Burnout: Krank durch den Job?

Leider hört man mittlerweile immer öfter, dass Arbeitnehmer an Burnout erkranken. Oft gehen Arbeit und Burnout Hand in Hand. Schon lÀngst ist diese Krankheit kein Tabuthema mehr und viele Betroffene trauen sich offen dazu zu stehen.

Die GrĂŒnde dafĂŒr sind zahlreich und von Person zu Person individuell, da jeder verschiedene Charaktereigenschaften besitzt. Die Hauptursachen sind in den meisten FĂ€llen jedoch:

  • Stress durch hohe Arbeitsbelastung
  • Fehlendes oder ĂŒberwiegend negatives Feedback

– Geringe WertschĂ€tzung der Arbeit

– „Deine Arbeit ist es nicht wert gelobt zu werden!“

  • StĂ€ndige Konfrontation mit Problemen

– durch Kunden, Klienten, Mitarbeitern/Kollegen, den Vorgesetzten etc.

  • Keine klare Abgrenzung zwischen Beruf- und Privatleben
  • Zu hohe oder unklare Erwartungen und Zielvorgaben

– ‚Zerrissenheit‘ zwischen Erwartungen des Chefs, der Kollegen etc.

  • Überforderung

– Durch bspw. Komplexe oder stĂ€ndig wechselnde Aufgaben

  • Geringer Verdienst/Arbeitsplatzverlust

Wer ist gefÀhrdet?
Eine bestimmte Ziel- und/oder Altersgruppe lĂ€sst sich hier nicht bestimmen. Jeder ist einmal von der Arbeit, dem Haushalt oder familiĂ€ren Verpflichtungen erschöpft, dies ist nur schwer zu vermeiden und ab und an verstĂ€ndlich. Nur zu einem Dauerzustand sollte es nicht werden. Der Arbeitsumfang und –aufwand, die Vielfalt der Aufgaben und vor allem der Leistungsdruck steigen stetig, sowohl auf der Arbeit, als auch privat. GrundsĂ€tzlich ist jedoch erkennbar, dass Menschen mit einem ausgeprĂ€gten Perfektionismus, dem Helfersyndrom, starkem Ehrgeiz, aber auch sehr sensible Menschen, hĂ€ufiger an Burnout erkranken, als Menschen, die ausgeglichener sind.

Symptome
Die Symptome sind, Ă€hnlich wie die GrĂŒnde fĂŒr ein Burnout, unterschiedlich. Zwar lassen sich ‚Hauptsymptome‘ ausmachen, doch es nicht zu bestimmen, welches Symptom wann und bei wem einsetzt. HĂ€ufig ist es so, dass die Anzeichen nacheinander auftreten und sich gegenseitig ‚ergĂ€nzen‘.
Folgende Indizien sollten Sie zum Nachdenken anregen:

  • Zunehmende Erschöpfung und Abgeschlagenheit
  • Das GefĂŒhl, ausgebrannt zu sein
  • Niedergeschlagenheit
  • HĂ€ufige Gereiztheit
  • Antriebslosigkeit/Motivationslosigkeit/Aussichtslosigkeit
  • Anspannung und innere Unruhe
  • Fehlende Freude an Hobbies und/oder Gewohnheiten

Durch den alltĂ€glichen Stress, dem Druck den Erwartungen zu entsprechen, dem PflichtgefĂŒhl gegenĂŒber dem Chef und den Kollegen und dem Zeitdruck sind Arbeitnehmer eine gefĂ€hrdete Zielgruppe fĂŒr ein Burnout. Jedoch nicht nur die Angestellten, sondern auch die Vorgesetzten und der Chef laufen Gefahr zu erkranken. Oft werden zu viele Aufgaben gleichzeitig erledigt, die Arbeit ‚mit nach Hause genommen‘ oder extra Aufgaben erfĂŒllt, um im Ansehen zu steigen.
UnterschĂ€tzen Sie die Gefahr des Burnouts nicht und planen Sie sich Entspannungspausen von vornherein mit ein. Sie mĂŒssen und dĂŒrfen abschalten und entspannen.
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