?

M√∂glichst authentisch, nat√ľrlich und nicht √§lter als 1 Jahr. Am besten ein Fotostudio aufsuchen das auch nachweisbare Erfahrung mit Bewerbungsfotos hat. Die meisten Fotografen haben eine Website um sich die Qualit√§t der Fotos anzuschauen. Gute Fotografen wollen wissen welchen Beruf Sie haben oder um welche Stelle bzw. Position es sich handelt und werden ihren Kunden entsprechend auch in Kleidungsfragen, K√∂rperhaltung, Ausdruck, usw., beraten.

4. Welche Maßnahmen sollten Bewerber zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch treffen?

Nun, da gibt es einiges zu beachten und Checklisten gibt es genug im Netz. Aber auch hier ist nicht immer alles sinnvoll was in den Ratgebern steht. Eine optimale Vorbereitung richtet sich immer auf die individuelle Job- und Arbeitgeber Situation. Um diese Frage dennoch etwas zu bedienen: Die Firma genau anschauen, sich im Vorfeld m√∂glichst gute Informationen einholen wie die Firma ‚Äětickt‚Äú und was zu den Aufgaben und Verantwortungsbereichen geh√∂rt. Wichtig, eigene Fragen notieren und in den Dialog im Vorstellungsgespr√§ch einbringen.

5. Welche Frage wird aus Ihrer Erfahrung in einem Job-Interview garantiert immer gestellt?

Garantiert die, auf die man sich nicht vorbereitet ;-). In meinen Vorstellungsgespr√§chstrainings gehe ich √ľber 100 Fragen durch und ich vermittle bei relevanten Fragen den eigentlichen Hintergrund der Frage und nicht die vordergr√ľndige ‚ÄěRhetorik‚Äú . Die Erfahrung zeigt, dass es nicht darum geht, sich auf einzelnen Fragen vorzubereiten, sondern zu verstehen wie Personaler bzw. Recruiter ‚Äěticken‚Äú und was sie eigentlich vom Bewerber wissen wollen, um zu einer positiven Entscheidung f√ľr den Kandidaten zu kommen.

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