Karrierefaktor 27. April 2017

Was ist bei der Gründung des eigenen Unternehmens zu beachten?

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Du wünschst dir beruflich mehr Freiheit und hast deine eigenen Visionen und Ideen im Kopf, die du gerne umsetzen möchtest?

Damit bist du nicht allein! In einer Befragung der Uni Trier gaben über 60 Prozent der Teilnehmer „Unternehmerische und persönliche Freiheit“ sowie den Wunsch nach Selbstständigkeit als Gründe dafür an, ihr eigenes Unternehmen ins Leben zu rufen.

Vom Businessplan über die Wahl einer geeigneten Rechtsform bis hin zur passenden Finanzierung gilt es auf dem Weg zum erfolgreichen Start einiges zu beachten.

 

Tipps und Tricks auf dem Weg zum erfolgreichen Unternehmen

Einen konkreten Plan aufstellen

Bevor du ein Unternehmen gründen kannst, brauchst du einen ausgeklügelten Plan, genauer gesagt einen Businessplan. Der KfW Gründungsmonitor empfiehlt, sich dafür eine ausreichende Planungsphase von sieben Monaten einzuräumen. Der Businessplan hat in erster Linie zum Ziel, die Unternehmensidee zu ordnen und zu strukturieren. In dem Plan sind folgende Punkte aufgeführt und detailliert beschrieben:

  • Zielgruppe der du deine Produkte oder Dienstleistungen anbieten möchtest
  • Markt- und Wettbewerbsanalyse
  • Finanzierung zur Umsetzung der Geschäftsidee (Investition, Umsatzentwicklung und Kapitalbedarf)

 

Firmenname, Schutzrechte & Domain

Wer mit einem Unternehmen in der Geschäftswelt auftreten möchte, muss sich zunächst einen Namen für seine Firma ausdenken. Um deine individuelle Geschäftsidee zu etablieren, ist es zudem unabdingbar, Patente oder die Marke eines bestimmten Produktes zu schützen. Das geht in Form sogenannter gewerblicher Schutzrechte.

Dein erster Ansprechpartner ist in diesem Fall die Industrie- und Handelskammer (IHK), bei der du dich ausführlich beraten lassen kannst. Ob dein Produkt zum Beispiel patentfähig ist, erfährst du vom Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA), das dieses zuvor mit dem aktuellen Stand der Technik abgleicht. Um Kunden dann auf dich und deine Leistungen aufmerksam zu machen, benötigt dein Unternehmen eine Domain für einen ansprechenden Internetauftritt.

 

Die Finanzierung sichern

Grundlage zur Finanzierung ist der Finanzplan, den du im Rahmen des Businessplans aufgestellt hast. Anhand dessen müssen Überlegungen gemacht werden, wie groß der tatsächliche Kapitalbedarf ist, wie viel Eigenkapital zur Verfügung steht und welche Summe dann über bleibt, für die du einen Kredit aufnehmen musst. Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig mit einem Kreditinstitut ins Gespräch zu gehen und sich über mögliche Fördermittel oder Zuschüsse zu informieren.

 

Notwendige Genehmigungen einholen

In unterschiedlichen Branchen sind für den Betrieb eines Unternehmens bestimmte Genehmigungen, Zulassungen oder berufliche Qualifikationen notwendig. Um in diesem Fall auf Nummer sicher zu gehen empfiehlt sich vorab der Gang zur Industrie- und Handelskammer oder zu einem Rechtanwalt, um sich ausführlich über die Details aufklären zu lassen.

 

Die Rechtsform wählen

Jede Rechtsform eines Unternehmens ist an unterschiedliche Anforderungen geknüpft. Während sich Einzelunternehmen oder Personengesellschaften (GbR) relativ schnell gründen lassen, nehmen andere Formen wie beispielsweise Kapitalgesellschaften (GmbH) mehr Zeit in Anspruch. Das liegt daran, dass dafür zunächst einige Termine beim Notar sowie ein Eintrag in das Handelsregister erledigt werden müssen.

