Karrierefaktor 19. März 2015

Karriere im Mittelstand weniger geradlinig

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Der Mittelstand ist bei vielen angehenden Führungskräften beliebt geworden. Im Gegensatz zu dem beruflichen Werdegang in großen Konzernen gibt es jedoch keinen Königsweg für den Aufstieg. Wer karrieremäßig hoch hinaus möchte, muss Flexibilität bewahren. Unkonventionelle Wege sind im Mittelstand häufiger erfolgreich. Dafür kann man in der Hierarchie sehr schnell aufrücken.

 

Vielfältige Möglichkeiten führen die Karriereleiter hinauf
Wegen der flachen Hierarchien ist der Konkurrenzdruck im Mittelstand niedriger. Es gibt dafür aber auch keinen Fahrplan für die Karriere, wie er in Großkonzernen angeboten wird. Unternehmenseigene Karriereprogramme, an denen man teilnehmen könnte, stehen nicht zur Verfügung, stattdessen ist vermehrt Eigeninitiative gefragt. Dazu gehört außerdem die Bereitschaft, ins kalte Wasser zu springen. Denn der Aufstieg erfolgt oft ohne einen Zwischenstopp oder über den Quereinstieg. Bei einer Neubewerbung sieht das noch anders aus, ein geradliniger Lebenslauf öffnet überhaupt die Tür. Die meisten Führungskräfte rutschen jedoch in ihre erste Führungsrolle hinein und müssen durch Learning-by-Doing Erfahrung sammeln. Spezialisierte Seminare für Führungskräfte können ein Sprungbrett für die Karriere sein und helfen, wenn bestimmte Kenntnisse wie etwa in der Kommunikation, im Projektmanagement und in der Personalverantwortung vertieft werden müssen. Die Teilnahme an teuren Weiterbildungen lohnt sich allerdings nur, wenn ein Führungsjob in Aussicht steht. Im Mittelstand kommt es weniger auf Zertifikate an, die man vorweisen kann, als mehr auf unternehmerisches Denken, Begeisterungsfähigkeit und andere Persönlichkeitsmerkmale. Soziale Kompetenzen und die eigene Motivation spielen für den Aufstieg zur Führungskraft eine größere Rolle als zum Beispiel ein MBA-Titel. Schließlich kommt es in dieser Position vor allem auf gute Mitarbeiterführung an.

Gute Anstellungschancen
Um die Jobaussichten im Mittelstand ist es gegenwärtig gut bestellt. Grund hierfür sind Besetzbarkeitsprobleme, die im Mittelstand höher ausfallen als bei den deutschen Top-1.000-Unternehmen. Laut einer Studie der Universität Bamberg zu den „Recruitingtrends im Mittelstand 2015“ (komplette Studie im PDF-Format) gehen die 1.000 befragten Unternehmen davon aus, dass 38,1 Prozent ihrer Vakanzen voraussichtlich nur schwer zu besetzen sein werden und 6,3 Prozent gar nicht besetzt werden können. Bei den Top-1.000-Unternehmen sind es demgegenüber 4 Prozent weniger Vakanzen, die als schwierig zu besetzen eingestuft werden, nicht besetzbar sein werden wohl 5 Prozent der offenen Vakanzen.

Zum richtigen Zeitpunkt könnte es, wenn die Besetzbarkeitsschwierigkeiten anhalten, für Bewerber leichter werden, eine begehrte Stelle mit Leitungsfunktion zu ergattern, sofern sie als potentielle Kandidaten in Erscheinung treten.

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