Wer plant eine Kapitalgesellschaft zu gründen, sollte unbedingt bedenken, dass der Eintrag in das Handelsregister erst dann erfolgen kann, sobald das Stammkapital einbezahlt wurde. Dafür empfiehlt sich in der Regel ein separates Geschäftskonto, um berufliche und private Finanzen voneinander trennen zu können.

 

Das Unternehmen anmelden

Jedes Unternehmen muss – abhängig von der Art der Tätigkeit sowie der gewählten Rechtsform – bei verschiedenen Behörden angemeldet werden. Zu den wichtigsten zählen:

  • Das Gewerbeamt
  • Das Finanzamt
  • Die Industrie- und Handelskammer
  • Die Berufsgenossenschaft
  • Das Handelsregister

Die Bundesagentur für Arbeit (wenn du in deinem Unternehmen Mitarbeiter beschäftigst)
Auch diesbezüglich kannst du dich von der IHK beraten lassen, für welche Branche die Anmeldung bei welchem Amt erforderlich ist. Eine solche ist essentiell: Zum einen drohen dir ordentliche Bußgelder, wenn du eine verpflichtende Anmeldung nicht durchgeführt hast. Zum anderen kannst du deinen Kunden ohne eine Steuernummer, welche dir vom Finanzamt ausgehändigt wird, keine Rechnungen schreiben.

 

Die Kundenakquise

Nachdem du dir einen Plan ausgedacht und diesen umgesetzt hast sowie sämtliche Formalitäten regelkonform erledigt hast, geht es darum, die wichtigsten Partner in eigener Sache zu finden: deine Kunden. Sicherlich bist du zu 100 Prozent überzeugt von deinem Produkt oder deiner Dienstleistung.

Um damit jedoch Erfolg zu erzielen und finanziellen Gewinn machen zu können, musst du andere davon überzeugen. Damit du von Beginn an erfolgreich sein kannst, solltest du dir in dieser Angelegenheit Unterstützung holen und mit einem Fachmann ein durchdachtes Marketingkonzept erarbeiten.

 

Die finanzielle Organisation

Wenn du mit deinem Unternehmen einen Namen am Markt gemacht hast, geht es darum, deinen Kunden Angebote zu erstellen und nach erledigtem Auftrag Rechnungen zu schreiben. Vielleicht beschäftigst du außerdem Mitarbeiter, deren Löhne du regelmäßig abrechnen musst. Um die Buchhaltung effizient und ordnungsgemäß erledigen zu können, kannst du dir digitale Unterstützung holen. Eine spezielle Software von Lexware für Unternehmen ermöglicht es dir mit nur einem Programm

  • Angebote und Rechnungen an deine Kunden zu schreiben
  • Die Buchhaltung zu managen und
  • Löhne und Gehälter deiner Mitarbeiter abzurechnen

Nach Monaten erfolgreicher Tätigkeit kannst du den Jahresabschluss über die kaufmännische Software an deinen Steuerberater über eine DATEV-Schnittstelle schicken. Ein Business-Cockpit ermöglicht es dir außerdem, deine kompletten Finanzen im Blick zu haben: Auf einer Seite hast du die Möglichkeit, die aktuelle finanzielle Situation einzusehen und diese direkt mit den Zahlen aus dem Vorjahr abzugleichen.

Das Programm ermöglicht es dir auf einfache Art, die Buchhaltung selbstständig zu erledigen. Damit sparst du dir zum Beispiel die Kosten für zusätzliche Mitarbeiter wie einen separaten Buchhalter. Eine Einsparung, die sicherlich jedes Startup gut gebrauchen kann.

 

Fazit

Der Weg zur Gründung des eigenen Unternehmens ist mitunter lang und kann manchmal beschwerlich sein. Durch die Beachtung einiger Tipps und Tricks lässt sich dieser jedoch leichter gehen. Ein ordentliches Know-how und eine fachmännische Unterstützung bringen dich zudem schneller voran. Nach jeder Menge getaner Arbeit wirst du langfristig mit einem großen Maß an Freiheit belohnt. Du bist dein eigener Boss und triffst als dieser deine eigenen Entscheidungen. Du hast die Möglichkeit, deine Ideen und Visionen 1:1 umzusetzen.

 

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